Kommentar zu Arminias 1:4 gegen die Bayern
Schade für den Fußball

Uwe Neuhaus hatte es ja prophezeit. In neun von zehn Duellen sei seine Arminia gegen die Bayern chancenlos. Was im Vorfeld ein kleines bisschen nach vorzeitiger Kapitulation des Trainers klang, stellte sich im Nachhinein als sogar noch ein wenig zu optimistisch heraus.

Sonntag, 18.10.2020, 20:30 Uhr
Bayerns Thomas Müller hat Spaß, Armine Amos Pieper ist selbiger vergangen. Foto: Thomas F. Starke

Der Unterschied zwischen Triplesieger München und Aufsteiger Bielefeld war phasenweise derart eklatant , dass man sich fragen musste, ob diese beiden Teams tatsächlich in einer Klasse gegeneinander antreten. Die Antwort lautet: nein.

Die Bayern von heute haben mit den Bayern von vor 14 Jahren, als dem DSC daheim der bisher letzte Sieg gegen München gelang (2:1), nicht mehr viel gemeinsam. Die Kluft zwischen dem Rekordmeister und Klubs wie Arminia ist derart riesig geworden, dass Überraschungen in solchen Konstellationen praktisch nicht mehr möglich sind.

Das ist einerseits beeindruckend, weil den Münchner Ergebnismaschinen das Gewinnen nun schon über Jahre überhaupt kein bisschen langweilig wird.

Das ist andererseits aber auch alarmierend, weil ein gesunder Wettbewerb eben auch ein gutes Stück davon lebt, dass Klein gegen Groß auch mal die Sensation schafft. Die Verteilung der Finanzen im nationalen sowie internationalen Fußball macht eine solche aber immer unwahrscheinlicher.

So bedauerlich es für die Fans auch ist, dass sie bei der Rückkehr des Rekordmeisters auf die Alm nicht dabei sein konnten – wirklich verpasst haben sie wenig. Das Ergebnis war eines mit Ansage.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Klub wie Arminia die Bayern besiegt, beträgt nicht 1:10. Sie liegt weit darunter. Schön für die Bayern. Schade für den Fußball.

Kommentare

Leo-Armine  wrote: 19.10.2020 10:18
Nichts Neues
Das ist ja alles richtig, aber im Grunde keine neue Erkenntnis, oder? In diesen Spielen geht es nur noch um die Tordifferenz, vor allem gegenüber den Anderen und deren Spielen gegen bayern oder Dortmund. Insofern: besser als Schalke. Abhaken und die nächsten Spitzenteams über sich ergehen lassen.
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