Beim 0:0 in Hoffenheim vergeben die Bielefelder am Ende gute Chancen auf den Sieg
Da war sogar mehr drin

Sinsheim (WB) -

„Die Ansprüche wachsen“, titelte diese Zeitung im Vorfeld des Bundesligaspiels von Arminia Bielefeld bei der TSG Hoffenheim. Nach dem 0:0 beim kriselnden Europa-League-Teilnehmer belegte besonders der frühere Hoffenheimer im DSC-Dress, Sven Schipplock, dass der Aufsteiger in der Tat seinen Respekt immer weiter abzulegen scheint.

Montag, 18.01.2021, 03:35 Uhr aktualisiert: 18.01.2021, 07:08 Uhr
Rechtsverteidiger Cedric Brunner musste ausgewechselt werden. Die Diagnose: Wadenprellung.

„Im Vorhinein hätten wir gesagt, ein 0:0 ist okay. Aber jetzt ärgert man sich enorm“, sagte der Stürmer nach der Nullnummer im Kraichgau. Natürlich war es mitnichten so, dass die Bielefelder ein Offensivfeuerwerk abgebrannt hätten und Chance über Chance vergaben. Aber was Schipplock meinte und womit er recht hatte:

Am Ende war der DSC dem Sieg näher als die TSG, aber wieder einmal zeigte sich die Arminia zu schwach im Torabschluss. Ritsu Doan hätte in der 89. Minute den Siegtreffer erzielen müssen, als er nach tollem Zuspiel von Marcel Hartel alleine vor Oliver Baumann auftauchte. Der Keeper der Gastgeber konnte den zu schwachen Linksschuss des Japaners aber entschärfen. „Ritsu hatte einige gute Aktionen und eine richtig gute Chance, die er leider nicht verwerten konnte“, sagte Neuhaus nach dem Spiel zu der Szene kurz vor Schluss. Schon im ersten Durchgang war es der dribbelstarke Japaner, der einem Tor für den DSC am nächsten kam. Nach einem Foul kurz vor dem Strafraum von Marco John an Sergio Cordova gab es einen Freistoß. Doan versuchte es aus 17 Metern, doch der Ball senkte sich einen Moment zu spät und landete auf dem Tornetz (38.). Das war die einzige Chance der Bielefelder in den ersten 45 Minuten.

Der Bielefelder Ritsu Doan (links) und der Hoffenheimer Kasim Adams während des Spiels in der PreZero Arena in Sinsheim.

Der Bielefelder Ritsu Doan (links) und der Hoffenheimer Kasim Adams während des Spiels in der PreZero Arena in Sinsheim. Foto: Thomas F. Starke

„In der Anfangsphase haben wir es nicht so gut gemacht, dann aber defensiv die Grundlage für diesen Punkt gelegt. Nach vorne hin hatten wir zu viele Ballverluste, wir haben uns wieder einmal nicht so viel herausspielen können. In der zweiten Halbzeit haben wir es offensiv besser gemacht und hätten mit etwas Glück gewinnen können“, sagte Neuhaus. Hoffenheim, seit Wochen in der Krise und auf Platz 14 abgestürzt, hätte in der 19. Minute nach einem schönen Angriff in Führung gehen können. Nach Pass von Mijat Gacinovic schoss Munas Dabbur direkt, doch DSC-Schlussmann Stefan Ortega Moreno parierte stark. Mehr kam aber vom favorisierten Gastgeber auch nicht, klare Chancen blieben bei zwölf TSG-Torschüssen (Arminia neun) Mangelware. „Wir konnten leider die Verunsicherung der Hoffenheimer nicht ausnutzen“, sagte Arminias Kapitän Fabian Klos. Tore habe man sich „hoffentlich für Mittwoch aufgehoben“. Da kommt der VfB Stuttgart in die Schüco-Arena (20.30 Uhr).

Während bei den Bielefeldern Ruhe herrscht, haben die Gäste mit ihrem Punktgewinn die Lage bei der TSG verschärft. Der Druck auf Coach Sebastian Hoeneß steigt. Bezeichnend, dass Klos dem Europa-League-Teilnehmer Mut zusprach: „Sie haben eine gute Mannschaft und werden ihre Punkte noch holen.“

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