Arminia erwartet Mittwochabend oder Donnerstag die Corona-Testergebnisse
Arabi über Fall Gnabry: „Mit so etwas muss man rechnen“

Bielefeld (WB/dpa). Aufsteiger Arminia Bielefeld hat am Mittwoch wie geplant die Vorbereitung auf das Fußball-Bundesligaspiel am kommenden Sonntag, 15.30 Uhr, beim VfL Wolfsburg aufgenommen. Bevor am Vormittag die erste von zwei Übungseinheiten des Tages begann, unterzogen sich die DSC-Profis einem Corona-Test. Nachdem Serge Gnabry vom FC Bayern im Anschluss an das Gastspiel der Münchner am vergangenen Samstag in Bielefeld wie berichtet positiv auf das Virus getestet worden ist, werden die Ergebnisse der morgendlichen Testung beim DSC Arminia nun mit einiger Spannung erwartet.

Mittwoch, 21.10.2020, 13:07 Uhr aktualisiert: 21.10.2020, 13:48 Uhr
Serge Gnabry (rechts) war am Samstag mit dem FC Bayern in Bielefeld (links Amos Pieper) zu Gast. Foto: Thomas F. Starke

„Wir hoffen natürlich sehr, dass sich niemand angesteckt hat“, sagt DSC-Sport-Geschäftsführer Samir Arabi und ergänzt: „Doch selbst wenn wir einen positiven Fall haben sollten, wäre es unmöglich, einen direkten Bezug zu der Infektion von Serge Gnabry herzustellen. Zumal der Einschätzung der Virologen zufolge die kurzen Kontakte auf dem Platz eigentlich gar nicht genügen, um eine Infektion zu verursachen, womit eine Ansteckung der Spieler untereinander während der Partie wiederum sehr, sehr unwahrscheinlich ist.“

Arminias Sport-Geschäftsführer Samir Arabi (links) mit Klubsprecher Daniel Mucha

Arminias Sport-Geschäftsführer Samir Arabi (links) mit Klubsprecher Daniel Mucha Foto: Starke

Noch bevor die Münchner am Dienstagabend die Öffentlichkeit über das positive Testergebnis bei Gnabry informierten, „haben sie uns über den Fall in Kenntnis gesetzt“, sagt Arabi.

Der Sportchef betont, dass sowohl die Arminen als auch die Bayern am Samstag sämtliche Vorsichtsmaßnahmen penibel eingehalten hätten. „Wir haben sämtliche Vorgaben umgesetzt – von der Abstandsregel außerhalb des Platzes bis hin zur Maskenpflicht. Und die Bayern haben sich bekanntlich ja sogar in einer Kabine in einem anderen Gebäude umgezogen.“

Während die Arminen sich wie gewohnt in ihrem Umkleideraum in der Schüco-Arena umzogen, bezog das Team von Trainer Hansi Flick eine Kabine in dem Gebäude der an das Stadiongelände grenzenden Gertrud-Bäumer-Realschule .

Auf das Freizeitverhalten kommt es an

Arabi erklärt, dass aus seiner Sicht weit weniger das Ausüben der Arbeit der Profis, sprich das Training und die Spiele das Problem seien, als vielmehr das Freizeitverhalten – und zwar „sowohl der Profis als auch der Menschen insgesamt“. Darum sei es vor dem Hintergrund insgesamt steigender Infektionszahlen die Aufgabe der Funktionäre, „die Spieler jetzt erst recht noch einmal zu sensibilisieren, besonders vorsichtig zu sein“.

Die Ergebnisse der morgendlichen Testung erwarten die Arminen Arabi zufolge „heute Abend oder vielleicht auch erst am Donnerstag“. Der 41-Jährige betont, dass es sich dabei nicht um eine Testung infolge der Gnabry-Infektion gehandelt habe, sondern um eine turnusmäßige Testung.

Das Training des DSC geht derweil wie geplant weiter. Am Mittwochnachmittag steht die zweite Einheit des Tages auf dem Programm. Die Ostwestfalen sind laut Arabi weit davon entfernt, wegen des Falls Gnabry in Aufruhr zu geraten. Der Sportchef: „Das ist einfach eine Situation, mit der man in diesen Zeiten rechnen muss. Bisher sind wir zum Glück verschont geblieben. Hoffen wir, dass es so bleibt.“

FC Bayern unter Zeitdruck

Der FC Bayern muss nach dem positiven Corona-Test von Gnabry derweil bis heute um 15 Uhr die negativen Tests derjenigen Profis vorweisen, die in der Champions-League-Partie am Mittwochabend gegen Atlético Madrid (21 Uhr/Sky) spielen sollen. Das schreibt die Europäische Fußball-Union (Uefa) in ihrem Corona-Protokoll vor, das für den Europapokal maßgebend ist. Die Ergebnisse müssen „bis spätestens sechs Stunden vor der Anstoßzeit (Ortszeit am Spieltag)“ vorliegen.

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