TSG muss die Heimspiele gewinnen – Unruhe bei Gegner Hemer
Schlüssel liegt im »Hasenbau«

Harsewinkel (WB). Manuel Mühlbrandt ist ein Meister ausgefallener Metaphern. Auch vor dem Heimspiel am Sonntag um 17 Uhr gegen den HTV Hemer greift der Trainer des Handball-Oberligisten wieder zu seinem beliebten Stilmittel.

Freitag, 01.02.2019, 08:00 Uhr
Im heimischen »Hasenbau« haben Nikola Krspogacin und die TSG Harsewinkel bereits mehrfach ihre Oberliga-Qualität unter Beweis gestellt. Am Sonntag gegen den HTV Hemer sollen endlich auch wieder Pluspunkte auf das Konto kommen. Foto: Carsten Borgmeier

»Wir schwimmen auf dem offenen Meer und machen es auch ganz gut«, so Mühlbrandt. Aber auf Dauer kann man sich ohne Hilfsmittel natürlich nicht über Wasser halten. Das steht dem Tabellenletzten (4:26 Punkte) auch schon bis zum Hals, doch »Mühle« sieht etwas am Horizont: »Es ist kein Speedboot oder Kreuzfahrtschiff, aber ein Floß. Das kommt jedoch nicht zu uns, sondern wir müssen es uns holen, draufsetzen und dann Richtung Klassenerhalt paddeln.«

Enorme Schwächung: Hemer fehlen zwei Abwehrspezialisten

Diesem Floß möchte die TSG am Sonntag ein gehöriges Stück näherkommen. Während bei den Harsewinkelern die Stimmung gut und die Bereitschaft nach wie vor vorhanden ist, herrscht in Hemer Katerstimmung. Denn es ist derzeit völlig unklar, wie es beim derzeit Tabellen-Zehnten (11:19 Punkte) in der kommenden Saison weitergehen wird. Bislang gibt es aus dem aktuellen Kader erst fünf Zusagen. Mit Moritz Frenzel (22 Jahre) verliert der HTV seinen besten Torschützen, der Linkshänder (bislang 128 Treffer in dieser Saison) wechselt zum Drittliga-Zweiten SG Schalksmühle-Halver Dragons. Der Sportliche Leiter Alfred Klein hört zum Saisonende auf. Zu allem Überfluss verletzten sich am vergangenen Spieltag gegen Soest die beiden Abwehrspezialisten Philip Trattner und Frieder Krause. Der Ausfall der beiden Routiniers bedeutet für Hemer eine enorme Schwächung. »Für uns bietet sich dadurch eine kleine Chance. Die sollten wir nutzen, um ein Signal an die Konkurrenz zu senden«, sagt Manuel Mühlbrandt, dessen Team weiterhin vier Punkte Rückstand zum rettenden Ufer aufweist.

Das Heimpublikum trägt uns brutal.

Manuel Mühlbrandt

Der Schlüssel zum Klassenerhalt liegt ohnehin im »Hasenbau«. Nach den ersten drei, allesamt deutlich verlorenen Heimspielen, bringt die TSG zumindest vor eigenem Publikum (»Das trägt uns brutal«) Oberliga-Qualität auf die Platte. Mühlbrandt hofft, dass auch am ungewohnten Sonntag-Termin die Unterstützung so hervorragend sein wird wie im bisherigen Saisonverlauf.

Nur Marius Pelkmann und Luca Aperdannier fehlen

Zu gerne wäre die TSG natürlich am Freitag oder Samstag aufgelaufen, doch als »Mühle« und Teammanager Heiner Obermeyer den Spielplan erstellten, war die Halle an beide Tagen bereits belegt. Als der Samstagabend vor einigen Wochen wieder frei wurde, ein ursprünglich angesetztes Hallenfußball-Turnier findet nun doch nicht statt, war es für eine Verlegung allerdings zu spät. Bis auf den langzeitverletzten Marius Pelkmann und den in dieser Saison ebenfalls noch nicht berücksichtigten Luca Aperdannier (Studium) kann die TSG am Sonntag in Bestbesetzung antreten.

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