Regionalliga: Tennispark Versmold wird hoch gehandelt Der etwas andere Neuling

Versmold (WB). Die Anlage am Caldenhofer Weg wird vergrößert, Tribünen werden gebaut, und die zuletzt so erfolgreiche Mannschaft ist noch einmal verstärkt worden. Die Konkurrenz hat den Neuling beim Kampf um einen Platz in der 2. Bundesliga auf der Rechnung.

Von Stephan Arend
Daniel Masur führt das Aufgebot des hoch gehandelten Regionalligisten Tennispark Versmold an.
Daniel Masur führt das Aufgebot des hoch gehandelten Regionalligisten Tennispark Versmold an. Foto: Camera4

»Wir sind kein typischer Regionalliga-Aufsteiger«, sagt Teamchef Karsten Wolf mit Blick auf die Mannschaftsmeldungen: »Wir setzen auf viele Deutsche und im weitesten Sinne auf Spieler aus der Region wie unsere Neuzugänge Marvin Netuschil und vor allem Michael Pille.« Andere Vereine hätten aufgrund der vielen gemeldeten Ausländer mehr Möglichkeiten: »Wenn sie aufsteigen wollen und ernst machen.«

Das Wort »Aufstieg« nimmt Wolf in Bezug auf seine Mannschaft nicht in den Mund. So stark die ersten sechs bzw. sieben Akteure sind – der kleine Kader (der dritte Neuzugang Elliot Carnello ist als »Backup« bei personellen Engpässen zu sehen) könnte mehrere Ausfälle kaum verkraften, zumal in Florian Stephan (Bruch des Schienbeinkopfes) ein zuverlässiger Punktesammler die gesamte Saison ausfällt.

Da auch Viktor Stjern am Sonntag zum Auftakt gegen Aachen wegen Rückenproblemen pausieren wird, ist man im Versmolder Lager froh, dass Tim van Rijthoven sein Debüt geben wird. Der Jungprofi zählte zu den weltbesten Junioren und hat sich in der Weltrangliste in kurzer Zeit auf Platz 391 gespielt. Allerdings werden die Zuschauer wohl allein am ersten Spieltag die Gelegenheit bekommen, das dynamische Ausnahmetalent »mit der coolen einhändigen Rückhand« (so Wolf) live zu sehen. Rijthoven ist nur für diese Partie vorgesehen.

Sollte wie geplant und erwartet Spitzenspieler Daniel Masur rechtzeitig von seiner Turnierreise aus China zurückkommen, dann wird der Neuling trotz der Ausfälle von Stephan und Stjern in Top-Besetzung antreten. »Können wir immer auf eine ähnlich starke Mannschaft setzen, dann müssen wir nicht nach unten schauen«, ist sich der Teamchef sicher. Und natürlich: »Sollten wir am Ende ganz oben stehen, dann sind wir glücklich und feiern.« Davon ausgehen könne man allerdings nicht: »In der Vergangenheit haben wir auch viel Glück gehabt, dass wir fast durchgehend mit unserer Top 6 antreten konnten.«

Spieler und Verantwortliche erhoffen sich nach dem Aufstieg eine größere Publikums-Resonanz als bisher, zumal einige Altersklassenteams des Vereins bereits samstags spielen. »Ein Michael Pille bringt eher Zuschauer mit als irgendein Kolumbianer«, ist Karsten Wolf überzeugt. Zudem werde in den sozialen Medien und mit Plakaten für die Heimspiele Werbung gemacht. Dass das brisante Altkreisderby gegen Halle II am letzten Spieltag und am Finalwochenende der Gerry Weber Open stattfindet, bedauert Karsten Wolf derzeit, weil dann für beide Teams die Saison längst gelaufen sein könnte. Doch andererseits: »Vielleicht geht es ja doch noch ums Ganze«, sagt der Teamchef, der das Wort »Aufstieg« erneut nicht benutzt...

Aufstellung: Daniel Masur, Tim van Rijthoven, Marvin Netuschil, Philipp Scholz, Michael Pille, Laurentiu Erlic, Viktor Stjern, Elliot Carnello, Erik Finkenbrink, Benjamin Fitzon.

Termine: 01.05. TC GW Aachen (H), 05.05. Marienburger SC (H), 08.05. TC BW Neuss II (A), 22.05. Bergheimer TC GW (A), 05.06. Kölner HTC BW (H), 12.06. RTHC B. Leverkusen (A), 19.06. BW Halle II (H).

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