Arminias Neuzugänge Doan und van der Hoorn über ihre Debüts
Schritt für Schritt

Bielefeld (WB). Nach seiner 45-Minuten-Premiere im Trikot von Arminia Bielefeld wählte Ritsu Doan offene Worte. „Es war keine leichte Entscheidung, zu wechseln. PSV ist ein großer Klub“, sagte der Japaner – von der PSV Eindhoven gekommen – nach dem 1:1 des DSC beim FC Groningen. Der 22-Jährige betonte aber auch, dass er Arminia für einen tollen Verein halte.

Dienstag, 08.09.2020, 03:00 Uhr aktualisiert: 08.09.2020, 07:00 Uhr
Ritsu Doan setzt sich durch: Solche Szenen erhoffen sich Verantwortliche und Fans vom neuen Arminen. Foto: Thomas F. Starke

PSV-Trainer Roger Schmidt hatte Doan bestärkt, es für ein Jahr in der Bundesliga zu versuchen. „Ich habe viel mit Roger Schmidt gesprochen. Er sagte, Bielefeld sei eine sehr gute Option für mich. Ich bin froh, hier zu sein“, erklärte der offensive Mittelfeldspieler, der auf 18 Länderspiele (3 Tore) verweisen kann.

Auch auf seine Lieblingsposition angesprochen sagte der noch bis 30. Juni 2024 bei der PSV unter Vertrag stehende Japaner ebenso offen: „Meine Lieblingsposition ist Rechtsaußen. Ich kann aber auch auf der Zehn spielen, wenn der Trainer es möchte. Linksaußen mag ich nicht so. Aber wenn der Trainer mich da hinstellt, spiele ich eben da.“

DSC-Trainer Uwe Neuhaus sieht Doan aber in erster Linie als Kandidat für die Rolle rechts offensiv, die in der Vorsaison Jonathan Clauss so hervorragend ausgefüllt hatte. Der Franzose spielt nun bei RC Lens, in Bielefeld konkurriert Doan in erster Linie mit Cebio Soukou, der am Sonntag in Groningen als Rechtsaußen begann.

Neben Doan feierte auch Mike van der Hoorn sein DSC-Debüt. Der Niederländer, bis zum Ende der vorigen Saison vier Jahre bei Swansea City unter Vertrag, spielte 45 Minuten in der Innenverteidigung. „Beide haben sich sofort integriert. Sie müssen sich natürlich noch das eine oder andere an Abläufen zusammen mit der Mannschaft erarbeiten. Deswegen kann man mit den Leistungen, die beide gezeigt haben, absolut zufrieden sein. Mike hat seine Ruhe und Übersicht bewiesen. Er ist derjenige, der nicht voll im Saft steht. Ritsu kommt aus Eindhoven, hat da das Programm voll mitgemacht. Mike hatte eine längere Pause, er hat sich individuell fit gehalten“, urteilte Neuhaus.

Van der Hoorn war einigermaßen zufrieden mit seinen ersten 45 Minuten als Armine. „Der Trainer hat mich gefragt, ob ich mehr als 30 Minuten spielen könnte. Es waren 45, das war gut für mich. Ich brauche nun eine gute Trainingswoche. Schritt für Schritt, ich will nichts überstürzen und mich dann womöglich verletzen“, sagte der 27-Jährige.

Pflichtspielstart am Montag in Essen

Eine Knieverletzung, die eine Operation nach sich zog, hatte van der Hoorn mehrere Monate außer Gefecht gesetzt. Dass seine Zeit bei Swansea zu Ende ging, habe finanzielle Gründe gehabt, erklärte der Linksfuß. „Sie haben mir gesagt, dass ich mich umschauen kann. Das waren ehrliche Gespräche“, verriet van der Hoorn nach dem Spiel in Groningen.

Bei der Klubsuche habe er sich „Zeit gelassen. Vor einem Monat habe ich zum ersten Mal mit dem Verein gesprochen. Ich war in Bielefeld und hatte ein Treffen mit dem Geschäftsführer und dem Trainer. Ich wollte in die Bundesliga. Das ist eine große Chance für mich“, berichtete der Niederländer.

Wie Ritsu Doan bleibt auch Mike Adrianus Wilhelmus van der Hoorn, wie er mit vollem Namen heißt, noch eine knappe Woche, um sich für die DFB-Pokalpartie bei Regionalligist Rot-Weiss Essen (14. September, 18.30 Uhr) in Topform zu bringen und zu empfehlen. Trainer Neuhaus wollte in Groningen nicht zu viel verraten. „Wir haben noch eine ganze Trainingswoche. Ich glaube nicht, dass ich es schon mal geschafft habe, dass die Mannschaft der Generalprobe auch im ersten Pflichtspiel auf dem Eis gestanden hat“, sagte der 60-Jährige.

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