Tennis: 58 Prozent aller Teams im Verbandsgebiet treten trotz Corona an
Einige Gruppen werden zusammengelegt

Halle (WB/star). Ob Leistungssportler in der Westfalenliga oder Hobbyspieler in der Kreisliga – nun können alle heimischen Tenniscracks für die Mannschaftspartien im Sommer 2020 planen. Bis zum 20. Mai konnten die Vereine entscheiden, ob sie am modifizierten Spielbetrieb (keine Absteiger, Aufstieg möglich) ab 8. Juni teilnehmen möchten. Der Westfälische Tennisverband hat nun die Zahlen der Rückmeldungen veröffentlicht.

Dienstag, 26.05.2020, 23:38 Uhr aktualisiert: 26.05.2020, 23:40 Uhr
Veit Radermacher und die Herren 40 des TC Blau-Weiß Halle treten wie alle Verbandsliga-Gegner an. In anderen Ligen müssen Gruppen wegen geringer Anmeldezahlen zusammengelegt werden. Foto: Stephan Arend

Demnach haben sich 58 Prozent (2.645) der insgesamt 4.560 gemeldeten Erwachsenen-Teams entschieden, am Spielbetrieb teilnehmen zu wollen. „Dieses Ergebnis spiegelt auch wider, dass in den Clubs die Entscheidung für oder gegen die Durchführung der Saison keine einfache war“, so Corina Scholten, verantwortlich für den Wettkampfsport der Erwachsenen im WTV.

Die Ergebnisse aus den einzelnen vier Bezirken des WTV (Münsterland, Ruhr-Lippe, Ostwestfalen-Lippe und Südwestfalen) sind mitunter sehr unterschiedlich. Während im Münsterland nur 46,1 % der Mannschaften aufschlagen wollen, liegt die Quote in Ruhr-Lippe mit 68,3 % wesentlich höher. Südwestfalen liegt mit 58,1 % genau im Schnitt und in Ostwestfalen-Lippe wollen 61,5 % der Teams zum Schläger greifen. Vor allem in den höheren Altersklassen gab es erwartungsgemäß und durchweg viele Abmeldungen.

In den Westfalenligen und Verbandsligen der Damen und Herren – also in den höchsten Spielklassen im Verbandsgebiet – gehen 41 von 46 Mannschaften an den Start. Bei den Damen zogen lediglich zwei (Stukenbrock, Salzkotten), bei den Herren drei Teams (Sennelager II, Brackwede, Eintr. Dortmund) zurück.

„Wir glauben, dass wir mit der Übergangssaison trotzdem eine größtenteils faire und spielbare Lösung für die Teams geschaffen haben. Alle unter einen Hut zu bekommen war schlichtweg nicht möglich. Auch hat der WTV für jedes zurückgezogene Team absolutes Verständnis“, so Lutz Rethfeld, Vizepräsident für Wettkampfsport Erwachsene im WTV.

Grundsätzlich wird angestrebt, für jede spielwillige Mannschaft eine Lösung zu finden, auch wenn die Mehrzahl der eigentlichen Gegner zurückgezogen haben sollte. Gruppenzusammenlegungen oder Hin- und Rückspiele sollen dafür sorgen, dass ausreichend sportliche Wettkämpfe stattfinden. Bis zum Ende der Woche nehmen sich der WTV und seine Bezirke nun noch Zeit, um über die genaue Einteilung und mögliche Zusammenlegung von Gruppen zu entscheiden.

Regionalliga ab 11. Juni

Klassenhöchstes heimisches Team sind die Versmolder Frauen in der Regionalliga. Diese Spielklasse ist dem Deutschen Tennisbund zugeordnet. Auch hier soll zwar der Aufstieg möglich sein, es aber keine Absteiger gehen. Da allein TC Bredeney II seine Mannschaft zurückgezogen hat, hat das Tennispark-Team vom 11. Juni bis 6. September sechs Partien. Die Zweitliga-Saison der Versmolder Männer ist abgesagt worden.

 

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