Auch zweite Reihe der Corona-Tests ist beim DSC negativ Arminia startet ins Mannschaftstraining

Bielefeld (WB). Zum 115. Vereins-Geburtstag gab es ein besonderes „Geschenk“ bei Arminia Bielefeld: Alle 45 Corona-Tests am Sonntag brachten – wie berichtet – negative Ergebnisse. Da auch am Donnerstag zuvor 45 Mal kein Covid-19-Fall aufgetreten war, ist die Bedingung erfüllt, um ins Mannschaftstraining zurückzukehren. An diesem Dienstag ist es soweit, Uwe Neuhaus darf erstmals seit Mitte März wieder seine gesamte Mannschaft zu einem gemeinsamen Training auf dem Platz versammeln.

Von Jens Brinkmeier
Von heute an dürfen die Arminen wieder in voller Stärke zusammen trainieren, wie im Januar im Trainingslager.
Von heute an dürfen die Arminen wieder in voller Stärke zusammen trainieren, wie im Januar im Trainingslager. Foto: Thomas F. Starke

Vermelden durften die Arminen die negativen Test-Ergebnisse am Montag nicht. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hatte de facto einen Maulkorb für die 36 Vereine der Bundesliga und der 2. Liga verhängt (siehe Bericht auf Sportseite 2). Mit Beginn des Mannschaftstrainings sind nun unabhängig von der Wiederaufnahme des Spielbetriebs zwei Tests pro Woche in regelmäßigen Abständen vorgesehen. Über den Re-Start wird voraussichtlich an diesem Mittwoch entschieden.

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Momentan ist die Situation vom Kopf her sehr schwierig für uns.

DSC-Kapitän Fabian Klos

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Auch wenn nicht mehr in Kleingruppen von bis zu maximal acht Spielern trainiert wird, sondern mit dem gesamten Team: Die Hygieneregeln müssen weiter eingehalten werden. Gemeinsames Duschen am Trainingsgelände gibt es weiterhin nicht. Die Spieler sollen am besten umgezogen allein im eigenen Auto ankommen und nach der Einheit wieder nach Hause fahren. Kontakte über die eigene Familie beziehungsweise den Partner hinaus sollten nach Möglichkeit nicht stattfinden.

„Momentan ist die Situation vom Kopf her sehr schwierig für uns“, sagte DSC-Kapitän Fabian Klos dazu beim TV-Sender Sky Sport News. „Es gibt viele Einschränkungen, an die wir uns halten müssen. Das ist definitiv nicht einfach, aber die Maßgaben sind nicht zu streng, sondern leider notwendig“, betonte der 32-jährige Stürmer.

Neun Schritte sind noch zu gehen

Es geht um viel. Die DFL will die Saison unbedingt zu Ende bringen. Bei einem Abbruch stehen finanzielle Verluste von mehr als 750 Millionen Euro im Raum, manchen Vereinen würde die Insolvenz drohen. Bei Arminia ist die Lage nicht so heikel, trotzdem soll es unbedingt weitergehen. Alle Bielefelder eint der große Traum vom Aufstieg in die Bundesliga. Neun Schritte sind noch zu gehen, wenn der Tabellenführer der 2. Liga womöglich ab Mitte Mai wieder startet und seine Verfolger auf Distanz halten will. Wie die Saison bei einem Abbruch gewertet würde, ob der DSC dann trotzdem aufsteigen würde, ist völlig unklar.

Auch deshalb sind Geisterspiele, an die vor knapp zwei Monaten kaum jemand ernsthaft denken wollte, nun das einzig realistische Szenario einer Fortführung der Saison. „Wenn es dann so ist, dass die Stadien leer sein werden, wenn es so ist, dass Fußball gespielt werden muss und dass es um wichtige Punkte geht, dann wissen wir als Mannschaft, worauf es ankommt und wo wir den Hebel ansetzen müssen“, hatte Fabian Klos gesagt. Der Stürmer (16 Saisontore) denkt nicht an einen Leistungseinbruch bei Arminia. „Die Sorge habe ich nicht.“

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