Voglsammer-Ersatz: Cebio Soukou hofft auf seine Chance beim DSC
Ein heißer Kandidat

Bielefeld (WB). Beim DSC Arminia Bielefeld hat der Tatendrang mittlerweile den Frust abgelöst. Nach dem Mittelfußbruch und dem langfristigen Ausfall von Angreifer Andreas Voglsammer will der DSC nun seine Stärke als Kollektiv beweisen, um die Voglsammer-Lücke zu schließen. Vor allem Cebio Soukou rückt dabei beim Tabellenführer der 2. Liga in den Fokus.

Mittwoch, 05.02.2020, 05:45 Uhr aktualisiert: 05.02.2020, 05:50 Uhr
Cebio Soukou könnte gegen Regensburg anstelle des verletzten Andreas Voglsammer für Schwung auf dem Flügel sorgen. Foto: Starke
Hält sich noch bedeckt: Uwe Neuhaus.

Hält sich noch bedeckt: Uwe Neuhaus. Foto: dpa

Der Mittelfeldspieler gilt unter den potenziellen Kandidaten, die Voglsammer ersetzen könnten, als der aussichtsreichste. Der dribbelstarke Mann auf dem Flügel hat sein Können schon häufiger in dieser Saison aufblitzen lassen und erhält nun womöglich die Chance, das auf Dauer zu zeigen. „Grundsätzlich ist es traurig, dass Vogi sich verletzt hat. Ich hatte auch schon einige schwere Verletzungen, deshalb weiß ich, wie man sich fühlt. Natürlich habe ich aber selber die Hoffnung, dass ich meine Chance bekomme und die auch nutzen werde“, sagt Soukou.

Es bleibt ein Aber...

Ein Tor, drei Vorlagen, 643 Zweitligaminuten: Die bisherige Bilanz befriedigt den 27-Jährigen selbst noch nicht, auch wenn Soukou betont: „Es macht viel Spaß mit diesem Team, auch weil wir Erfolg als Mannschaft haben.“ Doch es bleibt ein Aber, da ist Soukou ehrlich: „Es ist klar, dass man nicht zufrieden ist, wenn man viele Spiele auf der Bank sitzt. Ich wünsche mir natürlich, mehr zu spielen.“

Gedankenspiele des Trainers

Der Trainer jedenfalls lässt sich nicht in die Karten blicken, welcher Profi am Sonntag gegen Jahn Regensburg (13.30 Uhr, Schüco-Arena) vorne links beginnen könnte. „Wir haben Edmundsson, der innen aber auch außen spielen kann. Wir haben Yabo, der innen und außen spielen kann. Wir haben Cebio Soukou, der mehr über außen kommen kann und wir haben Keanu Staude hinten dran. Ich denke, dass es einen dieser Spieler in erste Linie betrifft“, sagt Neuhaus zu seinen Gedankenspielen für die Besetzung des freien Platzes in der Startelf.

Neuhaus wird genau hinschauen

Der Trainer hält sich auch deshalb zurück, um keinen seiner Akteure zu früh in Sicherheit zu wiegen. Neuhaus wird in den kommenden Tagen genau hinschauen, wer sich nun vielleicht noch ein Stückchen mehr aufdrängt als zuvor: „Ich will jetzt durch Trainingsleistungen sehen, wer seine Chance ergreift“, sagt er. Für die, die sich angesprochen fühlen dürfen, erhöht der Coach damit ein wenig den Druck.

DSC-Coach rechnet mit acht Wochen Ausfallzeit

Genau das Gegenteil tut Neuhaus im Fall von Andreas Voglsammer. Auf die Frage, ob er mit der Rückkehr seines Angreifers noch in dieser Saison rechne, sagt der Trainer: „Damit will ich ihn jetzt nicht belasten. Mit etwa acht Wochen Ausfall müssen wir definitiv rechnen. Dann hängt es davon ab, was in der Reha passiert. Wir dürfen auf keinen Fall zu früh anfangen. Da müssen wir vernünftig sein.“

Testspiel am 25. März bei Union Berlin

Gut sechs Wochen dauere es voraussichtlich, bis Andreas Voglsammer überhaupt wieder laufen kann. Immerhin einen weiteren, kleinen Schritt auf dem Weg zur Genesung durfte der 28-Jährige am Dienstag mit der Entlassung aus dem Krankenhaus machen.„Ihm geht es gut, die Operation ist gut verlaufen“, sagt Neuhaus und betont noch einmal in Richtung seiner Mannschaft: „Andreas ist natürlich ein wichtiger Spieler für uns. Aber das müssen wir jetzt alle gemeinsam auffangen – wir können jetzt nicht aufhören.“

In der kommenden Länderspielpause tritt der DSC am 25. März zu einem Testspiel beim Bundesligisten Union Berlin an. Anpfiff im Stadion an der Alten Försterei ist um 14.45 Uhr. Karten gibt es unter www.union-zeughaus.de

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