Fußball: FLVW-Präsidium folgt der Empfehlung des Verbandsausschusses
Hinrunden-Meister steigt zusätzlich auf

Halle (WB). Der Verbands-Fußball-Ausschuss (VFA) hat seine endgültige Empfehlung zur Wertung der Saison 2019/20, die abgebrochen werden soll, vorgelegt. Das Präsidium des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) folgte dieser Empfehlung (siehe Infobox) einstimmig. Für die heimischen Teams ergibt sich demnach folgendes Bild: Das Männerteam der Spvg. Versmold (Hinrundenmeister und aktueller Tabellenführer nach der Quotientenregelung) und die Frauen der Spvg. Steinhagen (Hinrundenmeister) steigen in die Fußball-Bezirksliga auf. SC Peckeloh hat als Rangzweiter keine Chance auf den Sprung in die Westfalenliga und bleibt ebenso wie der Vorletzte Spvg. Steinhagen Landesligist.

Mittwoch, 06.05.2020, 23:13 Uhr aktualisiert: 06.05.2020, 23:20 Uhr
Auch in der kommenden Saison wird es das Landesliga-Derby Steinhagen gegen Peckeloh geben. Foto: Sören Voss

Noch müssen auch die Kreisvorsitzenden in der Ständigen Konferenz am 11. Mai und ein außerordentlicher virtueller Verbandstag im Juni dem Saisonabbruch mit der vorgeschlagenen Wertung zustimmen. Doch das dürfte nur noch Formsache sein. Schließlich haben sich die heimischen Vereine bei einer Abstimmung mit großer Mehrheit für den Saisonabbruch und eine Wertung mit Aufsteigern und ohne Absteiger ausgesprochen. Ziel des FLVW ist eine einheitliche Lösung von der Oberliga bis zur Kreisliga. Markus Baumann, Kreisvorsitzender des Fußballkreises Bielefeld/Halle, geht fest davon aus, dass sich die Kreise der Empfehlung des VFA anschließen: Alles andere mache nach den vielen Gesprächen und Konferenzen im Vorfeld keinen Sinn: „Was soll denn jetzt anderes herauskommen?“ Baumann erklärte auf WB-Nachfrage zudem, dass neben der VFA-Empfehlung in Sachen Aufstieg auch die vor der Saison veröffentlichten Durchführungsbestimmungen berücksichtigt werden sollen. Dort ist festgelegt, dass drei B-Ligisten in die A-Liga aufsteigen, wenn es keinen Bielefelder Absteiger aus der Bezirksliga gibt. Ein Entscheidungsspiel der beiden Zweiten (SC Halle und Espanol Versmold) ist aber nicht möglich (generell gibt es keine Relegationsspiele). „Deshalb würden beide Tabellenzweiten aufsteigen und die A-Liga würde dann in der nächsten Saison mit 18 Teams starten“, so Baumann. Weil dieses Verfahren auch analog für den Übergang von der C- zur B-Liga gilt, kann hier als Rangzweiter SV SG Hesseln ebenfalls aufsteigen. Ohnehin sollen die Kreise bei Härtefällen in ihrer Region nach Rücksprache mit dem FLVW eine Ausnahmeregelung für Aufsteiger treffen können.

„Die Empfehlung schöpft unsere Möglichkeiten aus, um den Gegebenheiten in all unseren Staffeln gerecht zu werden. Es war keine leichte Aufgabe, schließlich reden wir hier von 6.641 Männer- und Frauen-Mannschaften in 233 Staffeln“, spricht Präsident Gundolf Walaschewski von einer salomonischen Regelung. Der vermehrte Aufstieg hat zusätzliche Staffeln in der Landesliga (+1) und Bezirksliga (+2 Männer/+1 Frauen) zur Folge. Durch einen vermehrten Abstieg in der kommenden oder aber in zwei Spielzeiten würde wieder die aktuelle Staffelstärke erreicht werden. „Der Saisonabbruch ist der ausdrückliche Wunsch der Vereine – genau wie eine Wertung, um die bisher sportlich erbrachte Leistung zu würdigen. Wir haben es uns alles andere als leicht gemacht und uns die Ligen sehr genau angeschaut. Jetzt hoffen wir auf das Verständnis der Vereine – vor allem bei denjenigen, die in der nächsten Spielzeit einen neuen Anlauf in Sachen Aufstieg nehmen müssen“, sagt Manfred Schnieders, FLVW-Vizepräsident Amateurfußball. Das gilt auch für den Landesligisten SC Peckeloh. „Es ist schon enttäuschend, dass wir trotz unserer starken Leistungen nicht belohnt werden. Doch wir akzeptieren die Empfehlung und sind in der nächsten Saison sehr gut aufgestellt. Außerdem ist es schöner, auf dem Platz aufzusteigen“, gibt sich SC Peckelohs Fußballobmann Jan Fahrenwald kämpferisch.

Groß ist die Freude dagegen beim Nachbarn Spvg. Versmold, der laut VFA-Empfehlung (ebenso wie der Rangzweite VfL Oldentrup) in die Bezirksliga aufsteigt. „Wir fühlen uns erst als Meister, wenn der Verbandstag endgültig entschieden hat. Aber die Mannschaft und der Trainer haben es verdient. Wir sind stark genug, in der Bezirksliga zu bestehen“, sagt Björn Dreß. Versmolds Sportlicher Leiter denkt an Leistungsträger wie Torwart Marvin Richter, junge noch entwicklungsfähige Stammspieler wie Henry Deutschmann und Justin Schröder oder an Neuzugänge wie Marcel Müller.

Während sich Espanol Versmold im Umbruch befindet (Javier Bello Docampo: „Wir sind nicht scharf auf die Kreisliga A“), ist der andere B-Liga-Zweite SC Halle heiß auf das Kreisoberhaus. „Wenn es so kommt und wir aufsteigen, dann geht ein Traum in Erfüllung“, sagt Gökay Bostanci. Angesichts einer jungen Mannschaft mit vielen Eigengewächsen und der neuen Sportanlage wäre der Zeitpunkt des Aufstiegs perfekt.

 

 

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