Auch Nilsson profitiert vom DSC-Teamgeist – auswärts unschlagbar? „Wir halten zusammen”

Bielefeld (WB). Der Teamgeist und die Moral der Mannschaft – sind das im Aufstiegskampf die entscheidenden Trümpfe für Arminia Bielefeld? „Wir haben gezeigt, was für ein starkes Team wir sind. Auch wenn mal einer, in diesem Fall ich, so einen Fehler macht. Wir halten zusammen“, sagte DSC-Innenverteidiger Joakim Nilsson am Dienstag im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT. Dabei bezog sich der Schwede in erster Linie auf das 2:2 am vergangenen Zweitligaspieltag gegen den Karlsruher SC.

Von Jens Brinkmeier
DSC-Innenverteidiger Joakim Nilsson (links) taucht auch oft im gegnerischen Strafraum auf, wie hier gegen Karlsruhe.
DSC-Innenverteidiger Joakim Nilsson (links) taucht auch oft im gegnerischen Strafraum auf, wie hier gegen Karlsruhe. Foto: Thomas F. Starke

Zweimal hatte Arminia gegen den Aufsteiger zurückgelegen, am Ende sprang aber trotzdem ein wertvoller Punkt dabei heraus, der den Bielefeldern die vorzeitige Herbstmeisterschaft sicherte. Es war nicht das erste Mal, dass der DSC nach einem Rückstand punktete. In sieben Spielen lag sie in dieser Saison bisher hinten, nur einmal ging die Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus als Verlierer vom Platz (0:1 gegen Stuttgart). Die Moral ist mehr als nur intakt.

Keine Vorwürfe von Kollegen

Und dass der Zusammenhalt auch passt, durfte nun Nilsson, im Sommer zum DSC gestoßen, erfahren. Der 25-Jährige hatte mit einem schlimmen Stockfehler das 2:1 für Karlsruhe eingeleitet. Doch wie nach dem bösen Fehlpass von Joan Simun Edmundsson im Oktober gegen den Hamburger SV, musste sich auch der zweite Skandinavier keinerlei Vorwürfe anhören. „Das kann jedem passieren, da gehen wir als Mannschaft durch“, sagte Amos Pieper, Nilssons Kollege in der Innenverteidigung. Und der 21-Jährige ergänzte: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass ihn das lange beschäftigt.“

Nilsson bestätigte diese These seines Nebenmannes: „Natürlich habe ich mir viele Gedanken gemacht. Ich hatte das Gefühl, meine Teamkameraden im Stich gelassen zu haben. Die Nacht war nicht die beste, aber so ist Fußball. Ab dem nächsten Tag muss man sich auf das nächste Spiel fokussieren und wieder Selbstvertrauen aufbauen.“

Heidenheim ist eine Herausforderung

Selbstvertrauen können die Arminen (33 Punkte) am Samstag (13 Uhr) sicher gebrauchen. Schließlich spielen sie beim Tabellenvierten, dem 1. FC Heidenheim, der ebenfalls eine bärenstarke Saison spielt und auf 26 Punkte kommt. Nicht zuletzt der 1:0-Sieg der Heidenheimer beim Hamburger SV sollte die Arminen warnen.

„Heidenheim wird ein schweres Auswärtsspiel für uns. Sie sind defensiv sehr stark, es wird schwer für uns, dort Tore zu erzielen“, weiß Nilsson. Doch der Schwede verweist auf die sensationelle Auswärtsserie seiner Mannschaft (ein Unentschieden und dann sieben Siege am Stück). „Wir haben das Gefühl, auswärts unschlagbar zu sein. Wir wollen dort drei Punkte holen, auch wenn es natürlich hart wird. Aber jedes Spiel in der Liga ist hart. Wir wollen auch in Heidenheim zeigen, wie gut wir sind“, erklärte er.

Auswärtsserie ist rekordverdächtig

Sollte die Auswärtsserie weitergehen, könnten die Arminen einen Rekord des FC Bayern München brechen. Der Rekordmeister schaffte schon mal zehn Auswärtssiege am Stück. Dafür müsste der DSC also in Heidenheim, eine Woche später beim FC St. Pauli und dann Ende Januar auch noch in Aue siegen. Doch jetzt zählt nur der kommende Samstag. Deshalb, sagte Nilsson, bringe es auch nichts, sich zu lange an Tabellenplatz eins zu erfreuen. Es sei zwar „fantastisch, oben zu stehen, und wir wollen natürlich Erster bleiben. Aber es ist noch nicht ganz die Hälfte der Saison vorbei, es kann noch so viel passieren. Wir müssen weiter hart arbeiten, um oben zu bleiben.“

Mittelfeldspieler Reinhold Yabo konnte nach grippalem Infekt am Dienstag immerhin ins Lauftraining einsteigen.

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