Die Lehren aus dem Hannover-Spiel – Laut Statistik kann Bielefeld für Liga eins planen Arminia kann auch dreckige Siege

Bielefeld (WB). Eigentlich ist seit Sonntag alles klar: Arminia Bielefeld steigt nach elf Jahren Abstinenz wieder in die Fußball-Bundesliga auf. Das sagen zumindest die Statistiker von der Deutschen Fußball-Liga (DFL).

Von Jens Brinkmeier
Ein Bild mit Symbolcharakter: Arminia-Kapitän Fabian Klos zeigt, worauf es gegen Hannover ankam.
Ein Bild mit Symbolcharakter: Arminia-Kapitän Fabian Klos zeigt, worauf es gegen Hannover ankam. Foto: Thomas F. Starke

Denn dank des 1:0-Sieges gegen Hannover 96 in der Bielefelder Wasserschlacht hat der DSC nach nun 23 Spieltagen 47 Punkte auf dem Konto. Und laut DFL hatten seit Einführung der Drei-Punkte-Regel 13 Zweitligisten mindestens 47 Punkte nach 23 Spielen – alle 13 sind aufgestiegen.

Da das aber mit Statistiken immer so eine Sache ist, werden sich die Arminen natürlich nicht darauf verlassen. Alle beim Spitzenreiter halten den Ball flach. Zum Thema Aufstieg sagte Innenverteidiger Amos Pieper am Sonntag: „Wir sind mit 13 Punkten aus fünf Spielen super ins Jahr gestartet, so wollen wir weiter machen. Gegen Wehen Wiesbaden (nächster Gegner am 1. März) haben wir wieder ein schwieriges Spiel. Von einem anderen Thema könnt ihr gerne sprechen, aber mir ist das noch zu früh, sorry.“

Pieper hob lieber hervor, was den Sieg über ein starkes Hannover so wertvoll gemacht hatte. Ihr Passspiel, mit dem die Arminen sich Platz eins erspielt hatten, konnten sie auf dem nahezu unbespielbaren Rasen nicht aufziehen. Es waren andere Tugenden gefragt. „Es war ein dreckiges Spiel. Wir haben gezeigt, dass wir das auch können“, sagte Pieper. Und der 22-Jährige hatten gehörigen Anteil daran, dass im dritten Heimspiel des Jahres 2020 zum dritten Mal hinten die Null stand. Neun Punkte holte der DSC schon zuhause, in der gesamten Hinrunde waren nur zwei Heimsiege gelungen.

Rehm: „Spitzenreiter liegen uns“

Gegen Hannover erzielte Reinhold Yabo in der 83. Minute das Siegtor. Zum zwölften Mal trafen die Bielefelder damit ab der 81. Minute. Trainer Uwe Neuhaus hatte diese Stärke im Hinterkopf. „Es ist ein kleines bisschen die Selbstverständlichkeit, aber auch unser Glaube in der Mannschaft, auch spät ein Spiel entscheiden zu können. Das ist ganz fest implantiert“, sagte der DSC-Coach. Sport-Geschäftsführer Samir Arabi lobte: „Die Mannschaft hat versucht, über die Mentalität nochmal einen Gang hochzuschalten und den Sieg zu erzwingen. Am Ende hatten wir auch das nötige Glück.“

Geht es gegen Wehen Wiesbaden so weiter, rückt der Aufstieg wieder ein Stück näher. Doch Vorsicht: Der Aufsteiger hat schon beim VfB Stuttgart gewonnen (2:1) und gegen den Hamburger SV 1:1 gespielt. „Spitzenreiter liegen uns“, sagte Trainer Rüdiger Rehm, 2016 für vier Monate beim DSC.

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