Golf: College Boy Yannick Köhnen (21) verstärkt Zweitligist Halle – Heimspiel zum Auftakt
Klausur, Heimflug, Training

Halle  (WB). Am Dienstag hat Yannick Köhnen noch eine Klausur an der Wingate University in North Carolina geschrieben, wo er sich mit drei anderen Golfern ein Apartment teilt. Am Mittwoch ist der Versmolder aus den USA zurückgekommen – und quasi direkt vom Flughafen zum Golfclub Teutoburger Wald gefahren. Dort bestreitet Köhnen mit dem Haller Team am Sonntag das Auftaktturnier der Zweitliga-Saison .

Mittwoch, 08.05.2019, 23:54 Uhr aktualisiert: 09.05.2019, 00:00 Uhr
In Amerika ist Yannick Köhnen (vorne beim Vierer mit Maximilian Pixa) als wertvoller Teamplayer ausgezeichnet worden. Mit dem Haller Team will der 21-jährige College Boy in der 2. Bundesliga bestehen. Foto: Sören Voss

»In Amerika waren es 25 bis 30 Grad. Das ist schon eine Umstellung«, stellt Köhnen bei den ersten Abschlägen auf der Driving Range fest. Der 21-Jährige will am Sonntag top vorbereitet an den Start gehen: »Die Zweitliga-Wettkämpfe mit Halle sind mir total wichtig, absolute Saisonhöhepunkte. Ich kenne viele meiner Teamkollegen schon seit Jahren und möchte zusammen mit den Jungs erfolgreich sein.« Yannick Köhnen studiert seit zwei Jahren in der Nähe von Charlotte »Business Management« und betont, dass trotz seines Golf-Stipendiums auch die akademische Ausbildung einen großen Stellenwert einnimmt: »Man muss einen Notendurchschnitt erreichen, um spielberechtigt zu sein. Doch das ist kein Problem, weil es an der Uni richtig gut läuft.«

In den nächsten zwei Jahren will der heimische Ausnahmegolfer seinen Abschluss schaffen und gleichzeitig an seiner Sport-Karriere basteln. Sein Handicap hat er in Amerika von -1,5 auf +1.3 verbessert. Die sportliche Weiterentwicklung mit einem erfolgreichen Studium unter einen Hut zu bekommen, das erfordert viel Disziplin. »Sechs Uhr wecken, von acht bis zwölf Uhr Unterricht, danach zwei bis drei Stunden Training sowie neun oder 18 Bahnen spielen und am Abend lernen«, beschreibt der College Boy einen typischen Tag an der Wingate University.

Während die Trainer in den USA viel Wert auf Taktik legen, gibt es von Heimcoach Ralf Ber­horst Tipps zum Schwung per Videoanalyse. Auch mit seinem Teamkollegen Julian Kunzenbacher, der als Profi auf der Challenge-Tour unterwegs ist, tauscht sich Köhnen regelmäßig aus: »Julian ist für mich ein echtes Vorbild.« Yannick Köhnen spielt mit dem Gedanken, nach dem Uniabschluss seine Chancen als Golfprofi auszuloten. Seinen Heimataufenthalt in den Sommer-Monaten will er auch dafür nutzen, als Amateur erste Erfahrungen bei Profi-Turnieren der drittklassigen Progolf-Tour in Tschechien, Holland und Leipzig zu sammeln.

Joker Kunzenbacher

Als Neuling peilt das Haller Team den Klassenerhalt an. Als Gastgeber setzt sich die Mannschaft höhere Ziele. »Wir wollen Sonntag den Spieltag gewinnen und uns gleich ein Punktepolster zulegen. Wenn unsere Handicaps schlechter sind als die der Gegner, ist das nicht entscheidend«, setzt Coach Ralf Berhorst vielmehr auf den Heimvorteil und seine Bestbesetzung. Da Profispieler Julian Kunzenbacher gestern für das Challenger-Turnier in Prag nur auf der Nachrückerliste stand, sind die Chancen groß, dass die Nummer eins am Sonntag seinem Club zur Verfügung steht. »Das ist für uns natürlich sehr wichtig. Zuvor in der Türkei hat Julian gut gespielt, den Cut um einen Schlag verpasst. Durch solche Phasen muss man als Profi durch.« Berhorst ist sich sicher, dass sein Schützling auch in dieser Saison genug Chancen bekommt, sich in der »2. Liga des Profi-Golfs« zu beweisen und diese auch nutzen wird. Gleiches gilt für das Haller Team in der 2. Bundesliga.

Alle Mann an Bord

Für den Heimauftritt sind neben Kunzenbacher und Köhnen auch die anderen Haller Spieler Niklas Theilken, Fabian Jarck, Fynn Hessenkämper, Jan Semmerling, Moritz Joswig, Sebastian Kotthaus, Christopher Michael, Joshua Ransiek, Maximilan Pixa und Volker Krammenschneider an Bord. Allerdings werden nicht alle im Duell mit den Mannschaften aus Köln, Hannover, Essen-Heidhausen und Bergisch Land zum Einsatz kommen können.

Zuschauen lohnt sich

In den Einzeln, die um 7.30 Uhr starten, und den vier Vierern (ab 13.30 Uhr) gehen Sonntag für jede Mannschaft jeweils acht Spieler an den Start. Das Haller Team freut sich über jeden Zuschauer, Eintritt wird nicht erhoben. »Höher als wir in der 2. Liga spielt kein Verein in ganz Ostwestfalen«, verspricht Ralf Ber­horst Golf auf Top-Niveau – »da lohnt es sich ganz sicher, mit unseren Jungs auf einigen Bahnen mitzugehen«.

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