FCG kann mit dem Remis gegen Asamoahs Schalker aber gut leben Zwei Schröder-Tore zu wenig

Gütersloh (WB). Ein aufopferungsvoll kämpfender FC Gütersloh hat der hoch gehandelten U23 des FC Schalke 04 am Donnerstagabend einen Punkt abgeknöpft. Vor 312 Zuschauern im Heidewald ging der Fußball-Oberligist zwar zweimal durch Lars Schröder in Führung, konnte am Ende mit dem 2:2 (1:1) aber gut leben.

Von Dirk Heidemann
Lars Schröder bringt den FC Gütersloh am Donnerstagabend zweimal in Führung, hier sein Treffer zum 1:0, doch am Ende reicht es nicht zum zweiten Saison-Heimsieg. Der Fußball-Oberligist kann mit dem 2:2 gegen die U23 des FC Schalke 04 dennoch gut leben.
Lars Schröder bringt den FC Gütersloh am Donnerstagabend zweimal in Führung, hier sein Treffer zum 1:0, doch am Ende reicht es nicht zum zweiten Saison-Heimsieg. Der Fußball-Oberligist kann mit dem 2:2 gegen die U23 des FC Schalke 04 dennoch gut leben. Foto: Carsten Borgmeier

»Das war A-Jugend und kein Männerfußball. Wir haben immer noch nicht kapiert, wie man in der Oberliga und speziell hier in Gütersloh auftreten muss«, schimpfte S04-Trainer Onur Cinel nach den 93 Minuten. Ein gutes Zeichen für den FC Gütersloh, der offenbar vieles richtig gemacht hatte. »Wir haben ein gutes Spiel absolviert. Die Mannschaft hat sich toll präsentiert«, zeigte sich FCG-Coach Fatmir Vata entsprechend zufrieden.

Beinahe hätte sein in der letzten Viertelstunde auf dem Zahnfleisch kriechendes Team sogar den zweiten Saison-Heimsieg über die Ziellinie gerettet. Doch als Muhamed Alawie in der 84. Minute den Ball durch die Beine von Simon Schubert schob, stand Shkemb Miftari plötzlich völlig frei vor FCG-Torhüter Jonas Brammen und schob zum 2:2 ein. »Beide Gegentore fallen durch die Mitte. Das ärgert mich, denn da ist unsere Stärke«, haderte Fatmir Vata auch mit der Entstehung des Treffers zum 1:1 (42.) durch Patryk Dragon, der Schubert und Denis Kina mit einer simplen Körpertäuschung aussteigen ließ und von der Strafraumgrenze abzog.

Auf Gütersloher Seite zeigte Lars Schröder, der sich eigentlich zu schlapp fühlte und lieber auf der Bank Platz nehmen wollte, einmal mehr, wie wichtig er für den FC Gütersloh ist. Klasse, wie er einen tollen Pass des starken Muhammed Bulut per Flachschuss zur 1:0-Führung (32.) in die kurze Ecke knallte. Perfekt sein Timing vor dem 2:1 (60.), als er nach einer Ecke von Bulut hochstieg und den Ball direkt unter die Latte köpfte – der auf der Linie postierte Arnold Budimbu war mit seinen 1,78 Metern Körpergröße einfach zu klein, um den Gegentreffer zu verhindern.

Der Rest war in einer ordentlichen Oberligapartie viel Maloche von Gütersloher Seite und zu wenig spielerische Elemente der enttäuschenden Gäste. »Schade, dass wir trotz zweimaliger Führung nicht gewonnen haben. Aber Schalke hatte kaum Chancen, weil wir die Räume eng gemacht und sie oft zu langen Bällen gezwungen haben«, sagte Fatmir Vata. Nach diesem Teilerfolg steht für den FCG am Ostermontag bereits die nächste Partie an. Dann geht es zur von Christian Knappmann trainierten Westfalia nach Herne.

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