Landesliga: VfB Schloß Holte siegt 3:0 (1:0) gegen SC RW Maaslingen Ein Zeichen der Stärke

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Der VfB Schloß Holte gewinnt sein Heimspiel gegen SC RW Maaslingen mit 3:0 (1:0) und hat nun neun Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz.

Von Hendrik Fahrenwald
Zu schnell: André Wagner (rechts) vom VfB Schloß Holte stürmt am Maaslinger Schlussmann Axel Pundt vorbei auf den Gästekasten zu und erzielt hier die 1:0-Führung für den VfB. Mit dem ersten und letzten Treffer der Partie erzielt Wagner einen Doppelpack.
Zu schnell: André Wagner (rechts) vom VfB Schloß Holte stürmt am Maaslinger Schlussmann Axel Pundt vorbei auf den Gästekasten zu und erzielt hier die 1:0-Führung für den VfB. Mit dem ersten und letzten Treffer der Partie erzielt Wagner einen Doppelpack. Foto: Patrick Pollmeier

Das war ein deutlicher Fingerzeig und mit einem solchen feierte VfB-Stürmer André Wagner seinen Treffer zum 3:0 in der 90. Minute. Doch Wagners Demonstration hatte nicht lange Bestand. Kurz nach seinem Jubel sank er zu Boden und streckte im Maaslinger Strafraum beide Beine von sich.

»Das hatte ich noch nie«, sagte Wagner, der sich bei seinem Torschuss in beiden Beinen einen Krampf zuzog. Es war ein Zeichen der Holter Aufopferung an diesem Samstagnachmittag, personifiziert durch den Stürmer, der erst am Morgen von seinem Startelfeinsatz erfuhr. Dabei sollte VfB-Trainer Mario Lüke die richtige Entscheidung treffen, als er auf den im Antritt schnellen und kämpferisch starken Wagner setzte.

Vertrauen zurückgezahlt

Nach 28 Minuten zahlte Wagner das Vertrauen seines Trainers das erste Mal zurück: VfB-Spielgestalter Ibrahim Kalemci zeigte dabei einmal mehr seine Klasse, als er das Auge für den gestarteten Wagner hatte. Dieser lief aus der RW-Hälfte heraus 25 Meter alleine auf den Maaslinger Schlussmann Axel Pundt zu und ließ ihn am Elfmeterpunkt rechts liegen – 1:0 (28.).

Die Gäste schienen von dem überfallartigen Konterfußball der Holter beeindruckt. Offensiv fand Rot-Weiß mit der schlechtesten Auswärtstorausbeute der Liga kaum statt, weil es der VfB verstand, abwartend zu verteidigen und größtenteils RW-Kapitän Danny Odoy aus dem Spiel zu nehmen.

Ihre beste Gelegenheit hatten die Gäste mit Hilfe der Gastgeber kurz vor der Pause: Mit einem langen Ball in den Strafraum, der auf den Fuß von Außenverteidiger Robin Hofmann und von dort aus in die Arme seines Rückhalts Marcel Rogalla fiel. Das Holter Rückspiel mit Absicht hatte einen indirekten Freistoß vor dem Strafraum zur Folge, den Rogalla entschärfte und so die Pausenführung hielt. Die hätte für die Holter sogar noch höher ausfallen können. In der 37. Minute hatte Kevin Schubert den Ball aus 14 Metern bereits an der gesamten Maaslinger Defensive samt Schlussmann vorbeigebracht, ehe Kalemci ungewollt vor der Linie rettete.

Das Geschehen bestimmt

Für die Holter hieß es auch im zweiten Durchgang zunächst abwarten: Schubert (51.) und Wagner (54.) scheiterten aus aussichtsreichen Positionen im Strafraum. Dann schlug Frevert zu: Am langen Pfosten setzte sich der Holter nach einer Ecke gegen zwei Gegenspieler durch und köpfte gegen die Laufrichtung von Pundt zum 2:0 (58.). RW zeigte sich sichtlich geschockt. Fortan bestimmte der VfB das Geschehen und tauschte die anfängliche Rolle des Außenseiters nun endgültig gegen die Favoritenrolle ein. Doch in dieser taten sich die Holter zunächst schwer, das Spiel frühzeitig zu entscheiden.

Eine Hereingabe von Maximilian Ulrich im Strafraum verpasste Wagner um eine Fußspitze, knapp am langen Pfosten (63.). Doch der zweite Treffer des Stürmers war nur aufgehoben. Mit der letzten Aktion des Spiels bedankte sich Wagner für das präzise Zuspiel von Schubert mit seinem ersten Doppelpack der Saison, der gleichsam mit der Wichtigste in dieser Spielzeit für den VfB sein dürfte. »Jetzt können wir es entspannter angehen lassen«, sagt Lüke, der seiner Mannschaft die beste Saisonleistung attestierte. Da darf der Finger zurecht erhoben werden.

VfB Schloß Holte: Rogalla - Schubert, Bertram, Rutowicz, Hofmann - Hörster (80. Kompodietas), Frevert, Ulrich, Klippenstein (86. Nagel), Kalemci (71. Yilmaz) - Wagner.

T ore: 1:0/3:0 André Wagner (28./90.), 2:0 Laurenz Frevert (58.).

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