Arminia könnte mit einem Sieg gegen Union die Abstiegsplätze verlassen – Kramer: Nicht verrückt machen lassen
Von 17 auf 15?

Bielefeld -

Arminia Bielefeld geht als Tabellenvorletzter in das wichtige Heimspiel gegen den 1. FC Union Berlin (Sonntag, 18 Uhr/Sky), kann aber mit einem Sieg auf Rang 15 klettern.

Sonntag, 07.03.2021, 03:00 Uhr aktualisiert: 07.03.2021, 08:16 Uhr
Das Hinspiel bei Union verloren die Arminen um Cedric Brunner (rechts) mit 0:5. Gelingt an diesem Sonntag (18 Uhr) die Revanche? Foto: Thomas F. Starke

Die direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt punkteten am Wochenende. Am Freitagabend holte der 1. FSV Mainz 05 ein 0:0 beim Schlusslicht Schalke 04 und tauschte den Platz mit dem DSC. Mainz ist auf dem Relegationsplatz, die Rheinhessen haben ebenso wie Arminia 18 Punkte, aber die um zwei Treffer bessere Tordifferenz (-21). Direkt vor dem DSC-Spiel gegen die Hauptstädter treffen noch der 1. FC Köln (21 Punkte, Platz 15) und Werder Bremen (26 Punkte, Platz 12) um 15.30 Uhr aufeinander. Sollte der DSC gegen Union gewinnen und Köln verlöre vorher gegen Bremen, winkt den Bielefeldern Rang 15. Hertha BSC kletterte mit dem 2:1 über den FC Augsburg auf Platz 14 (21 Punkte).

Der neue Arminia-Trainer Frank Kramer sagte am Freitag auf die Frage, wie intensiv er auf die Spiele und Resultate der unmittelbaren Konkurrenz schaue: „Der beste Weg ist, seine Spiele zu gewinnen. Dann braucht man nicht auf die anderen Mannschaften zu gucken. Ich schaue mir das natürlich an, aber man darf sich nicht verrückt machen. Was auf anderen Plätzen passiert, können wir nicht ändern. Wir können nur das ändern, was bei uns auf dem Platz passiert.“

Und da soll sich am Sonntag in erster Linie defensiv etwas ändern. In den vergangenen fünf Ligaspielen kassierte der DSC 17 Gegentore. Das war noch unter Uwe Neuhaus, und dessen Nachfolger ist weit davon entfernt, alles schlecht zu reden, was vor seiner Zeit passierte. Er habe eine „absolut intakte Mannschaft übernommen“, sagte Kramer.

Um die Defensive zu stabilisieren, sei die gesamte Mannschaft gefordert. Gegen Union hatte der DSC im Hinspiel beim 0:5 die höchste Saisonniederlage hinnehmen müssen. Die Berliner seien eine sehr robuste Mannschaft mit jeder Menge Wucht, meinte Kramer.

Zuhause doppelt so viele Punkte wie auswärts geholt

Hoffnung könnte dem DSC im Abstiegskampf machen, dass von den kommenden vier Spielen drei zuhause stattfinden. Denn im eigenen Stadion haben die Arminen zwölf Punkte geholt, doppelt so viele wie auswärts. Drei Tage nach dem Kramer-Debüt steigt schon das Nachholspiel gegen Werder Bremen. Die Arminen haben die Rettung in ihrer eigenen Hand.

Kramer selbst verfolgte das Bundesliga-Geschehen in den vergangenen gut fünf Jahren nur aus der Ferne. Am 20. November war sein bisher letztes Spiel als Coach eines Profiteams, damals trainierte er Fortuna Düsseldorf. Nach einem 1:1 gegen den MSV Duisburg war für ihn Schluss. Es folgten knapp drei Jahre beim Deutschen Fußball-Bund, wo der 48-Jährige die U18, die U19 und die U20 trainierte. Dann übernahm er die Leitung des Nachwuchsleistungszentrums bei Red Bull Salzburg und führte die U19 der Salzburger ins Achtelfinale der Uefa Youth League.

Seit Sommer 2020 war er ohne Job. Kramer verbrachte die Monate seitdem hauptsächlich zuhause in Franken, nahe Herzogenaurach, und schaute nahezu jeden Tag Fußball im Fernsehen. „Ich habe mich mit den Fußball-Ideen auseinandergesetzt, habe geschaut: Was ist up to date, wo geht die Reise hin?“, berichtete der gebürtige Memminger von seiner Tätigkeit in Corona-Zeiten.

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