Tennis: Einzel in der Halle und Training sind in NRW verboten – in anderen Bundesländern nicht
Jetzt wird geklagt

Halle (WB). Die Interessengemeinschaft der Tennisverbände in Nordrhein-Westfalen unterstützt die Klage eines Tennishallenbetreibers und selbstständigen Tennis-Lehrers. Die Klage im Eilverfahren zielt dabei darauf ab, das in der NRW-Coronaschutzverordnung verankerte vollständige Verbot des Tennis-Trainingsbetriebs und des Tennis-Individualsports in Tennishallen aufzuheben.

Sonntag, 08.11.2020, 23:09 Uhr
Tennishallen müssen derzeit in Nordrhein-Westfalen geschlossen bleiben.

Der Unternehmer steht exemplarisch für viele Hallenbesitzer und Tennislehrer in NRW. Sie sehen finanzielle Nachteile, weil sie derzeit nicht in der Lage sind, ihre vertraglichen Verpflichtungen in Bezug auf Hallen-Abos zu erfüllen und Trainerstunden anzubieten. Genau das ist in anderen Bundesländern in der Individualsportart Tennis aber möglich. Der Kläger spricht von einem Berufsverbot, das den Tatbestand der Unverhältnismäßigkeit erfüllt.

Kommentar

Der Deutsche Fußball-Bund appelliert an die Politik, Kinder und Jugendliche wieder trainieren zu lassen. Der Deutsche Tennis-Bund fordert eine bundesweite Spielerlaubnis. Derweil wendet sich der Nachwuchs in einem offenen Brief an NRW-Ministerpräsident Armin Laschet. Und jetzt wird sogar gegen die Schließung von Tennishallen geklagt. Bestärkt werden all die, die gegen den Lockdown vorgehen, von den Beschlüssen jener Bundesländer, in denen genau solche und andere Freizeitbeschäftigen erlaubt sind.

Jede einzelne Forderung für sich mag nachvollziehbar sein. Doch jede Lockerung untergräbt zugleich die Akzeptanz anderer, sich an die Corona-Schutzmaßnahmen zu halten. Auch Museen, Hotels oder Restaurants haben gute Argumente und Hygienekonzepte, bleiben aber dennoch geschlossen. Schade, dass es nicht geschafft wird, einen Monat still zu halten und solidarisch zu sein. In Bezug auf den klagenden Tennishallen-Betreiber könnte Solidarität bedeuten, dass Abo-Kunden für den November keine Erstattung fordern. Und abgesehen davon gibt es ja auch noch das politische Versprechen, Verdienstausfälle mit der „Novemberhilfe“ zu überbrücken. Stephan Arend

 

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