Tennis: Halles Frauen marschieren durch die Regionalliga – Versmold durch die Westfalenliga
Einen Schritt voraus

Halle (WB). Das »kleine Nachbarschaftsduell« der Westfalenliga hat Tennispark Versmold 7:2 bei TC BW Halle II gewonnen. Am Aufstieg des Topfavoriten gibt es längst keine Zweifel mehr. Aber kommt es in der neuen Saison in der Regionalliga zum »richtigen« Derby gegen die erste Mannschaft der Blau-Weißen?

Sonntag, 02.06.2019, 23:22 Uhr aktualisiert: 03.06.2019, 09:36 Uhr
Halles Luisa Meyer auf der Heide will sich nach dem Abitur nun voll auf das Tennisspielen konzentrieren. Foto: Stephan Arend

Halle I hat gestern parallel auch sein sechstes Spiel gewonnen (7:2 gegen Schlusslicht TC Lese GW Köln) und eilt mit großen Schritten Platz eins oder zwei entgegen. Weil Kontrahent Bredeney II nicht aufrücken darf, würde schon die Vizemeisterschaft zum Aufstieg reichen. Nachdem der Verein im Vorjahr in Zeiten einer ungewissen Zukunft auf das Startrecht für die 2. Bundesliga verzichtet hatte, haben sich die Vorzeichen mittlerweile verändert. Gut möglich also, dass 2020 in Halle Zweitliga-Tennis gespielt wird, während der aufstrebende Nachbar Versmold eine Klasse tiefer in der Regionalliga antritt. »Wir werden uns vor dem letzten Spieltag festlegen, ob wir in der 2. Liga antreten wollen. Ich möchte ungern ein zweites Mal auf das Startrecht verzichten. Aber eine Entscheidung ist noch nicht gefallen, weil noch Gespräche mit dem Vorstand und Sponsoren anstehen«, erläutert Teamchef Thorsten Liebich und dementiert anders lautende Berichte.

Liebichs Mannschaft feierte gestern gegen Köln einen Pflichtsieg. Die Gäste waren nur an den beiden Spitzenpositionen konkurrenzfähig, die anderen Matches gingen deutlich an die Blau-Weißen. Auf Haller Seite will sich Luisa Meyer auf der Heide nach dem Abitur nun voll und ganz auf das Tennisspielen konzentrieren und zunächst in der Jugend-Weltrangliste einen Sprung nach oben machen.

Parallel hatte die zweite Mannschaft der Blau-Weißen gegen die Gäste aus Versmold (mit den Ex-Hallerinnen Julia Wachaczyk und Franzi Kommer) wie erwartet keine Chance. Das Team bleibt zwar sieglos, hat aber noch Hoffnung, mit zwei Siegen zum Abschluss die Klasse zu halten. Beim 2:7 gingen die beiden Punkte kampflos an die Gastgeberinnen, weil sich die angeschlagene Tennispark-Spitzenspielerin Katharina Gerlach schonte. Positiver Nebeneffekt für ihre Gegnerin Rieke Gillar: viele unerwartete Punkte für die Deutsche Rangliste.

 

Auf einen Blick

Regionalliga: TC Blau-Weiß Halle - TC Lese GW Köln 7:2 (4:2). Jaimy van de Wal - Elizaveta Andryukhova 6:3/3:6/5:10, Jainy Scheepens - Judith König 2:6/1:6, Claire Verwerda - Mona Blauen 6:0/6:3, Arabella Koller - Dominica Labus 6:0/6:0, Derya Turhan - Virginia Varga 6:1/6:0, Luisa Meyer auf der Heide - Patrice Weinsheimer 6:2/6:0; Van de Wal/Scheepens - Andryukhova/König 6:0/6:2, Verwerda/Koller - Blauen/Labus 6:1/6:3, Turhan/Meyer auf der Heide - Varga/Weinsheimer 6:2/6:0.

Westfalenliga: Blau-Weiß Halle II - Tennispark Versmold 2:7 (1:5). Rieke Gillar - Katharina Gerlach 0:1 (Aufgabe Gerlach), Lisa Halfmann - Julyette Steur 0:6/0:6, Tanja Klee - Julia Wachaczyk 4:6/2:6, Indira Schmerling - Franzi Kommer 4:6/0:6, Lisa Staubach/Ana Rosnowska 0:6/0:6, Lea von Kozierowski - Joelle Steur 0:6/0:6; Gillar/Schmerling - Ju. Steur/Kommer 1:6/0:6, Halfmann/von Kozierowski - Gerlach/Jo. Steur 6:0/6:0 kampflos, Klee/Staubach - Wachaczyk/Rosnowska 1:6/7:6/1:10.

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