Ruth Deede erinnert an die Anfangszeiten des Frauenfußballs
Samstags wurde mit Regenhaube trainiert

Altkreis (WB) -

Kaum ein Jahr, nachdem der Frauenfußball in Deutschland erlaubt wurde, gründete die SG Oesterweg 1971 eine Frauenmannschaft. Unter dem guten Dutzend Spielerinnen war Ruth Deede (geborene Köthemann), die der SG bis 1985 als Aktive die Treue hielt und zudem den Mädchenfußball ins Leben rief. Neben dieser langjährigen Trainertätigkeit übernahm Deede weitere Funktionen im Verein, Fußballkreis und -verband (FLVW). Von Klaus Münstermann
Freitag, 12.03.2021, 00:40 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 12.03.2021, 00:40 Uhr
Die Fußballerinnen der ersten Stunde bei der SG Oesterweg 1971 (hinten von links): Ruth Deede (geb. Köthemann), Sigrid Dierich, Irmtraud und Waltraud Böhler, Karin Pohl, Elke Großeknetter; (Mitte von links): Monika Lippert, Gabi Dierich, Brigitte Wiedey; (vorne von links): Brunhilde Böwing, Helga Rückmann, Marion Franz-Pohlmann. Foto: SG Oesterweg
„Hertha Raabe arbeitete damals wie ich beim Suppenhersteller Menzi und hat bei mir einfach nicht locker gelassen. So bin ich das erste Mal zum Training auf der Wiese, mehr war es damals nicht, gegangen und anschließend dabei geblieben. Während mein Vater Bernhard begeistert war, konnten meine Brüder meinem neuen Hobby nicht viel abgewinnen“, erinnert sich Ruth Deede. Im ersten Jahr wurden nur Freundschaftsspiele ausgetragen, die mit einer Ausnahme, die Betriebsmannschaft des Fleischunternehmens Stockmeyer wurde 8:0 besiegt, allesamt verloren gingen. „Meinen ersten Einsatz hatte ich in Bremerhaven. Wir waren von Freunden unseres Trainers Pico Teubner dorthin eingeladen. 1:14 haben wir verloren. Das konnte uns den Spaß am Fußball aber nicht verderben“, erzählt Ruth Deede. „Wir hatten nur zwei Bälle beim Training und sind deshalb vor allem viel gelaufen. Unsere Übungseinheiten haben oft samstags stattgefunden.
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