Luisenturmlauf: 962 Teilnehmer im Ziel belohnen Ausrichter LC Solbad für schwierige Vorbereitung
Sportliches Hoch fegt Sturmtief-Sorgen weg

Borgholzhausen (WB). Sturmböen, Unwetterwarnung fürs Wochenende – Organisatoren und zahlreiche Helfer aus den Reihen von Ausrichter LC Solbad Ravensberg haben tagelang gebangt, ob der Luisenturmlauf wie geplant über die Bühne gehen würde. Doch die 46. Auflage der Großveranstaltung hat der Serie von Tiefdruckgebieten ein sportliches Hoch entgegengesetzt: 962 Teilnehmer im Ziel, eine für die schwierigen Bedingungen bestens präparierte Strecke und starke Leistungen an der Spitze.

Montag, 02.03.2020, 01:30 Uhr aktualisiert: 02.03.2020, 05:02 Uhr
Bunter Läuferwurm im matschigen Borgholzhausener Wald: Beim Luisenturmlauf sind am Sonntag 962 Läuferinnen und Läufer ins Ziel gekommen. Foto: Sören Voss

Luisenturmlauf in Borgholzhausen

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„Ich habe heute zu Cross-Schuhen gegriffen, aber das wäre gar nicht nötig gewesen. Die Strecke war sehr gut zu belaufen.“ Elias Sansar ist im Ziel mit seinem ersten Wettkampf nach der Rückkehr von der LG Lage-Detmold-Bad Salzuflen zum TuS Eintracht Bielefeld rundum zufrieden: Nachdem ihm 2019 der international erprobte Benedikt Hoffmann den Sieg im Halbmarathon weggeschnappt hat, knüpft der zwölffache Hermannslauf-Sieger an seine Piumer Erfolgsserie von 2014 bis ‘18 an. „Ich wollte eine 1:17er-Zeit laufen, das habe ich geschafft. In den nächsten drei, vier Wochen muss ich noch an meiner Grundschnelligkeit arbeiten“, sagt der in die M40 aufgerückte Dauerbrenner, der natürlich Ende April wieder den „Hermann“ als Ziel nennt.

Hochzufrieden kommentiert auch Marius Güths (SV Brackwede) seinen zweiten Platz, gut zwei Minuten hinter Sansar: „Meine Form ist gegenüber dem Weihnachtscrosslauf deutlich besser geworden. Ich bin froh, dass ich heute vor Nils Pöhlker in Ziel gekommen bin.“ Pöhlker (TSVE Bielefeld), am dritten Advent noch Sieger in Pium, holt sich Rang drei.

Eine Klasse für sich ist bei den Frauen Michelle Rannacher (DJK Gütersloh): Obwohl die Hermannslauf-Erste von 2019 diese Saison aus beruflichen und privaten Gründen im Training erheblich kürzer tritt, siegt sie mit 5:36 Minuten Vorsprung auf Böckstiegellauf-Gewinnerin Anika Fels (LG Coesfeld). Nur eine Woche nach ihrem Sieg beim sturmgepeitschten Schlechtwetter-Halbmarathon in Hamm gewinnt die 25-Jährige auch auf dem bergigen Kurs im Teuto: „Ich musste heute erst mal wach und warm werden. Aber ab Kilometer acht lief es richtig gut.“ Rannachers ungewöhnliches Rezept: „Ich mache bewusst viele Wettkämpfe, um meine Form zu halten, weil ich zurzeit unter der Woche oft nur einmal zum Laufen komme.“

Öfter trainiert Tobias Eßbach: Der Steinhagener im Dress der SV Brackwede gewinnt nach den Plätzen drei und zwei in den Jahren zuvor erstmals über die Kurzstrecke (12 km). Aus beruflichen Gründen lebt er mit seiner Freundin Nina Haase (viertschnellste Frau) inzwischen in Düsseldorf, trainiert aber nach Plänen von Jens Flaßbeck (SVB) offenbar sehr effektiv: „Meine Grundschnelligkeit hat sich deutlich verbessert.“ Nach einigen vergeblichen Anläufen auf eine begehrte Schallmauer ist er für den Hermannslauf jetzt zuversichtlich: „Ich will diesmal die Zwei-Stunden-Grenze unterbieten.“ Während Lokalmatador Daniel Knoepke hinter Eßbach auf Rang zwei läuft, kommt Triathletin Mareike Walkenhorst (TSVE Bielefeld) als erste Frau ins Ziel. In Zielnähe spendet Ingmar Lundström in Zivil mit wehmütigem Blick Applaus. Den Rekordsieger über die Piumer 12-km-Strecke hat eine Erkältung matt gesetzt: „Zum ersten Mal seit 23 Jahren kann ich bei meinem Lieblingslauf nicht starten - aber es hätte keinen Zweck gehabt“, bedauert der Isselhorster.

Schnellster Halbmarathonläufer aus dem Altkreis ist André Kluge (10. und 4. M40/1:25:48), ehemaliger Basketballer des TV Jahn Borgholzhausen, dicht gefolgt von TSV Amshausens Ü32-Fußballer Benjamin Zingler (11. und 3. M35/1:26:01). In der extrem stark besetzten Altersklasse M50 sind die Plätze hinter dem Gesamtvierten Volkmar Rolfes (TuS Eintracht/1:21:24) hart umkämpft. In seinem ersten ernsthaften Wettkampf seit einer Verletzung im September 2018 holt sich Dirk Strothmann (LC Solbad) Gesamtrang 13 und Platz drei der M50, die ein Drittel der Platzierten unter den schnellsten 21 Männern stellt.

Die Podestplätze über beide Strecken – Halbmarathon Männer: 1. (1. M40) Elias Sansar (TuS Eintracht) 1:17:27, 2. (1. M20) Marius Güths (SV Brackwede) 1:19:40, 3. (2. M40) Nils Pöhlker (TSVE) 1:20:12; Frauen: 1. (1. W20) Michelle Rannacher (DJK Gütersloh) 1:2249, 2. (2. W20) Anika Fels (LG Coesfeld) 1:28:25, 3. (3. W20) Jessica Volkmann (Bielefeld) 1:29:43. – 12 km Männer: 1. (1. M30) Tobias Eßbach (SV Brackwede) 44:02, 2. (1. M35) Daniel Knoepke (LC Solbad) 45:18, 3. (2. M30) Pascal Aschmann (Active Sportshop) 46:09; Frauen: 1. (1. W30) Mareike Walkenhorst (TSVE) 52:40, 2. (1. W20) Lea Bergmann (SVB) 53:19, 3. (2. W20) Ann-Christin Opitz (SC Melle 03) 53:24.

Alle Ergebnisse im Internet: www.ttjnet.de

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