Handball-Landesliga: TGH verliert das Derby gegen Werther 20:22 - Hesselteich besiegt Ladbergen
Hörste verzweifelt an Köhne

Halle/Werther/Versmold (WB). Drei Handball-Landesligisten haben den 10. Saisonspieltag bereits am Freitagabend absolviert. Im Altkreisderby warf TV Werther Gastgeber TG Hörste mit 22:20 vorerst aus dem Rennen um die Spitze und ist zumindest bis Samstag Abend selbst Zweiter. Spvg. Hesselteich besiegte Ladbergen.

Samstag, 07.12.2019, 04:00 Uhr aktualisiert: 07.12.2019, 05:02 Uhr
Fynn Huxohl passt artistisch zu Marius Kruse am Kreis: Im Spiel mit zwei starken Deckungsreihen hatte Werther die bessere Torausbeute. Foto: Gunnar Feicht

TG Hörste - TV Werther 20:22 (9:8). Nach 2:5-Rückstand (11.) kämpften sich die Hörster gegen TV Werthers offensive Deckung ins Spiel, führten nach der Pause 10:8 und 12:10 (36.). Aber in den restlichen 24 Minuten gelangen ihnen nur noch acht Tore: Die Rothosen scheiterten an ihrer schwachen Trefferausbeute, an der TVW-Keeper Hannes Köhne mit einer Glanzleistung großen Anteil hatte.

TG-Coach Christian Blankert gratulierte den Gästen fair zu einer starken Leistung, machte die Gründe für die bittere Schlappe aber vor allem an der fehlenden Effizienz des eigenen Angriffsspiels fest: „Unser Offensivplan ist aufgegangen, mit einer normalen Chancenverwertung wären wir als Sieger vom Platz gegangen. Aber mit 22 Fehlwürfen, davon 13 frei vor, kann man nicht gewinnen.“ Hinzu kam die Tatsache, dass in der vorentscheidenden Phase, als sich Werther auf 16:13 absetzte, Pascal Kaiser beim Torwurf mehrfach „Kreis ab“ weggepfiffen wurde. Kurz zuvor hatte Hannes Köhne gegen Marco Stutzki pariert, der im Gegenzug Fynn Huxohl foulte und eine Zeitstrafe kassierte. Die Hörster verkürzten dennoch auf 16:17 (51.), hatten dann aber Pech, als zwei Tore aus Vorteilssituationen nicht zählten.

Werther blieb in diesen hektischen Phasen kaltblütiger, erhöhte wieder auf 19:16 (54.) und konterte auch den erneuten Anschlusstreffer zum Hörster 19:20 mit dem 21:19 (Julian Hoffmann). Dabei war auch etwas Glück im Spiel, aber Trainer Carsten Gahlmann durfte auf eine junge Truppe zu Recht stolz sein: „Diese starke Hörster Mannschaft bei 20 Toren zu halten – ich bin absolut begeistert von unserer Deckung und Hannes Köhne. In der ersten Halbzeit haben wir gegen Hörstes 6-0 noch vergeblich nach der richtigen Angriffsformation gesucht, aber ab der 40. Minute dann durchgehend geführt. Eine klasse Leistung.“

Hörste: Lüdorff/Marcel Krause; D. Barrelmeyer (1), L. Barrelmeyer, Grabowski ( ), Hagemann (4), Kaiser (2), Lepper (2), Walkenhorst, Schuster (2), Stutzki (1), Tarner (7/5).

Werther: Köhne/Bartling; Dingwerth (4/1), J. Hoffmann (3), Borgstedt, Reiß (2), Schröder, C. Hoffmann (2), Kruse (1), Janson (3), Karklis (1), Huxohl (5), E. Sommer.

 

Spvg. Hesselteich - TSV Ladbergen 26:21 (14:12). Nach zuletzt zwei Derby-Niederlagen hat sich die Spvg. eindrucksvoll zurückgemeldet. Schon in der ersten Halbzeit funktionierte die Abwehr hervorragend, bis zum 8:7 (23.) machten die Hausherren aus diesem Trumpf aber offensiv zu wenig. Über 11:8 (27.) und 14:11 gelangen bis zum 14:12-Pausenstand dann noch sechs Treffer.

In der zweiten Halbzeit verkürzten die Ladbergener nach dem Hesselteicher 17:14 noch einmal auf 18:17 (41.), aber danach hielten die Gastgeber vor 160 Zuschauern ihren Gegner immer mindestens zwei Tore auf Distanz, obwohl Sören Twelkemeier beim Stand von 22:19 gleich zwei Siebenmeter ungenutzt ließ. Trotz einer Zeitstrafe gegen Jan Wagemann beim Stand von 22:20 (55.) erhöhten die Hesselteicher noch zum Endstand. „Unsere 5-1-Deckung hat hervorragend funktioniert, wobei wir Leon Ludwigs im gegnerischen Rückraum nicht manngedeckt haben, aber ihn hoch angegangen sind, sodass er nicht aus der Bewegung kommen konnte“, sagte Trainer Dennis Laumann. Immer wenn seine Mannschaft die starke Defensivarbeit in Tempospiel umsetzen konnte, klappte es auch offensiv, wobei Aaron von Ameln herausragte.

Hesselteich: Latussek (2. HZ), Spellmann (1. HZ); Stöwe (3), Hoffmann (1), Uhlmann (1), Mithöfer (3), Kleine-Tebbe (1), J. Mittendorf, Twelkemeier (1/1), Henselewski, Wagemann (5), A. von Ameln (9), J. von Ameln (2).

 

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