Arminia investiert in die Infrastruktur – allein zusätzliche Leuchten kosten 300.000 Euro
Es muss heller werden

Bielefeld (WB). Arminia Bielefeld will sich, wie berichtet, auf keinen Fall neu verschulden – finanzielle Risiken wird es beim Bundesliga-Aufsteiger nicht geben. Der Lizenzspieleretat wird nach zuletzt 12,5 Millionen Euro (Mittelfeld der 2. Liga) auf nun 20 bis 24 Millionen Euro steigen. Damit wäre der DSC klar das Schlusslicht in Liga eins. Wie der kaufmännische Geschäftsführer Markus Rejek gegenüber dem Magazin „Sponsors“ bestätigte, wird der Gesamtumsatz in der neuen Saison etwa 48 Millionen Euro betragen. Vor der Corona-Krise war man bei Arminia von 60 Millionen Euro ausgegangen.

Samstag, 25.07.2020, 03:00 Uhr aktualisiert: 25.07.2020, 22:52 Uhr
Das Flutlicht in der Schüco-Arena muss stärker werden. Das kostet Arminia 300.000 Euro. Foto: Thomas F. Starke

Wie so oft in den vergangenen Jahren muss Sport-Geschäftsführer Samir Arabi also auch in diesem Sommer kreativ sein. Die bisher vier verpflichteten Neuzugänge kommen alle ablösefrei nach Bielefeld. Neben solchen Transfers sind auch Leihgeschäfte eine gute Möglichkeit für den DSC. Allerdings ist hier Geduld gefragt. Schließlich ist das Transferfenster in diesen besonderen Zeiten bis zum 5. Oktober geöffnet (Saisonstart: 18. September). Es kann also noch dauern, bis interessante Spieler auf den Markt kommen, weil sie bei ihrem Klub entgegen der eigenen Hoffnung doch keine Rolle spielen.

Auf jeden Fall muss Arminia nach elf Jahren Bundesliga-Abwesenheit in die Infrastruktur investieren. Allein für die zusätzlichen Leuchten der Flutlichtanlage wird der Klub etwa 300.000 Euro ausgeben. Dazu muss die Torlinientechnik installiert werden, für die TV-Übertragungen sind zusätzliche Kamera-Positionen vorgeschrieben, und es muss ein sogenannter Glaskasten errichtet werden, aus dem die Fernsehsender live berichten können. Das dürfte den Verein zusammen etwa eine Million Euro kosten.

TV-Geld wird nun nach den Spielen ausgezahlt

Größter Einnahmeposten bleiben die Medienerlöse. Die kommende Saison ist die letzte vor dem neuen TV-Vertrag, der kürzlich präsentiert wurde. Die 36 Profiklubs erhalten von 2021/22 bis 2024/25 insgesamt 4,4 Milliarden Euro. Das ist etwas weniger als beim nun zu Ende gehenden Vertrag, der 4,64 Milliarden brachte. In der Spielzeit 2020/21 sinken die Erlöse wegen der Corona-Krise für jeden Verein wie berichtet um knapp 14 Prozent.

Und eine Besonderheit gibt es auch noch: Anders als bisher wird das TV-Geld in der neuen Saison nicht in vier Raten ausgezahlt, sondern nach den absolvierten Spielen. Hatte Arminia in der Vorsaison zwischen Ende Juli 2019 und Mitte Dezember 2019 schon 18 Partien absolviert, werden es nun von September bis Ende Dezember 2020 nur 13 Spiele sein. Entsprechend gering fallen zunächst die Erlöse aus. Die Deutsche Fußball-Liga begründet die Änderung damit, dass wegen der Pandemie „weiterhin ein Risiko in Bezug auf die Durchführung des Spielbetriebs“ bestehe.

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