Der Handball-Spielbetrieb kann frühestens im Februar wieder aufgenommen werden
So könnte es 2021 weitergehen

Altkreis. -

Eigentlich wollten der Handballverband Westfalen und der Handballkreis Gütersloh im Dezember bei Online-Staffeltagen mit ihren Vereinen die Fortsetzung der Saison erörtern. Doch nach der Entscheidung der Politik, den Teil-Lockdown (mit Schließung von Sportstätten) bis mindestens 10. Januar zu verlängern, wird es in diesem Jahr keine Staffeltage mehr geben.

Freitag, 04.12.2020, 14:36 Uhr
Ob es in dieser Saison ein Derby in der Handball-Bezirksliga zwischen TuS Brockhagen II und Spvg. Steinhagen II gibt, steht in den Sternen. Foto: Gunnar Feicht

„Wir müssen jetzt die nächsten politischen Beschlüsse für die Zeit nach dem 10. Januar abwarten“, sagt Andreas Tiemann. Der Vorsitzende der Technischen Kommission im Handballverband Westfalen weist darauf hin, dass ohnehin das letzte Januar-Wochenende als frühester Re-Start-Termin festgelegt worden war, um den Vereinen eine dreiwöchige Vorbereitungszeit zu ermöglichen. Dieser Termin verschiebe sich nun vorerst um ein/zwei Wochen.

Tiemann macht deutlich, dass zunächst geklärt werden muss, ob überhaupt weitergespielt werden kann und soll. Danach geht es dann um die Fragen, wie viele Spieltage möglich sind und in welchem Modus die Saison zu Ende gebracht werden kann. Tiemann: „Ich persönlich bin noch immer optimistisch, dass es für die Teams, die antreten wollen, einen Spielbetrieb geben wird. Ich gehe außerdem davon aus, dass Aufsteiger sportlich ermittelt werden und es keine Geschenke gibt.“

Nach den letzten Online-Staffeltagen auf Verbandsebene war es zu kontroversen Diskussionen gekommen. Ralph Tscheche, Coach des Frauen-Landesligisten HSG Werther/Borgholzhausen, plädiert zum Beispiel dafür, die Saison abzubrechen und zu annullieren (WB vom 23. November). Er weist auch auf mögliche berufliche Konsequenzen hin, wenn Mannschaften bei Verdachtsfällen in Quarantäne müssen: „Es gibt Arbeitgeber, die dann kein Verständnis für ein Hobby aufbringen werden.“ Andere heimische Vereinsvertreter wie TG Hörstes Sonja Schäper hoffen dagegen, dass die Saison zu Ende gespielt werden kann: „Wir alle leben für den Sport. Und deshalb würde ich einen verfrühten Saisonabbruch auch hinsichtlich der Motivation aller Beteiligten für bedenklich halten.“ So wird es bei den nächsten Staffeltagen um die spannende Grundsatzfrage gehen, wie viele Vereine sich für bzw. gegen eine Fortsetzung der Saison aussprechen.

Kreis informiert

Derweil haben die Verantwortlichen des Handballkreises Gütersloh mitgeteilt, wie es 2021 auf Kreisebene weitergehen könnte. Die Vereine werden aufgefordert, die Vorschläge zu diskutieren und eigene Ideen einzubringen. Der Grund für die Absage des geplanten Staffeltages im Dezember liegt auf der Hand. „Jede Entscheidung, die wir jetzt treffen, kann im Januar wieder hinfällig sein“, heißt es in einem Schreiben an die Vereine, das von Heinz-Hermann Jerrentrup, Stellvertretender Kreisvorsitzender und Vorsitzender der Technischen Kommission, unterzeichnet ist. Stattdessen ist für jede Spielklasse eine Fahrplan aufgestellt worden, wie der Spielbetrieb im neuen Jahr fortgesetzt und zu Ende gebracht werden könnte.

Mögliche Termine: Im Seniorenbereich besteht die Möglichkeit, den Spielbetrieb bis zu den Sommerferien zu verlängern. Je nach Beginn des Re-Starts gibt es folgende Termine – ab Februar: 19 Spieltage. Ab März: 15 Spieltage. Ab April: 11 Spieltage.

 

Vorschläge für die einzelnen Spielkassen

Bezirksliga Männer und Frauen (8er Schlüssel): Zwei Spieltage wurden ausgetragen. Gespielt wird nur eine einfache Runde (noch fünf Partien) mit anschließender Auf- und Abstiegsrunde (sieben Spiele). Dann wären noch zwölf Spieltage notwendig.

Männer-Kreisliga (8er Schlüssel): Siehe Bezirksliga – zwei Spieltage wurden ausgetragen. Gespielt wird nur eine einfache Runde mit anschließender Auf- und Abstiegsrunde. Dann wären noch zwölf Spieltage notwendig.

Männer 1. Kreisklasse (14er Schlüssel): Zwei Spieltage wurden ausgetragen. Gespielt wird nur eine einfache Runde (13 Spiele). Es wären noch elf Spieltage notwendig.

Männer 2. Kreisklasse (10er Schlüssel): Ein Spieltag wurde ausgetragen. Gespielt wird nur eine einfache Runde mit neun Partien. Somit wären noch acht Spieltage notwendig.

Männer 3. Kreisklasse(6er Schlüssel): Ein Spieltag wurde ausgetragen. Gespielt wird nur eine Hin- und Rückrunde (zehn Spiele). Es wären noch neun Spieltage notwendig.

Frauen-Kreisliga (12er Schlüssel): Zwei Spieltage wurden ausgetragen. Gespielt wird nur eine einfache Runde (elf Spiele). Es wären noch neun Spieltage notwendig.

Frauen 1. Kreisklasse(12er Schlüssel: Ein Spieltag wurde ausgetragen. Gespielt wird nur eine einfache Runde (elf Spiele). Es wären noch zehn Spieltage notwendig.

D- und E-Jugend: Es wurde ein Spieltag ausgetragen. Der Spielplan sollte so angepasst werden, dass man mit maximal zehn Spieltagen auskommt – wenn möglich nur mit acht Spieltagen.

Restliche Jugendklassen: Es kann möglich sein, dass die Saison wegen der eventuellen Aufstiegsrunden auf Verbandsebene bis März beendet sein muss.

 

Was passiert bei einem Saisonabbruch? Wenn nicht mehr genügend Zeit bleibt, um eine Meisterschaft durchzuführen, bleibt als letzte Alternative nur, die Saison zu annullieren. Man würde die neue Serie so anfangen, wie die alte Serie geplant war. „Unsere Entscheidung ist abhängig von der Wertung der Staffeln auf HV-Ebene und ob es Auf und Absteiger gibt“, heißt in dem Schreiben an die Vereine.

 

Wie geht es weiter? Das steht und fällt mit der politischen Entscheidung zum Lockdown. Wenn es weitergeht, soll so geplant werden, dass es genügend Ausweichtermine gibt. Außerdem soll es eine ausreichende Vorbereitungszeit geben (mindestens drei bis vier Wochen).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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