Hallenfußball: SV Spexard ist Gütersloher Stadtmeister – Tumulte im Gruppenspiel »Spechte« feiern fünften Titel

Gütersloh (WB). Der Stadtmeisterpokal 2018 im Hallenfußball schmückt nun den Trophäenschrank des SV Spexard: Im Finale hat der Westfalenligist den Vorjahres-Champion Gütersloher TV mit 2:0 besiegt. »Anfangs lief es noch nicht so richtig. Doch dann haben wir uns von Spiel zu Spiel gesteigert«, freut sich der für das Team zuständige Charbel Abdullahat über den fünften SVS-Sieg im 1987 eingeführten Wettbewerb und 1000 Euro. 

Von Uwe Caspar
Jubelnde »Spechte«: Der SV Spexard bezwingt im Finale der Stadtmeisterschaft den Gütersloher TV mit 2:1 und kassiert die Siegerprämie in Höhe von 1000 Euro. »Von dem Geld finanzieren wir heute Abend ein gemeinsames Essen. Der Rest kommt in die Mannschaftskasse«, erklärt Trainer Charbel Abdullahat.
Jubelnde »Spechte«: Der SV Spexard bezwingt im Finale der Stadtmeisterschaft den Gütersloher TV mit 2:1 und kassiert die Siegerprämie in Höhe von 1000 Euro. »Von dem Geld finanzieren wir heute Abend ein gemeinsames Essen. Der Rest kommt in die Mannschaftskasse«, erklärt Trainer Charbel Abdullahat. Foto: Wolfgang Wotke

Maximilian Dinter (5.) und Oguzhan Topalca (10.) hämmern mit ihren Toren die »Spechte» zum Triumph, der Anschlusstreffer von Alen Lizalovic (13.+2) fällt in der Schlussminute – zu spät also. »Spexard hat ohne Frage verdient gewonnen und unseren kleinen Fehler bestraft. Doch als Kreisligist haben wir uns im Endspiel gut verkauft«, kann sich GTV-Trainer Jakob Bulut auch mit Platz zwei arrangieren.

Ein Teil der 500 Euro für GTV-Reisende aus Jena und Mannheim

Das Trostpflaster: immerhin 500 Euro. Mit einem Teil der Prämie beteiligt sich die Mannschaft an den Zugtickets von Eric Haselier und Kai Lamkemeier, die extra aus Jena und Mannheim angereist sind. Haselier indes scheidet schon in der Vorrunde mit einer schweren Verletzung aus: »Ich befürchte, es ist ein Bänderriss!«

Spexard kann sich im letzten Match der Gruppe B mit einem 4:3 gegen die Aramäer für das Halbfinale gegen Türkgücü qualifizieren und kegelt somit den FC Gütersloh raus. Der Oberligist leistet sich eine 0:6-Klatsche gegen die bärenstarken Aramäer.

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Das durften wir auf uns nicht sitzen lassen. Ich habe daraufhin in der Kabine eine Ansprache halten müssen, damit wir wenigstens unsere Ehre retten.

Marc Hunt

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»Das durften wir auf uns nicht sitzen lassen. Ich habe daraufhin in der Kabine eine Ansprache halten müssen, damit wir wenigstens unsere Ehre retten«, erzählt Marc Hunt, der Hallencoach des FCG. Mit dem 10:2 gegen SC Blankenhagen gelingt dann auch die Rehabilitation.

Zweimal Rot – Faustschlag und Beleidigung

Hoch her geht’s beim brisanten Duell zwischen Türkgücü und Tur Abdin in der Gruppe A: Tumulte und Handgreiflichkeiten in der Schlussphase, die Schiedsrichter Markus Cinar und Benno Verhaag eilen ihrem Kollegen Martin Gratzla zur Hilfe. Der zieht zweimal die Rote Karte: für Tur-Kicker Patrick Benjamin (Faustschlag) und für den sich in das Gerangel einmischenden Türkgücü-Akteur Schekri Ekin (Schiri-Beleidigung).

Ordner verhindern Spielabbruch

Einen drohenden Spielabbruch verhindern auch die vom Ausrichter Suryoye eingreifenden Ordner, die die erhitzten Gemüter schließlich beruhigen können. »Danach haben sich aber alle wieder die Hand gegeben«, kann Tayfun Tayanc, Türkgücüs Coach, von einem versöhnlichen Ende berichten.

Im Halbfinale unterliegen seine Schützlinge dem SV Spexard nach 1:o-Führung (Tor: Tayfun Avan) noch mit 1:3. Erst in den letzten 60 Sekunden sorgen Steffen Brück (erzielt zuvor das 1:1) und Ilja Nepke mit ihrem Doppelschlag für die Entscheidung. »Ich bin trotzdem unglaublich stolz auf meine Jungs, die heute eine Klasseleistung geboten haben«, lobt Tayanc.

Zufrieden mit der Gesamtvorstellung der Seinen zeigt sich auch Görges Keles, wenngleich sich der Aramäer-Trainer den Titel »als Krönung unseres tollen Auftritts« gewünscht hätte. Im zweiten Halbfinale verlieren die Keles-Kicker knapp mit 1:2 gegen den GTV, den Daniel Uhr und Kai Lamkemeier in Führung bringen, Marvin Ceglarek verkürzt via Neunmeter.

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