Schüpping, Kreismann und Dähne führen TSG zum wichtigen 29:28-Erfolg über Hemer
Neue Hoffnung in Harsewinkel

Harsewinkel (WB). Die TSG Harsewinkel hat im Abstiegskampf der Handball-Oberliga ein deutliches Lebenszeichen gesendet. Nach dem 29:28 (14:13)-Heimerfolg über den HTV Hemer keimt neue Hoffnung auf den Klassenerhalt auf, der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt nach dem dritten Saisonsieg nur noch zwei Pünktchen.

Sonntag, 03.02.2019, 20:15 Uhr aktualisiert: 03.02.2019, 20:18 Uhr
Malik St. Claire steuert zwei Treffer zum 29:28-Sieg der TSG Harsewinkel über den HTV Hemer bei, viel wichtiger jedoch ist seine Aktion in der 51. Minute. Der Linksaußen ist nach einem Block gedankenschneller als drei Gästespieler und hechtet erfolgreich nach dem Ball. Foto: Wolfgang Wotke

»Hasenbau, Hasenbau«, skandiert Hallensprecher Hansi Feuß am Sonntagabend und stellt unter dem frenetischen Jubel der 500 Zuschauer die Protagonisten des überlebensnotwendigen Sieges vor. Torhüter Johnny Dähne, der in der 42. Minuten zwischen die Pfosten rückt und mit zwei gehaltenen Siebenmetern sowie drei starken Paraden zum Rückhalt avanciert. Dazu Rechtsaußen Julian Schüpping und Kreisläufer Albert Kreismann, die in der »Crunchtime« Verantwortung übernehmen und ganz wichtige Treffer erzielen. Symbolcharakter hat zudem die Szene in der 51. Minute, als Malik St. Claire beim 25:24 im Anschluss an einen erfolgreichen Block erfolgreich nach einem Ball hechtet, obwohl drei Akteure der Gäste das Spielgerät längst hätten aufnehmen können.

Siebter Feldspieler im Angriff: Volles Risiko wird belohnt

»Diese Situation habe ich am meisten abgefeiert, weil die Mannschaft in dieser Phase dieses Signal gebraucht hat«, sagt TSG-Trainer Manuel Mühlbrandt, der beim 28:27 (59.) eine Auszeit nimmt und anschließend mit dem siebten Feldspieler im Angriff volles Risiko geht. Das wird belohnt: Schüpping trifft 36 Sekunden vor Schluss zum 29:27 – die Entscheidung. Wie fokussiert die TSG am Sonntagabend auf den Erfolg ist, wird schon vor dem Spiel bei den konzentriert ausgeführten Aufwärmübungen sichtbar. »Wir haben uns zu Beginn der Rückrunde gegen zwei Brecher gut verkauft, aber nicht gepunktet. Das hat an der Mannschaft genagt«, so Mühlbrandt, der dennoch »Gier und Bock« ausgemacht hatte: »Die Jungs haben im Training Gas gegeben.« Und so legt die TSG eine 3:0-Führung vor (6.), verliert nach einer frühen Auszeit der Gäste aber den Faden. Ein 0:5-Antilauf mündet in einem 3:5-Rückstand (11.). Doch die Hausherren kämpfen sich zurück. Nikola Krspogacin gelingt beim 11:11 (25.) erstmals wieder der Ausgleich, Florian Bröskamp legt ein 13:12 (27.) vor.

Das war eine geile, von Emotionen geprägten Partie.

Manuel Mühlbrandt

Nach der Pause knickt die TSG im Anschluss an eine 15:13-Führung (31.) wieder ein, Hemer dreht die Partie zum 15:17 (36.). Zwar ist das Spiel der Gäste total ausrechenbar, dennoch bekommt die TSG den künftigen Drittligaspieler Moritz Frenzel (Mühlbrandt: »Eine brutale linke Hand«) sowie den Rückraum-Linken Maximilian Klein zu keinem Zeitpunkt in den Griff. Als Hemer am Ende auch etwas die Kräfte ausgehen, sind die Harsewinkeler aber hellwach und haben ihre Nerven in einer »geilen, von Emotionen geprägten Partie« (Mühlbrandt) im Griff.

TSG Harsewinkel: Schröder/Dähne (ab 42) - S. Bröskamp (4), Krspogacin (2), Kalter (3/2), Schmeckthal (2), St. Claire (2), Brown (1), F. Bröskamp (6), P. Pelkmann, Schüpping (5), Kreismann (3), Braun (1).

HTV Hemer: Spiller - Henkels (3), C. Klein (2), Sideri, Springer (1), Kötter, M.  Klein (7), M. Frenzel (14/5), Rosenbaum, B. Frenzel (1).

Schiedsrichter: Ragulan Srijeevaghan/Carsten Umbescheidt (Kamen).

Zuschauer: 500.

Zeitstrafen: TSG zehn Minuten/Hemer sechs Minuten.

Siebenmeter: TSG (3/2) – Hemer (8/5).

 

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