Arminia-Profi Soukou: „Es ist wichtig, ein Zeichen zu setzen“ – Rückendeckung von Uwe Neuhaus
Rassismus: DSC-Protest ist möglich

Bielefeld  (WB/sba). Nachdem der Afroamerikaner Georg Floyd in den USA von einem Polizisten getötet wurde, solidarisieren sich immer mehr Profisportler weltweit mit den Protesten gegen Rassismus . Deshalb ist nicht ausgeschlossen, dass einzelne Arminen oder sogar die Mannschaft am Samstag beim Spiel gegen den 1. FC Nürnberg ein Zeichen setzen.

Samstag, 06.06.2020, 05:00 Uhr
Arminias Mittelfeldspieler Cebio Soukou. Foto: Thomas F. Starke

„In der Situation, bei so einem traurigen Ereignis, ist es wichtig ein Zeichen zu setzen und darauf aufmerksam zu machen. Ich finde es gut, wenn Leute, auf die viele Augen gerichtet sind, ihre Meinung verkünden“, sagt Arminias Mittelfeldspieler Cebio Soukou , der Wurzeln im Benin hat.

Unter der Woche seien die Proteste laut Soukou ein Thema in der Mannschaft gewesen. Ob und was in der Partie gegen den Club passieren könnte, steht dagegen nicht fest. „Ich habe mir noch keine Gedanken gemacht, ob ich ein T-Shirt drunter trage, auf dem ein Statement steht. In der Kabine habe ich auch nicht mitbekommen, dass diskutiert wurde, wer jetzt ein Shirt drunter zieht und wer nicht.“

Rückendeckung von Trainer Neuhaus

Am vergangenen Wochenende hatte etwa Schalkes Weston McKennie eine Armbinde mit der Aufschrift „Justice for George Floyd“ getragen. Auch Jadon Sancho (Borussia Dortmund) und Marcus Thuram (Mönchengladbach) hatten ihre Solidarität mit den Anti-Rassismus-Protesten öffentlich bekundet. Der DFB-Kontrollausschuss hatte unter der Woche entschieden, solche Aktionen nicht mehr zu bestrafen, obwohl politische Meinungsäußerungen während des Spiels laut Statuten eigentlich untersagt sind.

Soukou und Co. können sich auch der Rückendeckung ihres Trainers sicher sein. „Wir sind alles erwachsene Menschen. Wir haben das Recht der Meinungsfreiheit. Ich würde weder etwas anschieben noch etwas verbieten wollen. Die Meinung der einzelnen Spieler oder der Mannschaft würde ich absolut akzeptieren. Ich persönlich freue mich darüber, dass es einige gemacht haben“, betont Uwe Neuhaus.

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