Boss des Westfalenligisten greift Arminia an – DSC-Boss Laufer wehrt sich
Kein Derby: Fichte sauer auf den DSC

Bielefeld (WB). Zwischen Arminia Bielefeld und dem VfB Fichte Bielefeld gibt es Ärger. Der Grund: In diesem Jahr findet das Traditionsderby nicht statt. Diese Entscheidung des DSC brachte VfB-Fußballboss Jobst Hölzenbein auf die Palme.

Donnerstag, 06.08.2020, 16:21 Uhr aktualisiert: 06.08.2020, 16:44 Uhr
Im Vorjahr traf Fabian Klos (rechts) mit Arminia im 167. Derby auf den VfB Fichte (Niklas Wittmann), der DSC gewann 3:1. Foto: Thomas F. Starke

Auf der Homepage des Westfalenligisten und auf der Facebook-Seite des Vereins wird Hölzenbein so zitiert: „Das ist sehr schade, gerade in dieser kuriosen Zeit. Es wäre möglich gewesen, zumindest einigen Zuschauern und auch per Liveübertragung vielen Zuschauern dieses immer beliebt gewesene Derby zu präsentieren. Es wäre nicht nur eine Ablenkung vom Corona-Alltag gewesen, den Bundesligaaufsteiger im Einsatz zu zeigen, sondern auch eine Möglichkeit in einer für uns sehr schweren finanziellen Situation eine kleine Einnahme zu generieren.“

Und weiter klagt Hölzenbein: „Aber es ist nicht nur schade, sondern auch sehr enttäuschend, nach so vielen Jahren, in denen ich mit Herzblut und enormen Zeitaufwand mit meinen vielen ehrenamtlichen Helfern, dieses Event auf die Beine gestellt habe, dass der DSC uns noch nicht einmal in der Planung vorsieht und für das Derby keine Lücke hat. Da fehlen mir die Worte. Es zeichnete sich schon vor zwei Jahren ab, dass der Derbytermin keine wichtige Rolle mehr bei Arminia spielte und wir immer nehmen mussten was da kam.“

DSC-Präsident Laufer „stinksauer“

Das lässt Arminias Präsident Hans-Jürgen Laufer nicht auf sich sitzen. Zunächst einmal zeigt sich der DSC-Boss „stinksauer“ darüber, dass Hölzenbein das Internet als Ventil wählte. „So ein Rundumschlag im Internet geht nicht. Er hätte mit mir sprechen müssen“, kritisiert Laufer. Die finanziellen Nöte des VfB Fichte erkennt Laufer durchaus an. Doch diese Sorgen hätten viele andere Vereine ebenso. Und zudem: „So wie es sich Herr Hölzenbein wünscht, Arminia zum Anfassen mit Selfies und Autogrammen, ist es derzeit sowieso absolut unmöglich“, so Laufer.

Im Vorjahr hatte Ende Juni das 167. Derby zwischen dem VfB Fichte und Arminia stattgefunden. Vor etwa 2000 Zuschauern gewann der DSC damals 3:1 im Stadion Rußheide.

Kommentare

Hans-Joachim Krumrey  wrote: 07.08.2020 15:08
Nicht motzen,Lösungen suchen
Ganz schlechter Stil von Herrn Hölzenbein.Arminia weiss sehr wohl was sie dem VFB Fichte schuldig sind.Es besteht aber kein Recht auf Automatismus.Aufgrund der Pandemie ist der Zeitplan sehr eng außerdem hat Arminia durch die Städtepartnerschaften auch anderswo Verpflichtungen.Statt im Internet zu motzen hätte Herr Hölzenbein das 4 Augengespräch suchen sollen. Im Augenblick geht es allen Vereinen finanziell miserabel,Fichte ist da keine Ausnahme.Vielleicht gibt es dieses Derby zu einem späteren Zeitpunkt.
Ulrich B.  wrote: 07.08.2020 09:14
Nicht so wichtig nehmen
Herr Hölzenbein befleissigt sich eines schlechten Stils. Statt Porzellan zu zerschlagen sollte er sich vergegenwärtigen, dass noch nicht einmal das Training Arminias der Öffentlichkeit zugänglich ist. Ein Freundschaftsspiel gegen Fichte schon mal garnicht. Es erzeugt allenfalls Kosten und die will Fichte doch sicherlich vermeiden.
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