Landesliga: VfB Schloß Holte verliert 2:6 gegen SuS Westenholz Katastrophen-Start ist perfekt

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Der VfB Schloß Holte hat weder seinen Cheftrainer zur Hand noch Punkte im Gepäck. Mit 2:6 (1:1) kam der Landesligist zu Hause gegen den Aufsteiger SuS Westernholz unter die Räder und steht als Tabellenletzter vor schweren Wochen.

Von Hendrik Fahrenwald
Milaim Bobaj (rechts) vom VfB Schloß Holte versucht, sich im Zweikampf mit seinem Gegenspieler vom SuS Westenholz zu behaupten. Ab der 60. Minute fiel es dem VfB deutlich schwerer, das Tempo des rasanten Aufsteigers mitzugehen.
Milaim Bobaj (rechts) vom VfB Schloß Holte versucht, sich im Zweikampf mit seinem Gegenspieler vom SuS Westenholz zu behaupten. Ab der 60. Minute fiel es dem VfB deutlich schwerer, das Tempo des rasanten Aufsteigers mitzugehen. Foto: Hendrik Fahrenwald

Da hat VfB-Cheftrainer Mario Lüke, der den Verein in der vergangenen Woche überraschend um eine Auszeit bat, zumindest am Sonntag alles richtig gemacht. Denn er sah sich die Pleite des VfB, der sich derzeit noch schlimmer in die Bredouille schießt, nicht an.

Während der Trainer pausierte, machten die Holter Spieler den Eindruck, selbst eine Auszeit zu benötigen. Der VfB präsentierte sich in der Schlussphase niedergeschlagen, genervt und kraftlos. Dabei ist gerade einmal die Vorbereitung abgeschlossen und die Saison angebrochen. Fit für die Liga ist der VfB allerdings nicht. »Ab der 60. Minute fehlte uns die Kraft«, sagt Fußballobmann Mike Middeke, der zusammen mit Thomas Plaßhenrich den Part von Lüke übernahm und damit nicht zu beneiden war. Denn so Recht weiß keiner beim VfB, wie er mit der Situation umgehen soll. »Die Verunsicherung ist von Anfang an da gewesen«, sagt Middeke.

Gast führt Holter vor

Der Aufsteiger aus Westenholz nutzte die Schwächen der Holter und führte diese am Ende vor. Die Gäste setzten einen lehrbuchartigen Konter nach dem anderen und ließen der vogelwilden VfB-Verteidigung keinerlei Chance. Die Tore in der 72., 75., 86., und 90. Minute machten den Start des Interims-Duos am Seitenrand zum Albtraum. Dabei fing alles so gut an: Julian Lakämper netzte in der 13. Minute nach der Vorarbeit von Maximilian Ulrich zum 1:0 ein. Zwar verpasste Ulrich selbst später das 2:0, doch auch von dem 1:1-Ausgleich (27.) schien sich der VfB zu erholen. Nur drei Minuten nach dem Wiederanpfiff hämmerte Ibrahim Kalemci das Leder in den Winkel (47.).

Mit dem Rücken zur Wand

Erneut meldete sich jedoch Westenholz mit dem Ausgleich zurück (55.). Während Milaim Bobaj die letzte VfB-Großchance kurz darauf ausließ, schoss sich der Gast anschließend von einem Erfolgserlebnis zum nächsten und ließ den Holter Krisenstab um Co-Trainer Björn Pähler, Middeke, Plaßhenrich und Kapitän Kevin Kröger nach dem Spiel auf dem Feld tagen. Sie alle machen sich Gedanken um die sportliche Zukunft. »Jetzt stehen wir mit dem Rücken zur Wand«, sagt Middeke, der nun fordert, das »alle gemeinsam an einem Strang ziehen.« Denn eine andere Lösung, wie die eines neuen Trainers, gibt es beim VfB Schloß Holte nicht. »Wir werden keine Hau-Ruck-Aktion machen, dazu sind wir zu gefestigt«, sagt Middeke. Was es aber auch nicht gibt, sei eine Deadline für Lüke. Es wird wohl gehofft, dass die Pause des eigentlichen Chefs nicht allzu lange anhält.

VfB Schloß Holte: Rogalla - Weigmann, Baehr, Kröger, Schubert - Bobaj, Kalemci, Hofmann, Ulrich, Klippenstein - Lakämper.

Tore: 1:0 Julian Lakämper (13.), 1:1/2:5 Marius Franz (21.(84.), 2:1 Ibrahim Kalemci (47.), 2:2 Patrick Koesfeld (55.), 2:3 Kevin Gulba (72.), 2:4 Dominik Riemer (75.), 2:6 Marcel Meiwes (90.).

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