Zuletzt zwei Niederlagen – Sportchef mit Arminias Start dennoch zufrieden
Arabi: „Haben uns nichts ergaunert“

Bielefeld (WB). Es ist ja nun nicht so, dass Arminia Bielefeld in Wolfsburg nicht gewinnen könnte. Nach drei der letzten vier Bundesligapartien beim VfL hatten die Ostwestfalen auf ihrer Heimreise Zählbares im Gepäck. Um nach zuletzt zwei Niederlagen und mit Blick auf die folgende Partie daheim gegen Dortmund gar nicht erst in eine Negativspirale zu geraten, wäre es überaus wertvoll für den DSC, auch an diesem Sonntag (15.30 Uhr) in der Volkswagen-Arena zu punkten.

Freitag, 23.10.2020, 03:00 Uhr
Samir Arabi traut den Arminen in Wolfsburg einen Erfolg zu. Foto: Starke

„Ich traue der Mannschaft absolut zu, dass wir in Wolfsburg gewinnen“, sagt Samir Arabi. Arminias Sport-Geschäftsführer hat nicht die Befürchtung, dass die beiden jüngsten Niederlagen in Bremen (0:1) und zuletzt daheim gegen die Bayern (1:4) die Mannschaft aus dem Takt gebracht haben könnten. „In Bremen war ein Punkt absolut möglich. Und das Bayern-Spiel klammere ich aus“, sagt Arabi und erklärt: „Es war beeindruckend, wie die Bayern aufgetreten sind. Sie waren von der ersten Minute an im Champions-League-Modus.“ Das starke 4:0 am Mittwoch in der Königsklasse gegen Atlético Madrid untermauert die Einschätzung des Bielefelder Sportchefs.

„Egal ob Fichte oder Bayern“

Allerdings möchte Arabi an diesem Punkt auch nicht missverstanden werden. Er sagt: „Ich hoffe dennoch, dass die Spieler sich trotz der Deutlichkeit des Resultats über die Niederlage gegen die Bayern geärgert haben. Ich persönlich hasse es zu verlieren, ganz egal ob gegen Fichte Bielefeld oder Bayern München. Trotzdem muss man diese Niederlage richtig einordnen. Es ist nichts Schlimmes passiert.“

Vier Punkte aus den bisherigen vier Spielen seien Arabi zufolge „eine gute Ausbeute. Zumal wir uns diese Punkte ja auch nicht ergaunert haben. Ein fünfter Punkt in Bremen wäre zudem absolut möglich gewesen.“

Die Bayern jedoch spielen in ihrer eigenen Liga. Arabi zählt die Münchner gemeinsam mit den anderen Champions-League-Vertretern Dortmund, Leipzig und Mönchengladbach zu den Top vier der Liga. Wolfsburg ordnet er in der Kategorie darunter ein. Die Mannschaft habe nicht umsonst in den beiden vergangenen Saisons die Plätze sieben und sechs belegt und sich für den internationalen Wettbewerb qualifiziert.

Allerdings: In den beiden Jahren zuvor blickte der Deutsche Meister von 2009 auch zweimal tief in den Abgrund. Erst in der Relegation konnten sich die Niedersachsen jeweils vor dem Abstieg retten.

„Wichtiges Spiel auch für Wolfsburg“

In der laufenden Serie wird man aus dem Team von Oliver Glasner noch nicht so recht schlau. Vier Spiele, vier Unentschieden – „die Partie am Sonntag ist auch für Wolfsburg eine wichtige“, urteilt Arabi, drehe es sich für den VfL doch um die Frage „in welche Richtung es nun geht“. In Bayer Leverkusen (0:0) und Borussia Mönchengladbach (1:1) habe Wolfsburg allerdings auch gute Widersacher gehabt.

Auf dem Papier ist Bielefeld zweifellos der kleinste Gegner für den VfL, entsprechend dürfte bei den Besuchern die Erwartungshaltung an den Gastgeber sein. Bis zu 6000 Tickets werden verkauft. Beim vorherigen Heimspiel gegen Augsburg hatten 4632 Anhänger zugesehen. Apropos Augsburg: Auch dieses Heimspiel endete für de VfL ebenso torlos wie jenes gegen Leverkusen.

Beim bisher letzten Aufeinandertreffen mit Arminia feierten die VfL-Fans vor zwölf Jahren einen 4:1-Erfolg. Davor gab es zwei Siege in Serie für den DSC (3:1 und 3:2 im April und August 2007) sowie ein 0:0 (2005).

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