Noch ein Punkt fehlt zur Oberliga: TSG haut Spradow 39:21 weg – Oberaden patzt nicht Große Aufstiegs-Party verschoben

Harsewinkel  (WB). Volksfeststimmung an und in der Harsewinkeler Mehrzwecksporthalle. Bierwagen und Würstchenstand sind dicht umlagert, wieder wollen 600 Zuschauer ihre TSG siegen sehen. Und sie werden nicht enttäuscht. Der Tabellenführer der Handball-Verbandsliga fegt die HSG TuS/EK Spradow mit 39:21 (20:11) aus der Halle. Nur das I-Tüpfelchen fehlt.

Von Dirk Heidemann
Die Mannschaft der TSG Harsewinkel startet am Samstagabend schon einmal einen Probelauf für die mögliche Aufstiegsfeier am kommenden Wochenende. Vor der Sporthalle herrscht rund um die Partie gegen Spradow Volksfeststimmung.
Die Mannschaft der TSG Harsewinkel startet am Samstagabend schon einmal einen Probelauf für die mögliche Aufstiegsfeier am kommenden Wochenende. Vor der Sporthalle herrscht rund um die Partie gegen Spradow Volksfeststimmung. Foto: Henrik Martinschledde

Es ist Samstagabend, 20.32 Uhr, als die TSG ihr Tagewerk verrichtet hat. Doch was macht der einzig verbliebene Konkurrent im Aufstiegsrennen , der SuS Oberaden? Erst eine halbe Stunde später gestartet als die Harsewinkeler, liegt der Rivale zur Pause gegen Hahlen mit 13:15 hinten. Oberaden muss gewinnen, sonst steht die TSG als Oberligist fest.

Oberaden setzt sich 30:27 durch – Entscheidung vertagt

»Oberaden hat zuletzt in seinen Spielen immer mal wieder zurückgelegen, am Ende aber stets gewonnen. So wird es auch diesmal sein«, lässt sich Manuel Mühlbrandt nicht verrückt machen. Und der TSG-Trainer behält recht, Oberaden setzt sich noch mit 30:27 durch. Die Entscheidung ist also vertagt. Doch bei weiterhin drei Punkten Vorsprung und nur noch zwei ausstehenden Spielen können die Harsewinkeler am kommenden Samstag bei der HSG Altenbeken/Buke (18 Uhr) endgültig alles klar machen.

TSG walzt Gegner mit viel Tempo nieder

Alles klar machen die Hausherren am zurückliegenden Samstag bereits in der ersten Halbzeit. Mit viel Tempo walzen sie die HSG Spradow nieder, die in Helge Frederking und Dennis Borcherding jedoch auf zwei ihrer stärksten Akteure verzichten muss. Gefahr geht nur von Kreisläufer Frederik Iffland sowie Spielmacher Daniel Danowsky aus. In der Abwehr ist die HSG vor allem gegen die wuchtigen Würfe von Florian Bröskamp machtlos, allerdings wird der Rückraum-Linke auch nicht energisch genug angetan.

Sein Bruder Sven überrascht Manuel Mühlbrandt nach zwölf Minuten mit der Aussage, dass er am Freitag noch Fieber gehabt habe. »Ich habe ihn dann rausgenommen und geschont«, so »Mühle«, der bis zur 21. Minute einen guten Torwart Alexander Kaup, danach einen überragenden Johnny Dähne (14 Paraden) zwischen den Harsewinkeler Pfosten sieht.

»Mühle« lobt Hilla für sein Wahnsinnspiel

Zum Mann des Abends kürt der TSG-Coach indes Renee Hilla. »Er hat ein Wahnsinnsspiel gemacht, sich Danowsky in der Abwehr gepackt und vorne das Spiel dirigiert«, lobt Mühlbrandt, der allerdings betont, dass diesmal alle ihre Aufgaben erfüllt hätten: »Das war vor einer Woche in Nettelstedt noch anders. Da wollte sich jeder in die Liste eintragen und möglichst viele Tore werfen.«

Diesmal erkennt beispielsweise Linksaußen Florian Öttking seinen zu schlechten Winkel und ermöglicht durch sein Abspiel Jonas Kalter einen Treffer. Ungläubiges Staunen herrscht hingegen, als Moritz Schneider einen Gegenstoß läuft und eiskalt vollstreckt. Die TSG hat viel Spaß an diesem Abend, auch wenn das 40. Tor nicht fällt.

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Wir haben wieder ein schönes Handball-Fest gefeiert. Auch wenn es nicht so spannend war wie gegen Bergkamen.

Manuel Mühlbrandt

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»Wir haben wieder ein schönes Handball-Fest gefeiert. Auch wenn es nicht so spannend war wie gegen Bergkamen«, sagt Manuel Mühlbrandt, den der disziplinierte und kontrollierte Auftritt mit Stolz erfüllt. Die einzige Frage, die sich noch stellt, lautet: Wie viele Bröskamp-Busse rollen am Samstag nach Altenbeken?

TSG Harsewinkel: Kaup/Dähne (ab 21.) - S. Bröskamp (3), Öttking (1/1), Aperdannier, Hilla (3), Schneider (2), Kalter (6), Brown, F. Bröskamp (8), M. Pelkmann (4), P. Pelkmann (5), Schüpping (6), Lakebrink (1).

HSG TuS/EK Spradow: Schnatmeyer/Halstenberg (ab 31.) - Danowsky (5/1), Köbke, Fischer (1), Niermann, Langer, Stöhr (2), Vogt (2), Hellmann (2), Iffland (7), Schmidt (2).

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