Arminias Trainingslager in Benidorm hat begonnen – U21-Trainer Kuntz lobt Pieper
Aufgalopp mit prominentem Gast

Benidorm (WB). Strahlender Sonnenschein, angenehme Temperaturen, eine problemlose Anreise: Zum Start des Wintertrainingslagers gab es bei Arminia Bielefeld keinen Grund zum Klagen. Um 16.30 Uhr, kurz nach der Ankunft, bat Uwe Neuhaus seine Spieler gleich mal auf den Trainingsplatz. Allerdings dauerte die erste Einheit in Benidorm an der spanischen Costa Blanca nur eine Stunde.

Montag, 13.01.2020, 06:59 Uhr aktualisiert: 13.01.2020, 07:04 Uhr
Laufen in vertrauter Umgebung: Zum vierten Mal in Folge haben die Arminen ihr Winterquartier in Benidorm an der Costa Blanca bezogen. Foto: Thomas F. Starke

Schon am Montag dürfte es anders zur Sache gehen, zwei Einheiten stehen an (10 und 16 Uhr). Schließlich will der Trainer in dieser Woche (am kommenden Sonntag geht es zurück nach Bielefeld) die Grundlagen legen für die restlichen 16 Spiele der Rückrunde, die am 28. Januar fortgesetzt wird und mit dem Aufstieg in die Bundesliga gekrönt werden soll. Mittelfeldroutinier Tom Schütz sagte dazu: „Wir hatten sonst immer den Druck, dass es ums Überleben ging. Jetzt haben wir den positiven Druck, dass wir etwas Grandioses erreichen können. Das muss viel Selbstvertrauen geben und Spaß machen. Wir müssen genauso konzentriert weiterarbeiten wie im vergangenen Jahr.“

Schütz ist zum 18. Mal mit Arminia im Trainingslager, doch die Nase voll hat er davon nicht. „Man freut sich immer wieder, dass man ins Trainingslager fährt, weil man weiß, dass es eine wichtige Zeit ist. Man kann sich im Trainingslager noch besser vorbereiten“, sagte der 31-Jährige im WESTFALEN-BLATT-Videointerview über den Wolken in mehr als 11.000 Metern Höhe.

Perez, Behrendt und Seufert noch nicht bei 100 Prozent

Trainingslager in Benidorm - Tag 1

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Foto: Thomas F. Starke
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Mit dem Eurowings-Flug EW 9530 war der Arminia-Tross, der in Benidorm 48 Personen umfasst, Sonntagvormittag um 11.32 Uhr von Düsseldorf abgehoben. Nach der Landung in Alicante um 13.48 Uhr ging es mit dem Bus weiter nach Benidorm ins Hotel „Melia Villaitana“, in dem die Bielefelder bereits zum vierten Mal in Folge ihr Winterquartier aufgeschlagen haben.

Noch nicht zum Aufgebot gehört Alex Perez. Der spanische Innenverteidiger lässt sich wegen seiner Knieprobleme „andernorts in Spanien“ behandeln, wie der Verein mitteilte. Perez soll Mitte der Woche zur Mannschaft stoßen. Brian Behrendt absolviert sein Aufbautraining nach seinem im August erlittenen Kreuzbandriss in Benidorm. Am Sonntag trainierte er teilweise mit Nils Seufert zusammen, weil diesen muskuläre Probleme plagen.

Nach dem Behrendt-Ausfall hat sich Amos Pieper (21) zum Stammspieler hoch gearbeitet. Seine Entwicklung hatte dem Innenverteidiger Ende des vergangenen Jahres bereits eine Berufung in die deutsche U21-Nationalmannschaft eingebracht. Der Trainer dort ist Stefan Kuntz, von 1996 bis 1998 Stürmer beim DSC. Der 57-Jährige ist auf Rundreise in Spanien, um sich „seine“ Spieler anzusehen. Nach Stationen bei Werder Bremen, Bayer Leverkusen, Schalke 04, dem 1. FC Köln und dem 1. FC Heidenheim bildete der Besuch bei den Arminen „den krönenden Abschluss“, wie Kuntz sagte.

„Spielzeit ist das wahre Geld“

Zudem verriet er, dass Pieper „eine sehr gute Perspektive“ habe, gerade auch was mögliche U21-Einsätze in diesem Jahr angehe. „Wenn er im Verein spielt, wird er auch bei uns seine Einsätze kriegen“, stellte Kuntz klar. Derzeit hat Kuntz Probleme, Stammspieler der Bundesliga für seine Mannschaft zu finden. Deshalb sage er den Nachwuchskräften: „Die, die immer spielen, überholen die anderen. Ich sage immer: Spielzeit ist das wahre Geld.“ Will sagen: Wer bei einem großen Klub auf der Bank sitzt hat es schwerer als ein Profi, der bei einem kleinen Verein Stammspieler ist. „Den Jungs aus der U17- oder U19-Bundesliga erkläre ich, dass sie damit noch nichts erreicht haben. Das müssen sie verstehen.“

Früher hatte es viele Diskussionen gegeben, welcher Spieler für das A-Team aufläuft und wer für die U21. Diese Gespräche gebe es derzeit gar nicht mehr, bedauert Kuntz. „Da kommt derzeit nur Kai Havertz in Frage. Und bei ihm müssen wir nun wirklich nicht diskutieren, wo er spielen muss“, sagt Kuntz über den Nationalspieler von Bayer Leverkusen.

Seinem Ex-Klub traut er den Aufstieg zu. „Wenn die Arminen mit dem Druck klar kommen und weiter konstant bleiben – und wenn die Topfavoriten so viele Federn lassen wie in der Hinrunde.“

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