2. Bundesliga: FSV trennt sich von Arminia vor 371 Besuchern 1:1 Glücklicker Punkt für Gütersloh im OWL-Derby

Rheda-Wiedenbrück (WB). Ob der Frust bei Gästetrainer Markus Wuckel über den vergebenen Sieg im ostwestfälischen Derby der 2. Frauenfußball-Bundesliga so tief gesessen hat, dass er deshalb die anschließende Pressekonferenz nicht besucht hat, darüber lässt sich nur spekulieren. Fakt ist: Der FSV Gütersloh hat sich an Ostersonntag im Prestigeduell gegen Arminia Bielefeld beim 1:1 (1:0) einen äußerst schmeichelhaften Punkt erkämpft.

Von Christian Bröder
Die Gütersloherinnen Anna Aehling (von links) und Marina Hermes trennen sich an Ostersonntag vor 371 Zuschauern mit 1:1 von Maxine Birker und Arminia Bielefeld.
Die Gütersloherinnen Anna Aehling (von links) und Marina Hermes trennen sich an Ostersonntag vor 371 Zuschauern mit 1:1 von Maxine Birker und Arminia Bielefeld. Foto: Henrik Martinschledde

Das lässt allein ein Blick auf die Statistik erahnen, die am Ende der Partie vor 371 Zuschauern in der Tönnies-Arena ein deutliches Chancenplus von 9:2 (5:1) Möglichkeiten für den DSC ausweist. Zweimal klärt der Gastgeber auf der Torlinie, zweimal rettet Aluminium!

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Für uns ist das heute eher ein glücklicher Punkt, für die Bielefelderinnen sind es zwei verlorene Zähler.

Markus Graskamp

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Das erklärt, weshalb FSV-Trainer Markus Graskamp am Ende bilanziert: »Für uns ist das heute eher ein glücklicher Punkt, für die Bielefelderinnen sind es zwei verlorene Zähler.« Der 47-Jährige schickt seine Elf in einem 5-4-1-System ins Rennen, um so »die Kompaktheit von Wolfsburg wiederzufinden«. Bei der Reserve von Bundesligist VfL hatte seine Team zuletzt ein 0:0 erkämpft.

Birgitta Schmücker köpft den FSV in Front

Im Ostwestfalen-Derby bringt Birgitta Schmücker die Gütersloherinnen mit 1:0 in Führung (10.), nachdem sie einem Freistoß von Melanie Ott mit dem Scheitel die entscheidende Richtungsänderung ins lange Eck des von Ex-Gütersloherin Vivien Brandt gehüteten Bielefelder Tores gibt. Insgesamt sechs frühere FSV-Spielerinnen stehen in Arminias Startaufgebot. Darunter auch Laura Liedmeier, deren Kopfball von Marina Hermes gerade noch von der Linie gekratzt wird (38.).

Toptorjägerin Sarah Grünheid gelingt beim 1:1 der 16. Saisontreffer

Auch nach dem Seitenwechsel gibt es wenig Entlastung für die Gastgeberinnen. Die Folge: Zunächst trifft Ex-Gütersloherin Sarah Grünheid die Latte (53.), dann erzielt die Liga-Toptorjägerin unter tatkräftiger Mithilfe der FSV-Abwehr mit dem 1:1 (56.) ihren 16. Saisontreffer. Auf Gütersloher Seite behindern sich Junioren-Nationalspielerin Anna Aehling und Spielführerin Marina Hermes beim Gegentor gegenseitig. In der Schlussphase verflacht die Partie zunehmend. Spektakulär gestaltet sich jedoch noch eine Rettungstat: FSV-Torschützin Birgitta Schmücker schlägt im Fallen den Ball vor Arminias Grünheid von der Torlinie (75.).

Gütersloh liegt in der Tabelle drei Punkte hinter Cloppenburg und Arminia

»Uns hat das nötige Glück im Abschluss gefehlt. In der Tabelle ist das Unentschieden für die Gütersloher aber schlimmer als für uns«, erklärt Arminias Stürmerin Sarah Grünheid. Vor der Länderspielpause am kommenden Wochenende bleibt der FSV Gütersloh durch das 1:1 mit 26 Punkten auf Relegationsrang sieben, während davor BV Cloppenburg (29 Punkte, 3:1 in Herford) und Arminia (29) liegen. »Der Punkt ist nicht gut, aber wir können damit leben«, erklärt FSV-Geschäftsführer Michael Horstkötter.

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