Arminias Abwehrspieler Pieper freut sich auf die zwei Auswärtsspiele zum Jahresende „Das ist was Feines“

Bielefeld (WB/jen/dis). Keine Mannschaft der oberen Tabellenhälfte hat weniger Heimpunkte geholt als Arminia Bielefeld (11). Zweitligaschlusslicht Dynamo Dresden kommt – mit einem Spiel mehr – auf die gleiche Ausbeute.

Auswärts holen Amos Pieper (rechts) und Co. doppelt so viele Punkte wie zuhause.
Auswärts holen Amos Pieper (rechts) und Co. doppelt so viele Punkte wie zuhause. Foto: Thomas F. Starke

Zwei Auswärtsspiele stehen vor der Winterpause noch an, am Samstag beim 1. FC Heidenheim und am 21. Dezember beim FC St. Pauli. „Das ist was Feines“, sagte Abwehrspieler Amos Pieper nach dem 2:2 gegen den Karlsruher SC nur halb im Scherz. Denn dass die Bielefelder mit vier Punkten Vorsprung Tabellenführer sind, verdanken sie ihrer Auswärtsstärke. Einem 3:3 Anfang August in Bochum folgten sieben Siege in der Fremde am Stück. Mit 22 Auswärtspunkten hat der DSC drei mehr geholt als die beste Heimmannschaft, der Hamburger SV.

Heidenheimer ohne Vizekapitän Griesbeck

Heidenheim (26 Punkte) hat sich dank des 1:0-Sieges beim HSV in den Kreis der Aufstiegskandidaten gespielt. Bei der Mannschaft von Langzeittrainer Frank Schmidt (seit 2007 im Klub) konnten die Arminen in sechs Versuchen noch nie gewinnen (drei Remis). Ob Reinhold Yabo die Reise nach Baden-Württemberg antreten kann, ist offen. Der Mittelfeldspieler hat einen grippalen Infekt. Die Heidenheimer müssen im Topspiel gegen den DSC ohne Vizekapitän Sebastian Griesbeck auskommen. Der Mittelfeldspieler fällt mit einem Innenbandriss im rechten Knie bis auf Weiteres aus.

Gegen den KSC lag der DSC 0:1 und 1:2 hinten. Letztmals gelang es den Arminen am 27. April 2018, einen Pausenrückstand im eigenen Stadion noch in einen Sieg umzumünzen. Das war gegen den 1. FC Kaiserslautern, nach einem 0:1 zur Halbzeit stand am Ende ein 3:2-Sieg. Fabian Klos traf damals doppelt.

Pieper lobt Moral

„Keiner gerät gerne in Rückstand, aber wir spielen unser Spiel weiter, auch wenn es bis zur 80. Minute dauert, ehe der Ausgleich fällt“, lobte Pieper die Moral des aktuellen DSC-Teams. Der junge Innenverteidiger hatte den Strafstoß herausgeholt, den Kapitän Fabian Klos sicher verwandelte. Der Stürmer weist eine Topquote vom Punkt auf: Elfmal ist der 32-Jährige in der 2. Liga angetreten, elfmal war der Ball drin. Zum dritten Heimsieg reichte es nicht, weil vorne die Chancen nicht genutzt wurden und hinten Joakim Nilsson einen folgenschweren Fehler vor dem 1:2 machte. „So etwas passiert, das fangen wir gemeinsam auf“, erklärte Pieper.

Dass es in der aktuellen Saison zuhause nicht so recht klappt, versucht Klos so zu erklären: „Vielleicht ist es so, dass die Gegner, die hier herkommen, nicht unbedingt das Bedürfnis haben, das Spiel zu machen. Sie machen für uns die Räume eng.“ Zweimal war es anders, gegen die Topfavoriten Hamburger SV (1:1) und VfB Stuttgart (0:1). Gegen die Schwaben kassierte der DSC das entscheidende Tor allerdings in der Nachspielzeit und in Unterzahl, nachdem Klos in der 60. Minute die Gelb-Rote Karte gesehen hatte.

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Heimschwäche

Natürlich treten die Gegner nicht an um hier das Spiel zu machen.Ausser HSV und VFB wird keine Mannschaft irgendwo versuchen das Spiel zu machen.Klos macht es sich da sehr einfach.Wenn der Gegner die Räume eng macht und hinten gut steht müssen spielerische Lösungen her.Mit dem Ball umgehen können einige,das will ich einem Seufert,Weirauch,Yabo,Soukou oder Edmunsson auch nicht absprechen,einzig es fehlt die Durchsetzungskraft,das Tempo und,mit Abstrichen bei Edmunsson, die Torgefährlichkeit.Genau deswegen ist es für jeden Heim Gegner einfach hier was zu holen.Es handelt sich also nicht um einen Heimkomplex sondern um eine Heimschwäche,basierend auf das schwache Mittelfeld.Sollte Neuhaus zu Hause höheres Risiko gehen? Wenn ja,wie? Wer sollte weichen? Bleibt ja nur Hartel.Gut,der trifft das Tor nicht aber er ist der einzige im Mittelfeld der sich durchsetzt,mit gutem Spielaufbau,mit dem Auge und der gut nach hinten mitarbeitet.Vielleicht wäre es in den Heimspielen angebracht Hartel für Prietl auf die 6 zu stellen und einen zusätzlichen offensiveren Mittelfeldspieler zu bringen.

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