Fußball: Landesligist SC Peckeloh und B-Ligist SC Halle können auch als Tabellenzweiter aufsteigen Zusatz-Joker im Aufstiegsrennen

Halle (WB/star/nim). Das Titelrennen in der Fußball-Landesliga ist angesichts der Dominanz von Spitzenreiter Preußen Espelkamp entschieden. Niemand zweifelt daran, dass sich der Top-Favorit mit großem Vorsprung in die Westfalenliga verabschieden wird. Dennoch bleibt für die Verfolger wie den aktuellen Rangzweiten SC Peckeloh der Aufstieg ein spannendes Thema.

Peckelohs Fußball-Chef Jan Fahrenwald würde den SCP auch in der in die Westfalenliga antreten lassen. Auf den Etat und die Personalplanung hätte der Aufstieg aber keinen Einfluss.
Peckelohs Fußball-Chef Jan Fahrenwald würde den SCP auch in der in die Westfalenliga antreten lassen. Auf den Etat und die Personalplanung hätte der Aufstieg aber keinen Einfluss. Foto: Sören Voss

In den beiden vergangenen Spielzeiten haben sich die Vizemeister der Landesliga Staffel 1, RW Maaslingen und VfB Fichte, in Relegationsspielen durchgesetzt. Ob es auch am Ende dieser Serie einen zusätzlichen »Aufstiegsjoker« für die Landesligisten gibt, hängt von der Anzahl der westfälischen Regionalliga-Absteiger ab. Sollte nach Ablauf der Saison die Zahl von 32 Mannschaften für die beiden Westfalenliga-Staffeln nicht erreicht sein, gibt es eine Aufstiegsrunde nach K.o.-System. In den Vorjahren haben die vier Landesliga-Vizemeister in zwei Partien zwei freie Plätze ausgespielt. Das Heimrecht würde erneut ausgelost werden.

Allein diese Option macht die Serie für viele Teams interessant. »Ansonsten wäre für einige Mannschaften die Saison bereits jetzt in der Hinsicht gelaufen, dass sie keine Chance mehr auf den Aufstieg hätten«, sagt SC Peckelohs Fußball-Abteilungsleiter und Co-Trainer Jan Fahrenwald und fährt fort: »Wir sind eines von sieben Teams, die um Platz zwei kämpfen.« Seine Schützlinge haben kommenden Sonntag mit einem Sieg in Kaunitz die Chance, ihren zweiten Platz zu untermauern und den Gegner bei dann elf Punkten Vorsprung schon entscheidend abzuhängen.

Fahrenwald erklärt, dass der Verein im Falle des sportlichen Aufstiegs das Westfalenliga-Ticket annehmen würde. Auf den Etat und mögliche Neuzugänge habe die Ligazugehörigkeit aber keinen Einfluss: »Ob Landesliga oder Westfalenliga – da gibt es keine Unterschiede. Wir setzen auf eine gesunde Mischung aus erfahrenen Leuten und jungen, noch entwicklungsfähigen Spielern.«

Zwar spielt in dieser Saison keine heimische Mannschaft in der Bezirksliga. Und doch sind die Bezirksliga-Ergebnisse für die besten Altkreisteams der Kreisliga B von Bedeutung. Alles spricht dafür, dass am Ende der Saison nicht mehr als eine Mannschaft in den Fußballkreis Bielefeld absteigt. In diesem Fall bestreiten die beiden B-Liga-Vizemeister in Hin- und Rückspiel ein Aufstiegsendspiel um den letzten freien Platz im Kreisoberhaus. Stand jetzt würden sich die beiden heimischen Teams SC Halle und Espanol Versmold gegenüber stehen.

In der Staffel I hat sich Tabellenführer TuS Quelle nach dem 3:2 gegen Halle schon entscheidend abgesetzt. »Wenn Quelle zu gut für die B-Liga ist, dann sind wir das auch«, geht SC-Coach Murat Belen nach der starken Leistung im Spitzenspiel voller Zuversicht in das Rennen um Platz zwei, blickt dabei aber auch in den Rückspiegel: »Es wird richtig spannend.« Ortsnachbar Türk Sport Steinhagen und TuS 08 Senne 1 II sitzen den Lindenstädtern nämlich mit nur einem Punkt Rückstand im Nacken.

Umso wichtiger ist es, sich in Partien wie am kommenden Sonntag beim Rangsiebten TuS Brake II voll zu motivieren. Murat Belen und die Verantwortlichen sind nach den Worten des Trainers auf einem guten Weg, auch in der kommenden Saison ihre Zusammenarbeit fortzusetzen – nach fünf Haller Jahren in der B-Liga natürlich am liebsten in der Kreisliga A.

SC Halle gegen Español?

Gute Chancen auf den zweiten Platz hat in der Parallelstaffel Español Versmold. Am Sonntag hat das Team am letzten Spieltag vor der Winterpause die Chance, den aktuellen Rangdritten VfL Schildesche (wurde vor der Saison als Titelkandidat gehandelt) daheim im direkten Duell auf sechs Zähler zu distanzieren. Auch zu Spitzenreiter SV Gadderbaum hat der Tabellenzweite bei nur drei Punkten Rückstand noch Tuchfühlung. Ist sogar der direkte Aufstieg möglich? Trainer Admir Bucan bleibt da lieber zurückhaltend »Ob mehr als der aktuelle zweite Platz drin ist, das weiß ich nicht so genau. Wir hatten eine überragende Hinrunde und sind zuhause ungeschlagen. Wir haben noch viel zu tun. Sollten wir es schaffen, die Fehler im Winter abzustellen, können wir am Ende oben mitspielen. Ich halte aber Gadderbaum für den Titelfavoriten.« Ins Rennen um Platz zwei könnten auch Spvg. Steinhagen II und TuS Langenheide auf den Plätzen vier und fünf trotz sechs bzw. sieben Punkten Rückstands mit einer Erfolgsserie noch eingreifen.

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