Kommentar zur Leistung des DSC gegen Leverkusen
So wird es nicht reichen

Arminia Bielefeld hat am Samstag gegen Leverkusen einen unrühmlichen Rekord eingestellt. Etwas mehr als sechs Jahre ist es her, dass zuletzt eine Mannschaft ein Bundesligaspiel ohne einen einzigen Schuss auf das gegnerische Tor beendete.

Sonntag, 22.11.2020, 21:06 Uhr
Die Geste des Bielefelders Amos Pieper: sinnbildlich für die Suche des DSC nach seiner Form. Foto: Thomas F. Starke

Werder Bremen verlor am 18. Oktober 2014 mit 0:6 beim FC Bayern. Immerhin haben die Bielefelder ohne Torschuss einen Treffer bejubeln dürfen, Grund zur Freude ist aber auch das nicht.

Offensiv ist der DSC derzeit nicht bundesligatauglich. Da müsse man sich schleunigst etwas einfallen lassen, hat Trainer Uwe Neuhaus nach dem 1:2 gegen Bayer 04 gesagt. Die Zeit ist knapp, am kommenden Samstag geht es in Leipzig weiter. Einen Sieg können die Arminen dort sicher nicht einplanen. Gelten sie allein wegen der finanziellen Voraussetzungen seit Saisonbeginn als klarer Liga-Underdog, ist es gegen manche Gegner wegen der individuellen Qualität noch schwieriger als gegen andere. Leipzig gehört dazu.

Nach der Partie in Sachsen wird der DSC an den ersten neun Spieltagen gegen die aktuellen Top fünf der Tabelle (plus Union Berlin, die wohl nicht so weit oben bleiben werden) gespielt haben. Dann kommen die Gegner, die schon eher auf Augenhöhe sind. Aber: Ohne Mut in der Offensive, und vor allem ohne Torschuss, wird Arminia auch gegen Mainz, Freiburg oder Schalke nicht punkten. Und dann droht das, was einige Experten schon vor der Saison prophezeit haben: der schnelle Weg zurück in Liga zwei.

Erstmals in dieser Saison ist der DSC nun auf einem der unteren drei Plätze angekommen, weil Mainz am Sonntag den ersten Sieg feiern konnte. Dass in der Bielefelder Mannschaft wenig Selbstvertrauen stecke, hatte Neuhaus am Samstag gesagt. Beim Blick auf die Tabelle wird es nicht steigen.

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„Ich glaube nicht, dass es Zufall ist“
Ritsu Doan (rechts) hatte in Leipzig das 1:0 auf dem Fuß. Eine Führung „würde uns mal gut tun“, sagt Fabian Klos.
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