FCG-Präsident Andre Niermann nach Gesprächen zuversichtlich »Die Stamm-Elfwill weitermachen«

Gütersloh (WB). Die Wahrscheinlichkeit, dass der FC Gütersloh auch in der kommenden Saison in der Fußball-Oberliga spielen wird, ist relativ hoch. Zeit also für Präsident Andre Niermann, die Personalplanungen voranzutreiben.

Von Dirk Heidemann
Andre Niermann blickt vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Trotz eines noch einmal reduzierten Etats will ein Großteil des aktuellen Kaders weiter beim FC Gütersloh spielen.
Andre Niermann blickt vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Trotz eines noch einmal reduzierten Etats will ein Großteil des aktuellen Kaders weiter beim FC Gütersloh spielen. Foto: Felix Bröker

Noch hat zwar kein einziger FCG-Spieler einen Vertrag für die Serie 2016/17 unterzeichnet, nach ersten Gesprächen mit der Mannschaft am Donnerstag ist Niermann allerdings zuversichtlich, dass dem neuen Trainer Fatmir Vata eine schlagkräftige Truppe zur Verfügung gestellt werden kann. »Die Stamm-Elf hat mir zugesagt, dass sie weitermachen und in dieser Konstellation als Team für den FC Gütersloh Fußball spielen will«, sagte Niermann am Freitag gegenüber dieser Zeitung. Dass der Etat noch einmal reduziert werden muss und die Gehaltszahlungen in diesem Jahr »etwas schleppend« (Niermann) laufen, scheint sich demnach nicht negativ auszuwirken. Bis auf Marc Birkenhake, Waldemar Jurez und Ufuk Basdas, die ihren Abschied bereits angekündigt haben, soll das Gros des Kaders zusammengehalten werden. »Im Etat der kommenden Spielzeit ist noch eine Lücke, die aber deutlich kleiner ist als das Loch von 70 000 Euro, das wir in diesem Jahr stopfen mussten«, erklärt der Vereinsvorsitzende, der sich wünscht »einmal ganz oben mitspielen« zu können.

1915 Zuschauer in sechs Partien sind 1085 zu wenig

Hinsichtlich der Finanzierung der aktuellen Saison sieht Andre Niermann keinerlei Probleme. »Haben wir im März Insolvenz angemeldet? Nein! Und jetzt sind wir schon im Mai«, so der Präsident, der auf der Jahreshauptversammlung im Dezember von den Mitgliedern gefordert hatte, ihm pro Heimspiel mindestens 500 Zuschauer in das Heidewaldstadion zu bringen. »Davon habe ich mich mittlerweile verabschiedet«, sagt Niermann. 1915 Zuschauer (Schnitt 319) kamen in den bisherigen sechs Partien – 1085 zu wenig. »Das Defizit konnten wir durch höhere Sponsoreneinnahmen ausgleichen«, so der FCG-Präsident, der kurz vor dem Abschluss mit einer Medienagentur steht, die die komplette Vermarktung des Vereins einschließlich des im Grunde brach liegenden Internet-Auftritts (»Die Homepage existiert derzeit nur provisorisch«) übernehmen wird.

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Wenn wir beide auf Distanz halten, bleiben wir auch in der Oberliga.

FCG-Trainer Heiko Bonan

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Sportlich verschlägt es den FCG an diesem Samstag zum SC Roland Beckum. »Man muss ehrlich sein: Auf ihrem Kunstrasen sind sie richtig stark. Das ist nicht vergleichbar mit dem Hinspiel«, erinnert Trainer Heiko Bonan an den 5:2-Erfolg im Nachholspiel vor gerade einmal dreieinhalb Wochen. Samy Benmbarek (fünfte Gelbe Karte) und Waldemar Jurez (verletzt) werden fehlen, Lars Beuckmann sowie Marc Birkenhake haben zuletzt nicht trainiert. »Wir müssen defensiv gut stehen und lange die Null halten. Dann werden wir unsere Konterchancen bekommen«, sagt Heiko Bonan, der bereits die nächsten, weil wichtigeren Aufgaben gegen Liga-Schlusslicht SV Zweckel (Mittwoch) und den Vorletzten SV Schermbeck (Sonntag) im Blick hat: »Wenn wir beide auf Distanz halten, bleiben wir auch in der Oberliga.«

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