Nach dem Mittelfußbruch des Arminen bieten sich mehrere Lösungen an
Wer ersetzt Voglsammer?

Bielefeld (WB). Es ist ja nun nicht so, dass es keine Alternativen gäbe: Nach dem Ausfall von Andreas Voglsammer, der sich im Zweitligaspiel am Freitag in Aue (0:0) bei einem Zusammenprall mit einem Gegenspieler den Mittelfuß gebrochen hat, liegt es nun an Arminia Bielefelds Trainer Uwe Neuhaus, den passenden Ersatz für den Außenangreifer zu finden.

Montag, 03.02.2020, 02:03 Uhr aktualisiert: 03.02.2020, 05:03 Uhr
Andreas Voglsammer kurz nach seiner Auswechslung in Aue. Foto: Thomas F. Starke

Am Dienstag beginnt die Vorbereitung auf das nächste Punktspiel – und damit auch das große Casting für die Partie am Sonntag gegen Regensburg (13.30 Uhr, Schüco-Arena). Hoffnungen auf Voglsammers Platz dürfen sich gleich mehrere Spieler machen.

In der Regel erste Flügel-Option als Joker: Cebio Soukou.

In der Regel erste Flügel-Option als Joker: Cebio Soukou. Foto: Thomas F. Starke

Allen voran Cebio Soukou (ein Saisontor, drei Torvorlagen). Er ist fast immer die erste Option, wenn auf den Flügeln gewechselt wird. So war es auch in Aue, als er für Jonathan Clauss in die Partie kam. Allerdings ist Soukou ein Rechtsfuß. Er müsste also eine seitenverkehrte Rolle spielen, ähnlich wie das früher Franck Ribery und Arjen Robben bei den Bayern machten. Bei Arminias 1:0-Sieg in Osnabrück (9. Spieltag) löste Soukou die Aufgabe als linker Außenstürmer mit Bravour. Voglsammer hatte in jener Partie den gesperrten Fabian Klos im Sturmzentrum vertreten müssen.

Stets torgefährlich: Joan Simun Edmundsson.

Stets torgefährlich: Joan Simun Edmundsson. Foto: Thomas F. Starke

Joan Simun Edmundsson ist ebenfalls eine Alternative. Der Färinger ist allerdings eher auf einer der Halbpositionen zu Hause. Da sowohl Marcel Hartel als auch Reinhold Yabo für ihre ehemaligen Klubs des Öfteren auf dem Flügel unterwegs waren, könnte womöglich einer dieser beiden auf Linksaußen ausweichen und so weiter innen Platz für den torgefährlichen Edmundsson (vier Tore, zwei Vorlagen) machen.

War schon fast abgeschrieben: Keanu Staude.

War schon fast abgeschrieben: Keanu Staude. Foto: Thomas F. Starke

Ebenfalls in der Verlosung ist Keanu Staude . Der Vertrag des 23-Jährigen läuft am Saisonende aus. Jetzt oder nie: Wenn Staude bleiben will, muss er seine Chance beim Schopfe packen. Arminia hätte ihn bei einem entsprechenden Angebot im Winter bereits gehen lassen. Jetzt könnte er nochmal wichtig werden.

Links vorne erprobt: Anderson Lucoqui

Links vorne erprobt: Anderson Lucoqui Foto: Thomas F. Starke

Vierte Option ist Anderson Lucoqui . Der 22-Jährige ist zwar eigentlich linker Verteidiger, sammelte aber sowohl bei seinen Ex-Klubs als auch bei Arminia unter Jeff Saibene und unter Neuhaus vorne links Erfahrungen. Jedoch hat Lucoqui in dieser Zweitligasaison noch keine Minute gespielt.

Patrick Weihrauch , der wie Lucoqui in dieser Spielzeit noch keine Einsatzzeit hatte, besitzt ebenso wie Winter-Neuzugang Sebastian Müller aus der A-Jugend des 1. FC Köln nur Außenseiterchancen.

„Die vergleichsweise lange Pause bis zum nächsten Spiel kommt uns in dieser Situation zugute“, sagte Samir Arabi mit Blick auf die Partie gegen Regensburg. Der Sport-Geschäftsführer, der am Sonntag 41 Jahre alt wurde, war angesichts der Voglsammer-Verletzung natürlich bedient. Am Freitagabend um 18 Uhr, also eine halbe Stunde vor Anpfiff der Partie in Aue, schloss das Wintertransferfenster. „Der Zeitpunkt der Verletzung hätte nicht schlechter sein können“, sagte Arabi. Selbst ein vertragsloser Akteur darf – anders als in der Sommer-Transferperiode – nicht mehr unter Vertrag genommen werden.

Voglsammer: „Ich werde top vorbereitet zurückkehren“

Wie lange Voglsammer ausfallen wird, ist noch unklar. Am Montag wird er in Gütersloh von Chefarzt Dr. Philipp Bula operiert. Dann wissen die Arminen, ob sie hoffen dürfen, dass ihr Angreifer in der heißen Phase der Saison nochmal eingreifen kann. Auszugehen ist von einer mehrmonatigen Pause. „Klar ist die Verletzung bitter“, sagte Voglsammer am Sonntag. „Aber ich bin fest überzeugt, dass ich gut in der Reha arbeiten und top vorbereitet zurückkehren werde.“ Außerdem sei „unsere Truppe so stark, dass sie trotzdem Topleistungen abliefern wird“, ist der Stürmer überzeugt.

Wie schwer der Ausfall, der den Aufstiegsambitionen des DSC einen herben Dämpfer versetzt, wiegt, belegen diese Zahlen: Voglsammer bildet zusammen mit Fabian Klos (14 Tore) das gefährlichste Sturmduo in der 2. Liga. Er steuerte bisher zehn Tore bei und legte fünf Treffer auf.

Voglsammer war nicht der einzige Armine, den es bei der hart aber fair geführten Partie im „Schmerzgebirge“ erwischte. Bei Mittelfeldspieler Manuel Prietl wurde von Mannschaftsarzt Dr. Stefan Budde eine leichte Gehirnerschütterung diagnostiziert. Prietl soll zu Beginn der Woche ebenso wieder das Training aufnehmen können wie Verteidiger Cedric Brunner (Platzwunde).

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