Arminias Venezolaner spielt WM-Qualifikation in Südamerika
Cordova fliegt ins Risikogebiet

Bielefeld/Bremen (WB/dpa). Werder Bremen will seine Nationalspieler in der bevorstehenden Länderspielpause bis auf eine Ausnahme nicht in Coronavirus-Risikogebiete schicken. Sportchef Frank Baumann sagte am Samstag, dass der Klub durch eine mögliche Quarantäne „keinen Spieler für das nächste Bundesligaspiel verlieren“ wolle.

Montag, 05.10.2020, 11:00 Uhr aktualisiert: 05.10.2020, 13:08 Uhr
Arminias Angreifer Sergio Cordova Foto: Thomas F. Starke

Am 17. Oktober gastieren die Hanseaten beim SC Freiburg. Arminia Bielefeld hat sich anders entschieden als die Bremer, das liegt aber auch an den unterschiedlichen Regeln, die in Bremen und NRW gelten. „Das Bremer Gesundheitsamt hat verordnet, dass Berufsspieler von Werder, die in Risikogebieten unterwegs sind, anschließend nach ihrer Rückkehr nach Deutschland fünf Tage in häusliche Quarantäne müssen – unabhängig von ein oder zwei negativen Tests“, erklärte Baumann. Im Gegensatz dazu reicht für die Nationalspieler von Klubs aus NRW nach der Rückkehr ein negativer Test.

Folglich reist DSC-Stürmer Sergio Cordova ins von der Pandemie stark betroffene Südamerika, um mit Venezuela zwei WM-Qualifikationspartien zu bestreiten. Am Samstag treten die Venezolaner in Kolumbien an, vier Tage später zuhause gegen Paraguay. Cordova wird am Donnerstag, 15. Oktober, in Bielefeld zurückerwartet. Dann muss er einen Corona-Test machen lassen, dessen Ergebnis am Freitag vorliegen dürfte. Am Samstag, 17. Oktober, spielt der DSC gegen den FC Bayern München. Selbst wenn der Test bei Cordova negativ ist, wäre sein Einsatz gegen den Rekordmeister nicht gesichert. Der 23-Jährige hat eine lange Reise und womöglich zwei Spiele in den Knochen und konnte, wenn überhaupt, nur einmal am Training in Bielefeld teilnehmen. Der DSC hätte Cordova nicht abstellen müssen, eine neue Fifa-Regel gibt das her. Dem Vernehmen nach war es dem Angreifer aber wichtig, für sein Land aufzulaufen.

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