Tennis-Regionalliga: Haller Damen feiern souveränen Auftaktsieg – Ernüchterung beim Herren-Team Und dann kommt auch noch Otte herein

Halle (WB). Gute Laune bei den Tennis-Damen des TC Blau-Weiß Halle, Ernüchterung beim Herren-Team. Der Auftakt der Regionalliga-Saison hätte für die beiden heimischen Teams nicht unterschiedlicher verlaufen können.

Von Stephan Arend
Gute Laune bei den Tennis-Damen: Halles langjährige Spielerin Christine Sperling, die nun in Wien arbeitet, freute sich mit ihrem Ex-Team über den Auftaktsieg – hinten von links: Derya Turhan, Catrin Levers, Anna-Lena Linden, Franziska Kommer, Lisa Halfmann, Luisa Meyer auf der Heide; vorne: Jainy Scheepens, Christine Sperling und Jaimy-Gayle Van de Wal.
Gute Laune bei den Tennis-Damen: Halles langjährige Spielerin Christine Sperling, die nun in Wien arbeitet, freute sich mit ihrem Ex-Team über den Auftaktsieg – hinten von links: Derya Turhan, Catrin Levers, Anna-Lena Linden, Franziska Kommer, Lisa Halfmann, Luisa Meyer auf der Heide; vorne: Jainy Scheepens, Christine Sperling und Jaimy-Gayle Van de Wal. Foto: Stephan Arend

Damen-Regionalliga: TC Blau-Weiß Halle - Kölner THC Stadion Rot-Weiß 5:4 (4:2) . Der Plan ist aufgegangen: Seit langer Zeit haben die Blau-Weißen endlich ein Auftaktmatch gewonnen. Und auch die einzelnen Partien verliefen so, wie es Teamchef Thorsten Liebich beim Blick auf die Aufstellung am Morgen vorhergesagt hatte: »Köln ist an eins und zwei sehr stark besetzt. Da wird es für uns schwer. Ich hoffe, dass wir die anderen vier Einzel gewinnen.« Diese Theorie setzten die Gastgeberinnen perfekt in die Praxis um. Allein Jainy Scheepens hatte anfangs Probleme mit den herbstlichen Bedingungen. Doch nach 0:2-Rückstand hatte sich die Holländerin an die Kälte, den böigen Wind und Regen gewöhnt und siegte ebenso in zwei Sätzen wie ihre souveränen Teamkolleginnen Luisa Meyer auf der Heide, Catrin Levers und Derya Turhan. Während Franziska Kommer an Position zwei nur kurzzeitig im zweiten Satz auf eine Wende hoffen durfte, drehte Jaimy-Gale Van de Wal nach 0:6-Ohrfeige das Spitzeneinzel und gewann Satz zwei. Die vorzeitige Entscheidung war ihr aber nicht vergönnt. Im Matchtiebreak lief Halles Nummer eins von Beginn an einem deutlichen Rückstand hinterher und hatte zudem bei einer falschen Schiedsrichter-Entscheidung Pech. Doch der Gesamtsieg wurde beim 4:2-Zwischenstand nur vertagt, denn das Duo Kommer/Levers ließ im zweiten Doppel nichts anbrennen und holte den fünften Punkt. Sonntag in Aachen kann Halle mit dem zweiten Sieg schon einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen.

Ergebnisse: Jaimy-Gayle Van de Wal - Despina Papamichail 0:6/6:2/2:10, Franziska Kommer - Oana Georgeta Simion 1:6/3:6, Jainy Scheepens - Malin Cubukcu 6:4/6:1, Luisa Meyer auf der Heide - Sabine Krause 6:1/6:3, Catrin Levers - Leonie Nutz 6:3/6:1, Derya Turhan - Sarah Braun 6:3/6:1; Van de Wal/Scheepens - Papamichail/Krause 3:6/6:7, Kommer/Levers - Cubukcu/Nutz 6:3/6:4, Meyer auf der Heide/Turhan - Simion/Braun 3:6/6:3/3:10.

Außerdem spielten: ETUF Essen - GW Aachen 6:3, Bredeney II - Deuten 4:5.

Herren-Regionalliga: Kölner THC Stadion Rot-Weiß II - TC Blau-Weiß Halle II 7:2 (4:2). Trotz guter Leistung ein ernüchternder Auftakt für die Blau-Weißen. »Anscheinend glauben alle, dass sie gegen uns die Punkte holen müssen«. Mannschaftsführer Christopher Koderisch bezeichnete die Aufstellung des Gegners als Wahnsinn: »Alles ehemalige oder aktuelle Topspieler. Die bieten ihre Ausländer auf und dann kommt plötzlich auch noch Oscar Otte zur Tür herein.« Otte ist Stammspieler der Kölner Erstliga-Mannschaft und die Nummer 183 der Weltrangliste. Halles Justin Eleveld hatte im Spitzeneinzel wie erwartet keine Chance. Fast alle anderen Partien standen auf des Messers Schneide. Doch in den sechs Matchtiebreaks setzten sich allein Lennart Zynga und Emanuel Fraitzl im Einzel durch. »Wir waren gegen diesen stark besetzten Gegner dran. Doppelt bitter, dass wir so hoch verlieren«, dachte Koderisch auch an das Matchverhältnis. Der Blick auf die anderen Ergebnisse und Aufstellungen sorgte am Abend keineswegs für bessere Laune. Vielmehr bestätigte sich die Prognose, dass die Regionalliga in dieser Saison so gut besetzt ist wie schon lange nicht mehr. »Bredeney zum Beispiel könnte mit der Aufstellung von Dienstag auch locker in der Bundesliga mithalten«, so Koderisch. Da am Ende der Saison die dicksten Brocken warten, ist Sonntag im ersten Heimspiel gegen Kaiserswerth ein Sieg fast schon Pflicht, um nicht frühzeitig ins Hintertreffen zu geraten.

Ergebnisse: Oscar Otte - Justin Eleveld 6:3/6:0, Jean-Marc Werner - Lennart Zynga 3:6/7:6/6:10, Filip Prpic - Christopher Koderisch 6:3/4:6/10:5, Marco Pedrini - Emanuel Fraitzl 6:1/2:6/4:10, Hazem Naow - Maximilian Friese 6:1/7:6, Yannick Stephan Born - Johannes Kolowrat 6:4/4:6/10:4; Prpic/Pedrini - Eleveld/Fraitzl 6:3/3:6/10:3, Otte/Born - Zynga/Friese 4:6/6:1/10:7, Werner/Naow - Koderisch/Kolowrat 6:2/6:1.

Außerdem spielten: Solingen - Bredeney 1:8, Hansa Dortmund - Marienburg 3:6, Kaiserswerth - Brühl 2:7.

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