Beste Laune bei Werder-Trainer Kohfeldt vor der Partie bei Arminia – Gladbach-Gerüchte weist er zurück
Voller Kader, Top-Aussichten

Bremen -

Fußball-Bundesligist Werder Bremen kann bei Arminia Bielefeld am Sonntag einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. Im Sturm steht ein Langzeitverletzter vor der Rückkehr. Der Abwehrchef erhält ein Extralob.

Freitag, 05.02.2021, 20:48 Uhr aktualisiert: 06.02.2021, 07:18 Uhr
Florian Kohfeldt Foto: Thomas F. Starke

Florian Kohfeldt wirkte zufrieden. Bestens gelaunt gab sich der Trainer von Werder Bremen am Freitag vor dem Duell bei Arminia Bielefeld - nicht ohne Grund. Mittelfeldplatz in der Fußball-Bundesliga, Pokal-Viertelfinale erreicht und nun steht fast der komplette Kader zur Verfügung. Nach der vergangenen Horror-Saison sind es derzeit paradiesische Zustände für Kohfeldt. „Ich kann mich nicht erinnern, wann es das hier zuletzt gab“, sagte der 38-Jährige mit einem leichten Schmunzeln.

Die personelle Situation hat sich vor dem wichtigen Aufeinandertreffen beim Aufsteiger am Sonntag (18.00 Uhr/Sky) sichtbar entspannt. Davie Selke und Christian Groß kehren wieder zurück. Die im Pokal geschonten Ömer Toprak und Leonardo Bittencourt sind ebenfalls einsatzbereit. Und auch Torjäger Niclas Füllkrug steht deutlich früher als geplant vor der Rückkehr in den Kader. „Bei ihm gibt es noch ein kleines Fragezeichen. Wir werden nach dem Abschlusstraining entscheiden, ob wir ihn mitnehmen“, sagte Kohfeldt.

Auch wenn Füllkrug wegen Verletzungen bislang nur acht Ligaspiele absolvierte, ist er mit vier Treffern der torgefährlichste Angreifer bei den Hanseaten. Daher würde ihn Kohfeldt trotz Trainingsrückstands auch für „15 bis 20 Minuten“ in Bielefeld einsetzen wollen. „Wir wissen, dass er immer schnell zurückkehrt. Den entscheidenden Kopfball verlernt er nicht“, erklärte der Bremer Coach. „Es ist gut, ihn in der Hinterhand zu haben. Er hilft uns sofort.“

Doch auch ohne Füllkrug haben sich die Norddeutschen zuletzt aus der Abstiegsregion abgesetzt. Fünf Punkte beträgt derzeit der Vorsprung auf Gegner Bielefeld, der auf dem Relegationsplatz 16 steht. Von einer möglichen Vorentscheidung im Abstiegskampf bei einem Dreier auf der Alm will Kohfeldt dennoch nichts wissen - im Gegenteil. „Ich stelle mich nicht in die Kabine und sage: „Männer, noch 18 Punkte und wir habe es geschafft.“ Es geht nur um Bielefeld und mit Sicherheit nicht über das Spiel hinaus“, betonte er. „Es bringt nichts, zu überlegen, was wäre wenn.“

Fakt ist aber, dass die Hintermannschaft der Bremer mit 27 Gegentoren deutlich gefestigter wirkt. Die große Schwäche der vergangenen Fast-Abstiegssaison hat Werder zumindest derzeit im Griff. Nur fünf Clubs haben eine bessere Bilanz. Daran hat vor allem Abwehrchef Toprak einen großen Anteil. Nach zuvor zahlreichen Verletzungen in der Vergangenheit ist er in den vergangenen Wochen zum Rückhalt geworden. „Er ist derjenige, an dem sich viele momentan aufrichten“, erklärte Kohfeldt. „Es ist wichtig, dass er im Rhythmus bleibt. Es wäre das erste Mal, seit er bei Werder ist.“

Nicht neu sind auch Gerüchte um die Zukunft von Trainer Kohfeldt. Zuletzt wurde er bei Borussia Mönchengladbach als möglicher Nachfolger von Marco Rose ins Gespräch gebracht. „Es ist kein Thema. Ich bin Trainer von Werder Bremen. Alles andere werde ich nicht kommentieren“, sagte er.

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