FSV Gütersloh: Enge vor Comeback in 2. Liga – Lückel fehlt in Essen
Mit Kribbeln zum Totgesagten

Gütersloh (WB). Totgesagte leben länger: Die alte Weisheit wollen die Fußballerinnen des FSV Gütersloh in der 2. Bundesliga am Sonntag nicht unbedingt mit Leben füllen. Der Rangzwölfte (13 Punkte) spielt zum Pflichtspiel-Einstand von Trainer Steffen Enge beim von vielen schon für abgestiegen erklärten Letzten SGS Essen II (3). Ein klare Angelegenheit?

Freitag, 01.02.2019, 19:00 Uhr
Für Trainer Steffen Enge (53) steht mit dem FSV Gütersloh am Sonntag das Nachholspiel beim Zweitliga-Schlusslicht SGS Essen U20 an. Foto: Wolfgang Wotke

»Logisch, wenn man auf die Tabelle schaut, scheint die Sache schon im Vorfeld klar zu sein. Doch davor warne ich«, erklärt der 53-Jährige den Blick auf die Tabelle zum Trugschluss und die Essener Sargnägel für längst nicht versenkt. Der Berliner glaubt sogar, dass die Gastgeber der italienischen Ex-Nationalspielerin Laura Neboli (30) über die Jahreswende neue Hoffnung schöpften.

Essen hat die letzten drei Partien vor der Winterpause ausfallen lassen. Ich vermute eine gewisse Strategie dahinter.

Steffen Enge

»Essen hat die letzten drei Partien vor der Winterpause ausfallen lassen. Ich vermute eine gewisse Strategie dahinter, was für mein Empfinden ja auch nicht schlimm ist. So haben sie sich eventuell neu aufstellen und gewisse Dinge umfunktionieren können«, erklärt »der Büffel« vor der Nachholpartie des 12. Spieltages an der Ardelhütte, die um 14 Uhr angepfiffen wird.

Blümel, Lange, Wille kehren zurück: personelle Situation hat sich entspannt

Der A-Lizenz-Inhaber, der zwischen 2006 und 2008 die damaligen »FCG-Ladies« trainiert hatte, blickt seinem Liga-Comeback als Gütersloher Frauentrainer mit einem »positiven Magenkribbeln« entgegen. Das liegt auch daran, dass sich die personelle Situation gegenüber der Generalprobe gegen Regionalligist VfL Bochum (3:2) am vergangenen Mittwoch deutlich entschärft hat. Die grippekranken Charlotte Blümel und Pia Lange kehren ebenso zurück wie die zuletzt privat verhinderte Lia Colene Wille.

Doppelspitze Wolf/Ott ist im Angriff gesetzt

Als Alternativen stoßen Marie Schröder und Julia Gärtner ins Aufgebot des FSV, der in Essen im zuletzt erprobten 4-4-2-System beginnen wird. »Wir sind in der Mitte wieder tiefer eingerückt und sorgen mit zwei Sechsern für mehr Stabilität«, erklärt Enge, für den die Doppelspitze im Angriff mit Isabelle Wolf und Melanie Ott »gesetzt« und der Kampf um die Torhüter-Position zwischen Sarah Rolle und Manon Klett offen ist.

Abwehrchefin Lena Lückel muss Rotsperre absitzen

Schwer wiegt der Ausfall von Lena Lückel, die nach ihrer Roten Karte in Wolfsburg noch ein Spiel gesperrt ist. Zudem fehlen dem FSV Gütersloh am Sonntag im laut Geschäftsführer Michael Horstkötter »richtungsweisenden Spiel nach einer durchwachsenen Vorbereitung« noch die verletzten Anna Aehling, Pauline Berning und Marina Hermes.

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