Handball-Oberliga: TG Hörstes weibliche A-Jugend krönt tolle Saison mit dem Westfalenmeister-Titel
Das Größte in fast 1000 Jahren

Halle-Hörste (WB). Für die herausragende Leistungsbilanz der A-Jugend-Handballerinnen die richtige Dimension zu finden, ist nicht einfach: TG Hörstes Sportlicher Leiter Thomas Wöstmann gelang es am Samstag, weil er sich genauso gut vorbereitet hatte wie die Mannschaft auf ihr Meisterstück gegen den Oberliga-Zweiten aus Minden. »Was ihr in dieser Saison erreicht habt, ist das Größte, was unser Dorf in seiner knapp 1000-jährigen Geschichte geleistet hat«, sagte Wöstmann bei der Meisterehrung und hatte dabei natürlich auch die Bundesliga-Partien im Herbst 2018 vor Augen.

Montag, 04.03.2019, 00:30 Uhr
TG Hörste feiert den Westfalen-Titel mit – hinten von links: Malin Börger, Antonia Willich, Nora Biewald, Lisa Kaiser, Marie Hasselfeldt, Maja Seelhöfer, Jette Hülsmann, Co-Trainerin Julia Gerdes, Trainer Dustin Lohde; vorne: Maria Wöstmann, Melina Gerdes, Sina Schäper, Luisa Reckordt, Larissa Vorjohann und Rabea Linkert. Lena Lutze (zurzeit in Paris), Kim Laker (in Neuseeland) und Chiara Dessin (in Irland) fehlten am Samstag, haben aber ebenso ihren Beitrag geleistet wie Torwarttrainer Michael »Keller« Kerschkowski. Foto: Gunnar Feicht

A-Jugend-Handballerinnen der TG Hörste Westfalenmeister

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Foto: Gunnar Feicht
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Dort war die TGH-Crew erst im letzten Spiel der Vorrunde am Sprung unter die besten 16 A-Mädchen-Teams Deutschlands gescheitert. »Im Bus auf der Rückfahrt waren alle unheimlich traurig und haben sich geschworen: Wenn wir nicht Deutscher Meister werden, dann werden wir auf alle Fälle Westfalenmeister«, blickte Wöstmann zurück. Das Versprechen hat die Mannschaft eindrucksvoll eingelöst: Zu den 20:0 Punkten in der Oberliga-Vorrunde gesellen sich seit dem 37:29 (15:15)-Sieg gegen Vize HSV Minden-Nord am Samstag 18:0 nach dem vorletzten Spiel der Endrunde. Und das letzte beim TSV Hahlen wollen sie natürlich auch gewinnen. Meister von Westfalen – ein Gebiet, das mit acht Millionen in etwa so viele Einwohner hat wie die Schweiz.

Zum vorzeitigen Titelgewinn hätte den Hörsterinnen auch eine Niederlage mit 17 Toren Unterschied gereicht. Der Verein hatte zur verdienten Ehrung für seinen ganzen Stolz einen großen Bahnhof vorbereitet. Nach dem Abpfiff stellte Wöstmann jede einzelne Spielerin und das Trainergespann vor, nach der »Parade« vorbei am Hörster Handballnachwuchs gab es Rosen, ein Gläschen Sekt, ein Erinnerungs-Shirt und herzliche Umarmungen der Eltern. »Und weil der Trainer aus Harsewinkel stammt, werden alle natürlich nachher Kerneval feiern«, kündigte Dustin Lohde augenzwinkernd an.

Sein Team hatte sich gegen einen guten Gegner aus Minden bis zum 21:20 (40.) schwer getan, dann aber mit Hartnäckigkeit und Entschlossenheit noch ein klares Plus herausgeworfen. Qualitäten, die laut Lohde die gesamte Saison geprägt haben: »Es war super, dass wir den Erfolg in eigener Halle perfekt machen konnten. Alle Beteiligten haben über Monate extrem viel investiert, der gesamte Alltag war nach Handball ausgerichtet. Wir haben uns durchgesetzt, obwohl wir – schon durch die Auslandsaufenthalte – wichtige Spielerinnen lange ersetzen mussten. Das hat die Mannschaft super kompensiert.«

Gegen Minden spielten: Marie Hasselfeldt; Sina Schäper (10/1), Luisa Reckordt (3), Maja Seelhöfer (1), Nora Biewald (3), Jette Hülsmann (1), Antonia Willich (2), Rabea Linkert (9), Melina Gerdes (4), Malin Börger (1), Larissa Vorjohann (3), Ma­ria Wöstmann.

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