Fünf Friedrichsdorfer feiern mit 30 Fans in Bielefelder Seidenstickerhalle
DM dröhnt: TuS erhöht Dezibel

Bielefeld  (WB). So grün wie der Court glänzt am Freitag auch die Fahne des TuS in der Bielefelder Seidenstickerhalle. »Man könnte sagen, das wir eine Friedrichsdorfer Feierwoche erleben«, freut sich Nils Rogge. Der 26-jährige Zollbeamte und vier weitere Badminton-Spieler aus »Tippe« haben die 67. Deutsche Meisterschaft direkt vor der Haustür als Heimspiel genussvoll zelebriert.

Freitag, 01.02.2019, 17:31 Uhr aktualisiert: 01.02.2019, 17:34 Uhr
Der 23-jährige Leonie Zuber vom TuS Friedrichsdorf (links) gelingt am Freitag in der Bielefelder Seidenstickerhalle an der Seite der Grande Dame des Bielefelder Badmintonsports, Nadine Rahmel (35), mit dem Erstrundensieg ein Achtungserfolg. Foto: Oliver Schwabe

Durch die Begleitung eines lautstarken, 30-köpfigen Fanklubs mit zwei Transparenten und besonderer Begeisterungsfähigkeit erreichen die Dezibel-Werte bei den jeweiligen Auftritten der fünf Friedrichsdorfer konstant höhere Werte im Hallenrund. »Die Familien und Freunde sind dabei gewesen. Einige haben sich extra Urlaub genommen. Dank ihnen war es bei unseren Spielen immer ein wenig lauter«, erklärt Rogge, dessen Verein am vergangenen Wochenende die Rückkehr in die Oberliga nach zwölf Jahren bejubelt hat.

Wir haben ein paar Minuten gebraucht, um uns an das Licht und die Hallenhöhe zu gewöhnen, dann war es okay.

Nils Rogge

Jetzt folgte der nächste Saisonhöhepunkt – die DM-Teilnahme von gleich fünf Friedrichsdorfern: Dank einer Wildcard kommen TuS-Teamkapitän Rogge und der 27-jährige Simon Klaß am Freitagvormittag als erstes in den Genuss ihres 24-minütigen Matches auf nationalem Parkett. Gegen das Bundesliga-Erfahrung aufweisende Doppel Hannes Gerberich/David Kramer (TSV Freystadt/SG Schorndorf) steht es am Ende 10:21, 13:21. »Wir haben ein paar Minuten gebraucht, um uns an das Licht und die Hallenhöhe zu gewöhnen, dann war es okay. Das Ergebnis sieht deutlicher aus als der wahre Spielverlauf«, spricht Rogge von zu vielen eigenen Fehlern und zu passiver Spielweise.

Steffen und Zuber – zwei TuS-Frauen sorgen für die Glanzstücke

Seiner Meinung nach liefern zwei Frauen des TuS die Glanzstücke aus heimischer Sicht: Die 20-jährige Studentin Sophie Steffen hat es bereits am Donnerstag in die zweite Runde geschafft, in der sie der an Nummer elf gesetzten Zweitligaspielerin Ann-Katrin Hippchen (1. BC Bischmisheim) mit 15:21, 16:21 unterliegt. »Das war ein starker Auftritt«, lobt Nils Rogge, der am Freitagnachmittag auf der Tribüne selbst Zeuge eines weiteren Highlights geworden ist.

Mit der Bielefelder »Grande Dame« in die zweite Runde

Der 23-jährige Leonie Zuber (TuS) gelingt an der Seite der Grande Dame des Bielefelder Badmintonsports, Nadine Rahmel (35) vom TuS Eintracht Bielefeld, eine kleine Überraschung. Das mit einer Wildcard ausgestattete Duo schlägt Nicole Bartsch/Maxi Stelzer (SV GutsMuths Jena/OTG Gera), die in der Regionalliga und 2. Liga unterwegs sind, in drei Sätzen mit 21:17, 24:26, 22:20. »Wir haben viel miteinander gesprochen. Bei uns hat dann auch viel geklappt«, sagte eine erschöpfte Zuber nach ihrer DM-Premiere. Für das heimische Gespann, das in der Verbandsliga gegeneinander antrat und zum zweiten Mal überhaupt gemeinsam auflief, war im Achtelfinale wenig später Schluss. Gegen die an Position 3/4 gesetzte Bundesligapaarung Annabella Jäger/Stine Küspert (TSV Freystadt/BW Wittorf) hieß es nach 19 Minuten 5:21, 14:21.

Mit Melina Orth, die sich wie Sophie Steffen über die »Westdeutschen« qualifiziert hat, wird auch die fünfte Friedrichsdorfer Figur frenetisch angefeuert. Im Damen-Doppel mit Elisa Spreemann (1. BV Lippstadt) unterliegt sie Anika Dörr/Franziska Volkmann (TV Refrath/Bischmisheim) mit 15:21, 7:21. Die gut Stimmung schmälert das aber keineswegs.

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