Gütersloher Eistänzerin Katharina Müller hofft auf Teilnahme an Olympia 2018 Ein Lächeln für Pyeongchang

Gütersloh (WB). Ihr Studium auf Lehramt an der Universität Bochum ruht derzeit. Denn der Fokus der Gütersloher Eiskunsttänzerin Katharina Müller ist ganz auf ihren Sport gerichtet. Mit der Qualifikation für die Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang würde für sie und ihren Dortmunder Partner Tim Dieck ein großer Traum in Erfüllung gehen. Doch den Weg nach Südkorea könnten ihnen ihre starken Rivalen Kavita Lorenz und Panagiotis Polizoakis verbauen.

Von Uwe Caspar
Ausdrucksvolles Paar: Die Gütersloher Eiskunstläufer Katharina Müller und Partner Tim Dieck (Dortmund) bei ihrem Auftritt in Warschau im Rahmen der Olympia-Qualifikation.
Ausdrucksvolles Paar: Die Gütersloher Eiskunstläufer Katharina Müller und Partner Tim Dieck (Dortmund) bei ihrem Auftritt in Warschau im Rahmen der Olympia-Qualifikation. Foto: dpa

Nach drei Qualifikations-Wettbewerben (in Minsk, Warschau und Zagreb) liegt das Oberstdorfer Paar knapp mit elf Punkten vor Müller/Dieck. So geht es bei den an diesem Wochenende in Frankfurt stattfindenden 118. Deutschen Meisterschaften nicht nur um den Titel, sondern auch um das begehrte Olympia-Ticket im Eistanzen. »Wir waren im Sommer zwei Monate in Detroit, um unser neues Programm zu perfektionieren«, berichtet Katharina. Die neue Kür des Duos lehnt an die Musical-Lovestory »Bodyguard« an – mit Balladen von Whitney Houston.

Den USA-Aufenthalt mussten die Gütersloherin und ihr ein Jahr jüngerer Partner fast komplett aus eigener Tasche finanzieren. »Es ist schwierig, für unsere Randsportart Sponsoren zu finden«, weiß die 22-Jährige. Immerhin verfügt Dieck als Soldat der Sportkompanie über ein festes Einkommen. Während seiner Grundausbildung jedoch musste das Paar das gemeinsame Übungspensum vorübergehend einschränken. »Wir konnten in der Zeit nur am Wochenende intensiv trainieren«, erzählt die attraktive Eistänzerin. Bei der DM 2017 reichte es für Katharina und Tim »nur« zu Platz zwei. Auf dem Podest ganz oben standen ihre Widersacher Lorenz/Polizoakis. Eines steht fest: Wollen Müller/Dieck das Olympia-Ticket noch lösen, müssen sie in Frankfurt gewinnen.

Allerdings gibt es eine zweite Chance: Katharina und Tim können noch mit der deutschen Mannschaft die Reise nach Südkorea antreten. In der Qualifikation für den Olympischen Teamwettbewerb liegt Deutschland momentan auf Rang acht – zehn Länder dürfen in Pyeongchang starten. »Auch wenn es nicht klappen sollte, machen wir weiter«, plant Katharina schon für Olympia 2022. Ein Highlight in diesem Jahr war für sie die Teilnahme an der Universiade in Almaty (Kasachstan), wo das Gespann Platz vier belegte und sich vor 12.000 Zuschauern präsentieren durfte. »Wenn ich an Almaty denke, kriege ich immer noch eine Gänsehaut«, zeigt sich die Hobby-Malerin beeindruckt.

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