Der DSC will sein Trainings- und Nachwuchsleistungszentrum bis Ende 2022 erweitern
Baustein für Arminias Zukunft

Bielefeld -

Arminia Bielefeld baut an seiner Zukunft: Der Fußball-Bundesligist will dabei nicht nur in Spielerbeine, sondern vor allem auch in Steine investieren. Finanz-Geschäftsführer Markus Rejek kündigte im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT den Ausbau des Trainings- und Nachwuchsleistungszentrums an der Friedrich-Hagemann-Straße im Bielefelder Osten an.

Freitag, 26.02.2021, 11:06 Uhr aktualisiert: 26.02.2021, 11:10 Uhr
Die ersten Bäume sind gefällt: Der DSC Arminia schafft Platz, um die Ausbaupläne in die Tat umsetzen zu können. Foto: Thomas F. Starke

„Wir werden im Juni Entscheidungen treffen, die den Bau in Gang setzen sollen. Von diesem Zeitpunkt an ist mit 18 Monaten Bauzeit, also bis Ende 2022, zu rechnen“, sagt Rejek.

Arminia plant schon seit längerem Verbesserungen des in die Jahre gekommenen Trainingszentrums. Bei der Jahreshauptversammlung 2018 war von einem Neubau und Gesamtinvestitionen in zweistelliger Millionenhöhe die Rede. Um das Projekt trotz knapper Finanzen zu realisieren, war auch ein Stufenplan im Gespräch, um etappenweise vorgehen zu können. Einige kleinere Schritte hatte der Klub schon gemacht. Im Sommer 2019 war für rund eine Million Euro ein Trainingsplatz mit einer Rasenheizung ausgestattet und ein weiterer Übungsplatz für den Nachwuchs gebaut worden.

Wie groß jetzt der nächste Schritt ausfällt, wird am Ende dann auch eine Frage der Finanzen sein. Im Falle des Klassenverbleibs dürfte es dem DSC deutlich leichter fallen, als Erstligist eine höhere Summe locker zu machen. Zuletzt war von einem Abriss des alten Funktionsgebäudes und einem Neubau die Rede. Erste Voraussetzungen für die Arbeiten hat der Verein bereits geschaffen. So wurden am Trainingsgelände einige Dutzend Bäume gefällt.

Wir wollen das Nachwuchsleistungszentrum ausbauen, der beste Ausbildungsverein in der Region werden und die Zukunft für den DSC aufbauen.

DSC-Finanzchef Markus Rejek

Geschäftsführer Rejek hat klare Visionen für das Areal und den Klub: „Wir wollen das Nachwuchsleistungszentrum ausbauen, der beste Ausbildungsverein in der Region werden und die Zukunft für den DSC aufbauen“, sagt der Finanzchef.

Ob und vor allem wann es wieder eine U23 als Unterbau für das Profi-Team gibt, um Talente besser heranzuführen, ist derweil auch wegen der Folgen der Corona-Krise offen. Rejek: „Da sind wir noch in der Planung. Wir machen die Entscheidung von der Zahlenlage abhängig, sobald sich der Nebel lichtet.“ Der Klub hatte seine U23 im Sommer 2018 aus finanziellen Gründen vom Spielbetrieb in der Oberliga Westfalen abgemeldet. Schon für den Sommer 2020 hatte es Überlegungen für einen Neustart gegeben – der wegen der Corona-Krise aber verworfen wurde.

Im Winter hatte der DSC zwei seiner Talente ausgeliehen, damit sie Spielpraxis sammeln können: Stürmer Sebastian Müller (20), der in der laufenden Erstliga-Saison auf zwei Kurzeinsätze kam, kickt bis Sommer 2022 für den Zweitligisten VfL Osnabrück. Offensivmann Noel Niemann (21), der von 1860 München nach Bielefeld gewechselt war, trägt bis Saisonende das Trikot des Drittligisten Türkgücü München.

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