Weihnachtscross des LC Solbad wird am Sonntag eine besondere Herausforderung Harter Laufspaß auf Schnee oder Matsch

Borgholzhausen  (WB/hn/guf). Als Waldarbeiter betätigen sich in diesen Tagen die freiwilligen Helfer des LC Solbad Ravensberg. Vor dem Weihnachtscross am Sonntag durch den Teuto sind die Veranstalter im Dauereinsatz, um die vereiste, verschneite und unter Wasser stehende Piste lauffertig zu machen.

Egal, ob es auch in den nächsten Tagen noch schneit – matschig wird es am Sonntag beim Weihnachtscrosslauf des LC Solbad auf jeden Fall.
Egal, ob es auch in den nächsten Tagen noch schneit – matschig wird es am Sonntag beim Weihnachtscrosslauf des LC Solbad auf jeden Fall. Foto: Sören Voss/Archiv

»Es ist und bleibt ein Crosslauf«, erinnert Sabine Lünstroth daran, dass es bei der Tempohatz über Stock und Stein natürlich keinen »Laufteppich« geben wird. Den fast 1000 Läufern will der Verein in den vier Disziplinen dennoch bestmögliche Bedingungen bieten. Das gilt für den 16-Kilometer Hauptlauf (zugleich Wettbewerb der Cross-Serie), die kleine Bergrunde über zehn Kilometer, den 5-km-Schüler-Jedermann und für die 7,5-km-Strecke der Walker.

»Das Teilnehmerfeld ist fast komplett«, verweist Lünstroth auf den trotz des Wintereinbruchs ungebrochenen Andrang. Einige wenige Plätze sind für Nachmelder noch frei. Ein Name wird seit seinem vorjährigen Überraschungsauftritt und ungefährdetem Sieg im vergangenen Jahr dieses Mal defensiv gehandelt. Amanal Petros (SV Brackwede) lief 2016 mit dem frisch errungen vierten Platz bei der Europameisterschaft im Rücken bei seinem »Lustlauf« in Pium beschwingt zu einer Zielzeit von 52:53 Minuten.

Ob der DLV-Kader-Athlet nach dem enttäuschenden Abschneiden beim letzten EM-Lauf als U-23-Läufer in Šamorín (Slowakei) am Wochenende in Borgholzhausen einen »Frust-Lauf« hat, das ist fraglich. »Ihm wird das Risiko zu hoch sein«, mutmaßt Lünstroth. Denn Petros wird Anfang Januar mit dem Topteam des Deutschen Leichtathletik-Verbandes in ein vierwöchiges pulstreibendes Höhentrainingslager nach Iten (Kenia) ziehen, um sich für höhere Aufgaben fit zu machen.

»Seit Einführung der Cup-Wertung ist das mit den Meldungen ein Lotteriespiel«, erklärt Sabine Lünstroth. Da jeder Läufer, der in die Cupwertung kommen möchte, ein Streichergebnis hat, bleibt offen, wer möglicherweise Borgholzhausen auslässt.

Angemeldet hat sich Elisas Sansar, Sieger von 2015 und Zweiter des Vorjahres (56:00 Minuten), dem nur Petros davonlief. Im Nacken hatte der Dauerläufer seinerzeit Petros’ Brackweder Klubkamerad Adam Janicki (56:01).

Ihr »Heimspiel« lassen sich die Vereinskameradinnen von Solbad, Victoria Willcox-Heidner und Sabine Engels, nicht entgehen. Vor zwei Jahren benötigte Willcox-Heidner beeindruckende 1:06:37 auf dem »Matsche«-Kurs vor Melanie Genrich und Engels. Ein Jahr zuvor spurtete das LC-Duo hinter der dreifachen Hermannslauf-Siegerin Silke Pfenningschmidt (SV Brackwede) um Platz zwei und drei.

Auch die Chancen, dass Vorjahressiegerin Frederike Straeten (LG Brillux Münster) startet, stehen angesichts des attraktiven Berg- und Tallaufs auf anspruchsvollem Untergrund recht gut. Die schnelle Medizinstudentin Straeten, die 18:09,45 über 5000 m stehen hat, gewann vor einem Jahr in 1:04:01 Std. nach einem einsamen Rennen vor der zweitplatzierten Gütersloherin Melanie Genrich (1:06:29) und Lokalmatadorin Ellen Knoepke (LC Solbad/1:09:51) auf dem dritten Rang.

»Wir rechnen wieder mit mehr als 900 Teilnehmern«, erklärt Sabine Lünstroth. Im vergangenen Jahr lag die Gesamtzahl in allen Läufen bei 916, ein Jahr davor gab es mit 964 eine Rekordbesetzung. Damit von den Querfeldeinläufern nicht wieder einer falsch abbiegt, wie es im Jahr 2014 dem damaligen führenden Lokalmatadoren Damian Janus passiert war, werden die Streckenposten an den neuralgischen Abzweigungen bestimmt besonders genau aufpassen.

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