DSC-Trainer Neuhaus forderte seine Spieler zu einem letzten Aufbäumen auf
„Dann musst du vorne Giraffen haben“

Bielefeld (WB/dis). Nach Joakim Nilssons „Riesenfehler“ (Trainer Uwe Neuhaus), der dem Karlsruher SC im Zweitligaspiel am Freitagabend in der Nachspielzeit das 2:1 ermöglichte (90.+1), schien Arminia Bielefeld geschlagen zu sein.

Montag, 09.12.2019, 07:03 Uhr aktualisiert: 09.12.2019, 07:28 Uhr
DSC-Verteidiger Amos Pieper spielte am Ende ganz weit vorne. Foto: Thomas F. Starke

Doch Neuhaus forderte seine angeknockten Spieler zu einem letzten Aufbäumen auf. Der Trainer deutete mit dem Zeigefinger an, den Ball schleunigst wieder auf den Anstoßpunkt zu legen. Später erklärte er, wie er die wilde Nachspielzeit mit Joan Simun Edmundssons Treffer zum 2:2-Endstand (90.+3) erlebte. „Erstmal fällt einem nur das SCH-Wort ein“, sagte der 60-Jährige. „Doch dann gilt es sofort nach vorne umzuschalten, um zu retten, was zu retten ist. Eineinhalb Minuten sind auch lang.“

Ziemlich genau so viel Zeit blieb den Bielefeldern noch, um nach Fabian Klos’ Elfmetertor zum 1:1 den neuerlichen Ausgleich zu erzwingen. „Weiter, immer weiter“ hatte der große Oliver Kahn gesagt, nachdem der FC Bayern 2001 durch einen Last-Minute-Treffer von Patrik Andersson in Hamburg Deutscher Meister wurde. Und so müssen auch die Arminen gedacht haben, als sie am Freitag eigentlich schon besiegt schienen.

Pieper: „Wir stehen gerne da oben.“

Dass er noch an den Ausgleich geglaubt habe, „kann man nicht sagen“, gab Neuhaus zu. „Aber es geht auch nicht mehr darum, ob man dran glaubt. Sondern man muss die Voraussetzungen schaffen, dass es möglich wird.“

Er habe den hoch aufgeschossenen Amos Pieper nach vorne und den technisch versierten Marcel Hartel nach hinten beordert, um Letztgenannten gezielt lange Bälle in den Strafraum spielen zu lassen. „Dann musst du zusehen, dass du ein paar Giraffen vorne stehen hast, die ein Ding ablegen, reinmachen, querlegen oder was auch immer“, sagte Neuhaus. Und dann war Arminia auf einmal Herbstmeister. „Verrückt, oder?“, sagte Pieper: „Klingt cool.“ Ob die Arminen mit den gestiegenen Erwartungen zurechtkommen werden, wurde der Abwehrspieler gefragt. Pieper: „Die Erwartungen sollen ja steigen. Alles ist gut, wie es ist. Wir stehen gerne da oben.“

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