TTC Gütersloh spielt mit drei Seniorenteams in der Westfalenliga – Neuzugang Uhrmeister verkauft Uhren Schläger wirbeln im Stadtpark

Kreis Gütersloh (WB). Es ist ein kurzes Gastspiel im Stadtpark gewesen. Nach nur einer Saison hat sich der in Mastholte lebende Südafrikaner Neil Smith schon wieder von den Herren 40 des TTC Gütersloh verabschiedet. Die Tennis-Senioren schlagen erneut in der Westfalenliga auf.

Von Uwe Caspar
Ohne Neil Smith (Zweiter von links) gehen die Herren 40 des TTC Gütersloh in die Sommersaison, ansonsten ist der Westfalenligist komplett geblieben. Für den TTC schlagen auf (von links): Olaf Altenkort, Holger Sievers, Werner Löher, Rainer Löher, Herwart Greweling, Stephan Achtereekte, Ludwig Manss und Jose Carneiro-Saraiva.
Ohne Neil Smith (Zweiter von links) gehen die Herren 40 des TTC Gütersloh in die Sommersaison, ansonsten ist der Westfalenligist komplett geblieben. Für den TTC schlagen auf (von links): Olaf Altenkort, Holger Sievers, Werner Löher, Rainer Löher, Herwart Greweling, Stephan Achtereekte, Ludwig Manss und Jose Carneiro-Saraiva. Foto: Uwe Caspar

»Neil spielt jetzt für den Regionalligisten Bonn-Beuel, wo er auch Geld verdienen kann. Sei’s drum – er war uns sowieso nur zugeflogen«, nimmt Ludwig »Luggi« Manss den Abflug der ehemaligen Nummer eins gelassen hin. Ärgerlich nur: Smith teilte seinen Vereinswechsel erst Anfang des Jahres mit. Für den TTC ein zu später Zeitpunkt, um noch reagieren zu können. »So hatten wir keine Chance mehr, für Neil gleichwertigen Ersatz zu verpflichten«, bedauert Luggi Manss.

Einen Neuzugang hat es doch gegeben: Erstmals gehört Lars Uhrmeister, der vor drei Jahren mit den Herren des TC Emspark in die OWL-Liga aufgestiegen ist, zum Aufgebot der Gütersloher »40er«. Passend zu seinem Namen verkauft Uhrmeister Chronometer – er betreibt in Rheda-Wiedenbrück ein Juwelier- und Uhrengeschäft. Für einen Akteur scheint die Zeit auf dem Tennisplatz abgelaufen zu sein, wenngleich sein Name immer noch in der Aufstellung auftaucht: Wegen permanenter Knieprobleme plant der TTC nicht mehr mit Vereinspräsident Ralf Bierfischer. Auch der in der Liste erscheinende Holländer Hans-Eric Zwaagstra spielt aufgrund seiner Arthrose keine Rolle mehr – er wird quasi als Karteileiche geführt. »In diesem Sommer geht es für uns wieder nur um den Klassenerhalt«, formuliert Manss das Saisonziel.

GTC-Herren 40

Auch die Herren 40 des Gütersloher TC Rot-Weiß müssen einen herben Verlust kompensieren: Mit Klaus Acker, der im vergangenen Jahr keines seiner Matches verlor, hat die Nummer zwei den Klub an der Fröbelstraße verlassen. Acker ist zum TC Oelde zurückgekehrt und wird dort das TCO-Regionalligateam verstärken. Weil mit dem Einsatz des an eins gesetzten Spanier Isidro Llyedo-Boyer nur sporadisch zu rechnen ist und sein Landsmann Jorge Tagliaferro Newton wahrscheinlich kein einziges Mal für den GTC zum Schläger greifen wird, stehen die Rot-Weißen vor einer verflixt schweren Serie. »Nicht ausgeschlossen, dass wir absteigen«, unkt GTC-Oldie Michael Amtenbrink. Auch wenn für diese Altersklasse die Saison erst am 7. Mai beginnt, wird Isidro Llyedo dann noch nicht aus Kroatien zurück sein: Der Spanier nimmt dort an der Senioren-Weltmeisterschaft teil.

TTC-Damen 40

Mit der zur Gütersloher SV Arminia gewechselten Simone Blomberg haben die Stadtpark-Ladies ihre Spitzenspielerin verloren. »Mehr als der Klassenerhalt ist deshalb in der Westfalenliga für uns nicht drin«, gibt sich Simone Wickord vor dem Meisterschaftsauftakt gegen TV Warendorf keinen Illusionen hin. Zumal vier Damen der ersten sechs schon 50 Jahre und älter sind: Anja Haselier (50), Monika Peters (55), Andrea Sonnabend (52) und Corinna Meier (52). Dafür können sie gegen die zumeist jüngeren Konkurrentinnen ihre ganze Erfahrung in die Waagschale werfen – auch Routine bringt Siege.

TTC-Herren 30

Personell unverändert geht der Westfalenligist in die neue Spielzeit. »Wir hoffen, dass wir auch diesmal die Liga halten können«, erklärt Sebastian Hollmann. Bis auf ihren aus Moskau stammenden Topmann Eduard Bermann (36), der sich in Deutschland selbstständig gemacht hat, könnte der Rest altersmäßig schon bei den Herren 40 mitmischen – was natürlich niemand vorhat. »Wir sind ein eingeschworener Haufen, verstehen uns auch privat prima«, berichtet Steuerberater Hollmann. So fuhr das Kumpelteam fast komplett ins Salzburger Land zu einer fünftägigen Trainingsklausur: Letzter Feinschliff am »Wilden Kaiser«.

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