Cordova und Edmundsson haben bei Arminia derzeit einen schweren Stand – Neuhaus‘ Extralob für Klos
Hinten dran

Etwas mehr als ein Viertel der Fußball-Bundesligasaison ist rum. Mickrige vier Punkte hat Arminia Bielefeld bisher gesammelt. Doch erst jetzt geht es für die Ostwestfalen so richtig los.

Dienstag, 01.12.2020, 03:00 Uhr
Armine Sergio Cordova (links) und Trainer Uwe Neuhaus Foto: Thomas F. Starke

Mainz (H), Freiburg (A), Augsburg (H) und Schalke (A) heißen die Gegner bis Weihnachten. Die jüngste 1:2-Niederlage gegen RB Leipzigs besserer B-Elf soll für den Jahresendspurt nun als Mutmacher dienen.

„Wenn wir die nächsten Spiele mit der gleichen Intensität und Konsequenz angehen, dann werden wir auch ein paar Punkte holen“, sagte DSC-Trainer Uwe Neuhaus nach der Partie bei den Sachsen.

Hatten es die Bielefelder bislang überwiegend mit Gegnern aus dem oberen Liga-Regal zu tun, begegnen die Ostwestfalen ihren kommenden Kontrahenten vermeintlich auf Augenhöhe. Zwar verfügen auch diese allesamt über größere finanzielle Möglichkeiten und individuell besser besetzte Kader als der DSC. Doch wenn Bielefeld die Klasse erhalten will, dann müssen Neuhaus und sein Team ab sofort liefern. Der Trainer wird in den nächsten Trainingstagen ganz genau hinsehen, wer der Drucksituation gewachsen ist und wer nicht. Einen ganz schweren Stand haben derzeit zwei Profis, von denen man sehr viel mehr erwartet hat.

Der eine ist Sergio Cordova. Er war als Hoffnungsträger für den Angriff verpflichtet worden. Der Venezolaner, der bis zum Saisonende vom Ligakonkurrenten FC Augsburg ausgeliehen ist, verfügt als einer der wenigen im DSC-Kader über Bundesligaerfahrung.

Der andere ist Joan Simun Edmundsson. Der Färinger ist bislang in dieser Saison Arminias einziger Siegtorschütze. Beim 1:0 am zweiten Spieltag gegen Köln erzielte der 29-Jährige kurz vor Schluss den entscheidenden Treffer.

In Leipzig aber zählten beide nicht mal zum Aufgebot. „Wir haben einen großen Kader. Wenn wir die Gegnervorbereitung machen und elf gegen elf spielen, müssen sechs Mann auf dem anderen Platz trainieren. Die beiden gehören dazu“, sagte Neuhaus. Er erläuterte, dass „Schipplock und Klos vor Cordova sind und Edmundsson hinter Voglsammer, Soukou, Doan seinen Platz hat“.

Dass Edmundsson (Vertrag bis Juni 2021) sich so weit hinten anstellen muss, überrascht. Und dass er sich von Andreas Voglsammer, der erst vor kurzem aus einer langen Verletzungspause kam, so schnell überflügeln ließ, lässt über Edmundssons Verfassung nichts Gutes erahnen.

Cordova meldete sich mittlerweile via Instagram zu Wort. „Wenn wir nicht mehr in der Lage sind, eine Situation zu verändern, stehen wir vor der Herausforderung, uns selbst zu verändern“, philosophierte der 23-Jährige. Stand jetzt mutet seine Verpflichtung wie ein großes Missverständnis an.

Dafür wurde Fabian Klos in Leipzig seiner Kapitänsrolle vollauf gerecht. Dass der DSC, wie Neuhaus äußerte, gegen RB „offensiv deutlich häufiger und besser in Erscheinung getreten“ ist als in den Wochen zuvor, war eng mit dem Namen Klos verbunden. „Er hatte viele gute Aktionen“, lobte Neuhaus, der hofft, dass das erste Bundesligator dem Stürmer hilft, „die lange Durststrecke, die hinter ihm liegt, ad acta zu legen und nicht an sich zu zweifeln“. Klos sei „ein Spieler, der auch in der 1. Liga bestehen kann“. Wenn der Kapitän das auch in den nächsten Spielen wieder unter Beweis stellt, würde das Arminias Chancen erhöhen, pünktlich zu den wichtigen Spielen die Talfahrt zu stoppen.

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