Arminia kommt dem Aufstieg immer näher – Sportchef Arabi rechnet nicht
Nur noch vier Siege fehlen

Bielefeld (WB). Wieder nicht gewonnen – oder wieder nicht verloren? Arminia Bielefelds Geschichte der Ligatopduelle mit den Favoriten Hamburger SV und VfB Stuttgart ist eine Frage der Interpretation. Nach dem 0:0 am Sonntag beim HSV kann man festhalten, dass der DSC gegen die Hamburger (Hinspiel 1:1) und auch gegen Stuttgart (0:1 und 1:1) keinen Sieg holen konnte. „Wir haben aber auch nur eins der vier Spiele verloren“, hält Arminias Sportgeschäftsführer Samir Arabi dagegen.

Dienstag, 26.05.2020, 03:00 Uhr aktualisiert: 26.05.2020, 05:03 Uhr
DSC-Sportchef Samir Arabi (hier mit Stürmer Andreas Voglsammer) mag noch nicht rechnen. Foto: Thomas F. Starke/DSC Arminia

Unstrittig ist: Dank des Punktgewinns in Hamburg und der gleichzeitigen Niederlage des VfB in Kiel (2:3) fehlen Tabellenführer Bielefeld (53 Punkte) aus den letzten sieben Saisonspielen nur noch zwölf Punkte, um ganz sicher aufzusteigen. Sollte der HSV (46) im direkten Duell am Donnerstag in Stuttgart (45) siegen, würden dem DSC sogar elf Zähler (von 21 möglichen) reichen.

„Ich habe das noch nicht nachgerechnet“, versicherte Arabi am Montag. Der 41-Jährige hatte nach eigener Aussage auch die Niederlage der Stuttgarter lediglich „zur Kenntnis genommen“. Auffällig ist, dass Arminia zwar in den Duellen mit den Schwergewichten nicht siegte, dafür aber – im Gegensatz zur direkten Konkurrenz – gegen die vermeintlich kleineren Gegner verlässlich punktet. „Es geht eben um Kontinuität“, sagte Arabi dazu.

Ortega Moreno sieht keinen Grund für ein Einbrechen

Dass die Mannschaft in Hamburg durchaus glücklich den Punkt mitnahm, wollte auch der Bielefelder Sportchef nicht bestreiten. „Dieses Glück hat uns zum Beispiel in unserem Heimspiel gegen Stuttgart aber gefehlt“, erinnerte er. Ende September 2019 verlor der DSC nach einer 30-minütigen Unterzahl (Gelb-Rote Karte gegen Fabian Klos) erst in letzter Minute 0:1.

Unabhängig von Glück hier und Pech da steht fest: Wer nach 27 Spieltagen mit sieben Punkten Vorsprung Tabellenführer der 2. Liga ist, hat eine Menge richtig gemacht – und kann sich wohl nur noch selbst ein Bein stellen auf dem Weg ins Oberhaus. Doch nicht nur Stefan Ortega Moreno sieht „keinen Grund, dass wir den Aufstieg nicht schaffen sollten“, wie der DSC-Keeper schon vor der Partie in Hamburg im TV-Sender „Sky Sport News“ sagte. Er sehe nicht, „dass wir einbrechen“.

Trainer Uwe Neuhaus erklärte am Sonntag kurz vor dem Anpfiff: „Wir haben schon jetzt genügend Selbstvertrauen – ohne jeden Spieltag rechnen zu müssen –, das durchziehen zu wollen.“ Als einzige Zweitligamannschaft ist Bielefeld im Jahr 2020 noch ungeschlagen. Von neun Spielen wurden fünf gewonnen, das 0:0 beim HSV war das vierte Unentschieden. Nach drei Remis in Folge würde ein Sieg am kommenden Samstag (13 Uhr) bei Holstein Kiel ein weiteres deutliches Zeichen an die Kontrahenten senden – und einen weiteren großen Schritt bedeuten in Richtung achter Bundesligaaufstieg der Vereinsgeschichte.

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